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WD Blue SN550 ausprobiert: Bamm! ohne DRAM

Mit der WD Blue SN550 liefert Western Digital die bisher schnellste NVMe-SSDs ohne dedizierten Pufferspeicher aus. Wer daher ein günstiges Modell mit bis zu 1 TByte Kapazität sucht, der wird hier fündig.

Ein Test von veröffentlicht am
WD Blue SN550 von Western Digital
WD Blue SN550 von Western Digital (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Mit der WD Blue SN500 (Test) veröffentlichte Western Digital im vergangenen Sommer eine günstige und dennoch recht flotte SSD, mit der aktuellen WD Blue SN550 wird das Angebot noch besser: Obwohl ein DRAM-Cache fehlt, ist die NVMe-SSD dank schnellem Speicher ziemlich leistungsfähig. Wir haben die WD Blue SN550 mit der älteren WD Blue SN500 und mit der WD Black SN750 (Test), dem aktuellen Topmodell von Western Digital, verglichen.

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Die WD Blue SN550 wird einzig als M.2-2280-Kärtchen ausgeliefert, nicht aber im 2,5-Zoll-Format. Die einseitig bestückte Platine trägt abseits des SSD-Controllers und eines Flash-Speicher-Packages keine weiteren größeren Bauteile. Die beiden Komponenten wurden jedoch anders als beim Vorgänger an den jeweiligen Enden der SSD platziert, dadurch heizen sie sich nicht gegenseitig auf wie bei der WD Blue SN500. Theoretisch soll wie WD Blue SN550 bei 70 Grad Celsius drosseln, wir konnten das aber nicht provozieren.

Western Digital verbaut beim neuen Modell deutlich leistungsfähigere Hardware, wenngleich erneut DRAM für die Mapping-Tabelle fehlt: Der 4-kanalige Sandisk-Controller ist mit vier statt zwei PCIe-Gen3-Lanes angebunden und beim Flash-Speicher wird der aktuelle BiCS4 mit 96 Schichten verwendet. Wie zuvor kommen Zellen mit drei Bit (TLC) zum Einsatz, die eine etwas höhere Schreibgeschwindigkeit aufweisen als die des älteren BiCS3. Statt rund 400 MByte/s wie die WD Blue SN500 erreicht die WD Blue SN550 immerhin 450 MByte/s (500 GByte) bis 800 MByte/s (1 TByte).

  • Core i9-9900K, Z370, 32GB DDR4, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • Core i9-9900K, Z370, 32GB DDR4, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • Core i9-9900K, Z370, 32GB DDR4, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • Core i9-9900K, Z370, 32GB DDR4, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • WD Blue SN550 (Bild: Golem.de)
  • WD Blue SN550 (oben) und WD Blue SN500 (Bild: Golem.de)
WD Blue SN550 (Bild: Golem.de)

Im Alltag treten diese vergleichsweise niedrigen Datenraten jedoch nur dann auf, wenn der SLC-Puffer der SSD nicht mehr ausreicht: Beim 250-GByte-Modell fasst er 3 GByte, bei 500 GByte Kapazität sind es 6 GByte und die 1-TByte-Variante puffert 12 GByte. Teurere SSDs wie Samsungs 970 Evo Plus (Test) haben einen dynamischen SLC-Cache von 6 GByte bis 42 GByte je nach Füllstand, das 1-TByte-Modell schafft danach noch 1,2 GByte/s anstelle von 800 MByte/s.

Sofern der Puffer der WD Blue SN550 die Datenmenge fassen kann, leistet sie klar mehr als die WD Blue SN500: Sequenziell messen wir 2,45 GByte/s und 2 GByte/s anstelle von 1,74 GByte/s und 1,3 GByte/s. In unserem Kopiertest mit unterschiedlich großen Steam-Ordnern lassen sich die Spiele daher spürbar flotter auf die WD Blue SN550 statt auf die WD Blue SN500 schreiben - die WD Black SN750 ist knapp in Front. Hinsichtlich der IOPS (Input/Output-Operationen pro Sekunde) setzt sich die WD Black SN750 dank DRAM-Cache bei tieferen Befehlswarteschlangen zwar weit ab, im Desktop-Segment ist alles über QD4 aber selten relevant.

  • Core i9-9900K, Z370, 32GB DDR4, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • Core i9-9900K, Z370, 32GB DDR4, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • Core i9-9900K, Z370, 32GB DDR4, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • Core i9-9900K, Z370, 32GB DDR4, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • WD Blue SN550 (Bild: Golem.de)
  • WD Blue SN550 (oben) und WD Blue SN500 (Bild: Golem.de)
Core i9-9900K, Z370, 32GB DDR4, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)

Western Digital verkauft die WD Blue SN550 mit 250 GByte (60 Euro), mit 500 GByte (80 Euro) und mit 1 TByte (140 Euro) - ein solches Modell gab es bei der bisherigen WD Blue SN500 nicht. Der Hersteller gibt erneut fünf Jahre Garantie auf die SSDs.

Mit der WD Blue SN550 liefert Western Digital die bisher schnellste SSD ohne DRAM-Cache ab, was im Alltag jedoch kaum stört. Angesichts des Preises gibt es einige Alternativen: Modelle wie Crucials P1 oder Intel SSD 665p haben große SLC-Puffer, schreiben danach aber sehr langsam und SSDs wie Kioxias RC500 sind auf 250/500 GByte Kapazität beschränkt. In diesem Segment fallen die Preisunterschiede allerdings gering aus, eine WD Black SN750 gibt es für 20 Euro mehr als eine WD Blue SN550.

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Tjoa, die SanDisk-Billig-SSDs ohne DRAM sind dennoch in vielen Fällen eben nicht...


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