WD Red: Festplatten-Klage kostet 2,7 Millionen US-Dollar

Weil Western Digital einige NAS-Festplatten ohne Hinweis mit SMR-Technik verkauft hatte, muss der Hersteller dafür geradestehen.

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WD Red für NAS
WD Red für NAS (Bild: Western Digital)

In den USA sieht es danach aus, als ob eine Sammelklage gegen Western Digital auf einen Vergleich hinausläuft: Wie Law Street (via Computerbase) berichtet, wird der Hersteller rund 2,7 Millionen US-Dollar wegen fehlerhaft gekennzeichneter Festplatten zahlen. Das entspricht zwischen 4 und 7 Dollar pro Kläger und HDD, was weit unter dem Kaufpreis liegt.

Western Digital hatte vor Frühling 2020 bei den für NAS-Systeme gedachten WD Red ohne Kennzeichnung zwei unterschiedliche Recording-Techniken verwendet, was in Peformance-Einbrüchen resultieren kann. Die regulären WD Red ohne Zusatz nutzen Shingled Magnetic Recording (SMR) statt klassischem Conventional Magnetic Recording (CMR), wie es bei den WD Red Plus/Pro eingesetzt wird.

Die SMR-Aufzeichnung mit überlappenden Spuren ermöglicht eine höhere Kapazität pro Platter, verringert aber die Schreibgeschwindigkeit deutlich, da auch angrenzende Spuren aktualisiert werden müssen. Einige Anwender stellten nach dem Einbau einer WD Red fest, dass es bei einem ZFS-Verbund nach ein bis zwei Stunden zu Error-Meldungen kam und die betroffene Festplatte aus dem Raid entfernt wurde.

Red-Modelle mittlerweile erkennbar

Seit Juni 2020 kennzeichnet Western Digital die WD-Red-Modelle und unterteilt sie in drei Klassen: Die HDDs ohne Suffix sind für leichte Workloads im SOHO-Segment (Small Office Home Office) ausgelegt, die WD Red Plus auch für SMB (Small & Medium Businesses) sowie intensive Workloads a là ZFS und die WD Red Pro für Big Business.

Auch wenn die Klage mit Western Digital nur einen Hersteller trifft, auch andere Markteilnehmer haben SMR-Festplatten ohne Kennzeichnung verwendet; jedoch nicht explizit für den NAS-Einsatz: Bei Seagate sind es die Barracuda ST2000DM008 (2 TByte), die Barracuda ST4000DM004 (4 TByte), die Barracuda ST8000DM004 (8 TByte) und die Desktop ST5000DM000 (5 TByte). Gleiches gilt für Toshiba bei den DT02 (4T und 6TB), den P300 (4TB und 6TB), den MQ04 (1TB und 2TB) sowie den L200 (1TB und 2TB).

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