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Deutlich flotter als Sata-SSDs

Bei TLC-Speicher gelten die sequenziellen Transfer-Raten nur, solange der SLC-Puffer genügend Daten vorhalten kann. Bei der WD Blue SN500 in der 250-GByte-Version ist er nach rund 3 GByte an geschriebenen Daten erschöpft, dann sinkt die Geschwindigkeit auf gut 400 MByte/s. Eine 860 Evo mit gleicher Kapazität hat einen Puffer von bis zu 12 GByte, ist die SSD aber fast voll, sind es auch hier 3 GByte. Danach fällt die Schreibrate auf 300 MByte/s und bei der billigen 860 QVO gar auf unter 100 MByte/s. Die gibt es jedoch minimal mit 1 TByte Speicherplatz, mit 250 GByte wäre die Leistung wohl indiskutabel.

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Im Alltag machen sequenzielle Transfers allerdings nur einen Teil der Datenmenge aus: Bei gemischten Workloads, wie sie der Storage-Test des PCMark8 prüft, erreicht die WD Blue SN500 mit 470 MByte/s messbar bessere Resultate als eine 860 Evo mit leicht über 300 MByte/s.

Sehr kleine Files liest die WD Blue SN500 ähnlich flott wie die Samsung-Konkurrenz und sie schreibt deutlich schneller, die IOPS bei wahlfreien Zugriffen liegen zudem locker doppelt so hoch - selbst bei wenig tiefen Befehlsschlangen, wie sie im Consumer-Segment typisch sind. Verglichen zu NVMe-SSDs mit DRAM-Cache fallen die IOPS gering aus.

  • Western Digitals WD Blue SN500 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Western Digitals WD Blue SN500 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Western Digitals WD Blue SN500 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Western Digitals WD Blue SN500 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Western Digitals WD Blue SN500 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Crystaldisk-Benchmark der WD Blue SN500 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Atto-Benchmark der WD Blue SN500 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • PCMark8-Storage-Benchmark der WD Blue SN500 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Kopiertest unter Windows mit vollem SLC-Puffer der WD Blue SN500 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
PCMark8-Storage-Benchmark der WD Blue SN500 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Laut Hersteller benötigt die WD Blue SN500 im inaktiven Leerlauf rund 2,5 mW und durchschnittlich 75 mW unter Last. Mit unserer Adapterkarte im Desktop-System können wir keine Schlafzustände wie L1.2 Dev Sleep alias PS4 messen, wie sie in einem Ultrabook genutzt werden. Zumindest im aktiven Leerlauf erreichen wir 950 mW und somit drastisch mehr als bei einer 860 Evo, was sich allerdings mit anderen Tests deckt. Beim Schreibtest von Crystal Disk Mark messen wir im Mittel einen Wert von 1,78 Watt - eine 860 Evo ist hier langsamer und benötigt fast genauso viel Energie, sprich, die Effizienz fällt niedriger aus.

Fazit und Verfügbarkeit

Western Digital nannte beim Start der WD Blue SN500 einen Preis von 67 Euro für 250 GByte und einen von 97 Euro für 500 GByte. Mittlerweile ist die SSD für 50 Euro und für 75 Euro erhältlich, was sie ungefähr so teuer macht wie eine langsamere 860 Evo von Samsung. Höhere Kapazitäten wie 1 TByte oder 2 TByte bietet Western Digital allerdings nicht an, hier muss die ältere WD Blue 3D oder ein Konkurrenzmodell mit Sata-Interface erworben werden. Western Digital gibt großzügige fünf Jahre Garantie.

Die Leistung der WD Blue SN500 mag angesichts einer NVMe-SSDS wie der 970 Evo Plus gering erscheinen, verglichen mit ähnlich teuren Sata-SSDs aber überzeugt die Geschwindigkeit: Eine 860 Evo wird quasi durchgehend geschlagen, teils um das Doppelte oder Dreifache. Billige SSDs wie die 860 QVO sind weit abgeschlagen, da deren QLC-Speicher noch langsamer ist als typischer TLC-Speicher.

Mit einer Kapazität von maximal 500 GByte eignet sich die WD Blue SN500 zwar nicht als Laufwerk beispielsweise für größere Spielesammlungen, als Boot-Drive für Linux oder Windows samt einigen Tools erachten wir sie jedoch als empfehlenswerte SSD für günstige Selbstbau-Rechner. Dank TLC-Speicher laufen gelegentliche größere Datentransfers recht zügig ab, bei QLC-Modellen nervt deren extrem lahmer Flash mit der Zeit.

 WD Blue SN500 ausprobiert: Die flotte günstige Blaue
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Ach 04. Jul 2019

Von einen PCIe Gen2 x1 habe ich noch nie was gehört. der M.2 Port, jedenfalls der mit...

ms (Golem.de) 26. Jun 2019

Hat WD in den HDD Controllern denn schon RISC-V tatsächlich? hast du dazu eine Quelle...

My1 22. Jun 2019

gute frage aber in meinem laptop hab ich auch ein interessantes verhalten dass in...

My1 22. Jun 2019

naja die schauben liegen eigentlich immer dem Mainboard bei. man kann die ja auch schon...

Emulex 16. Jun 2019

Wieviele Bytes written haste auf der Platte? Ich hab ne 850 EVO gegen ne m2 getauscht und...


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