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WD Black² im Test: Die Quadratur des Preises

120 GByte SSD -Speicher und eine Festplatte mit 1 TByte – das passt nun in Notebooks mit nur einem Laufwerksschacht. Western Digital lässt sich sein Hybridlaufwerk teuer bezahlen, die Furcht vor einem proprietären Treiber – den es nicht gibt – ist aber unbegründet.
/ Nico Ernst
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Die WD Black², der SSD-Teil steckt unter den Leiterbahnen oben. (Bild: Western Digital)
Die WD Black², der SSD-Teil steckt unter den Leiterbahnen oben. Bild: Western Digital

Mit der WD Black², deren Name "black squared" ausgesprochen wird, hat Western Digital(öffnet im neuen Fenster) die erste Hybridfestplatte auf den Markt gebracht, deren SSD-Teil genügend Platz für ein Betriebssystem mit einigen Anwendungen bietet. Dabei gibt es in einem Laufwerksgehäuse mit 9,5 Millimetern Dicke, was dem Standardformat entspricht, zusätzlich noch eine magnetische Festplatte mit 1 TByte.

Diese Kombination ist bisher einzigartig und war nach Angaben von WD auch das, was sich viele Anwender nach dem ersten Erscheinen moderner Hybridfestplatten vor drei Jahren gewünscht hatten. Bei diesen Geräten, von denen die Momentus XT der erste Vertreter war, bestimmte allein das Laufwerk, welche Daten im schnellen Flash-Speicher abgelegt und welche auf der langsameren Festplatte vorgehalten wurden.

Die Nutzer, so WD übereinstimmend mit vielen auch von Golem.de beobachteten Forenkommentaren, wollten aber die Kontrolle darüber behalten, was wo gespeichert wird. Dafür gibt es viele Anwendungsszenarien, hier nur ein Beispiel aus der Praxis eines Journalisten. Wenn dieser auf einer Veranstaltung viele Fotos macht, muss er sie für die Online-Berichterstattung schnell sortieren, auswählen, verkleinern – eventuell auch leicht bearbeiten – und dann hochladen.

Dafür landen die Bilder am besten auf dem SSD-Teil einer Hybridfestplatte, weil dessen sehr geringe Zugriffszeiten diese Aufgaben im Vergleich mit einer Festplatte enorm erleichtern. Nach diesen Arbeitsschritten können die Bilder ruhig auf den HDD-Teil des Laufwerks verschoben werden, bis sie in der Redaktion ins Archiv kopiert und vom Notebook gelöscht werden. Mit einem Terabyte mobilen Speicher kann man auch die Arbeit mehrerer Monate bei sinnvoller Auswahl leicht mit sich führen.

Dank des enormen Preisverfalls bei SSD sind aber auch rund 500 GByte große und schnelle Laufwerke von renommierten Herstellern inzwischen unter 300 Euro zu haben. So viel kostet auch die bereits verfügbare WD Black², sie bietet 120 GByte SSD- und 1 TByte HDD-Speicher – der Platzvorteil ist also das gewichtigste Argument.

Wir testen im Folgenden ein von WD gestelltes Retail-Kit des Laufwerks. Darin ist auch ein USB-3.0-Adapter für SATA-Geräte enthalten, mit dem wir eine bestehende Windows-Installation von einer älteren SSD auf den SSD-Teil der Black² umziehen werden. Der Schwerpunkt liegt auf der Praxistauglichkeit und der Frage, ob die Lösung auch mit anderen Betriebssystemen im Falle eines Defekts des Computers zugänglich bleibt, und ob WD mit proprietären Treibern arbeitet. Dies war nach der Ankündigung des Laufwerks, bei der eine eigene WD-Software zur Installation erwähnt wurde, von vielen Anwendern befürchtet worden.

Zwei Laufwerke, aber nur ein SATA-Gerät

Die WD Black² ist im besten Sinne ein zusammengeklebtes Gerät, wie bei Techreport(öffnet im neuen Fenster) an einem demontierten Exemplar zu sehen ist. Die Basis bildet eine 7 Millimeter dicke Festplatte der Serie WD-Blue. Daher rotieren auch in der WD Black² die Magnetscheiben nicht wie in der Black-Serie zu erwarten wäre mit 7.200 U/Min., sondern wie bei den Blue-Festplatten nur mit 5.200 U/Min. Durch die hohe Datendichte mit 500 GByte pro Scheibe ergeben sich dennoch Transferraten über 100 MByte/s.

Auf der Festplatte befindet sich das SSD-Modul, dessen Leiterbahnen auf der Oberseite des montierten Laufwerks deutlich durch den Lack schimmern. Nur in diesem Teil befindet sich die Elektronik der SSD, bestehend aus dem Controller JMF667H von JMicron und zwei Flash-Bausteinen; vermutlich stammen sie von IM Flash, einer Kooperation von Intel und Micron. WD macht nur die Angaben, dass es sich um Bausteine der 20-Nanometer-Klasse mit MLC-Architektur handelt. Die SSD ist in ihrem Elektronikbereich mit drei Schrauben an der Festplatte befestigt, der vordere unbestückte Teil ist am Rahmen mit der HDD verklebt.

Verbindung halten die beiden Module über den SATA-Multiplexer 88SM9642 von Marvell. Durch solche Bausteine können mehrere SATA-Geräte über einen Port angesteuert werden, sie lassen sich aber auch so konfigurieren, dass die Laufwerke wie eines erscheinen – genau das hat Western Digital offenbar auch getan. Bestätigen wollte das Unternehmen das bisher aber noch nicht.

Die Bridge-Lösung des Marvell-Chips führt dazu, dass ein Betriebssystem nach vollständiger Installation des Laufwerks die WD Black² sowohl für den SSD- als auch den HDD-Teil als einen Massenspeicher sieht. Die ersten 120 GByte der Kapazität sind dabei der schnelle SSD-Speicher, Testprogramme wie HDtach zeigen das auch deutlich: Das Tempo fällt nach dieser Grenze auf gut 110 MByte/s, nach den ersten 400 GByte des HDD-Teils dann weiter und am Ende auf unter 60 MByte/s – ein typischer Verlauf für eine 2,5-Zoll-Festplatte mit 5.200 U/Min.

WD empfiehlt das Laufwerk bisher ausdrücklich nur für Windows und rät zu einer Neuinstallation des Betriebssystems, was Golem.de nicht ausprobiert hat: Wenn es sich schon um ein Upgrade für Notebooks handelt, wofür auch der mitgelieferte USB-3.0-Adapter spricht, muss sich eine bestehende Installation auch umziehen lassen. Gegen eine Neuinstallation spricht aber technisch nichts, denn nach dem Anschluss an einen SATA-Port sehen sowohl PC-Firmware (Bios oder UEFI) als auch Windows den SSD-Teil wie jedes andere Laufwerk auch. Den Trim-Befehl, den Windows seit Version 7 automatisch ausführt, unterstützt die WD Black² zur Schonung der Flash-Zellen.

Kein Gefrickel, nur ein Zusatzschritt

Wir haben die WD Black² an unserem Testsystem für Massenspeicher im Vergleich mit einigen älteren SSDs und 2,5-Zoll-Festplatten ausprobiert. Die Plattform besteht aus Intels Core i7-3770K auf dem Asus-Mainboard P8Z77-V Pro und 8 GByte DDR3-1.600-Speicher. Die Laufwerke werden dabei an die im Chipsatz integrierten SATA-Ports mit 6 GBit/s angeschlossen. Obwohl es sich um Desktophardware handelt, sind die Praxisergebnisse des Umbaus auf Notebooks übertragbar, denn in puncto SATA unterscheidet sich deren Ausstattung beim Test mit nur einem oder zwei Laufwerken kaum.

Die Aufgabe war, eine bestehende Installation von Windows 7 in 64-Bit-Version samt einigen Anwendungen von einer Intel SSD der Serie 520 mit 240 GByte auf die WD Black² zu übertragen. Die SSD hatten wir zuvor schon in zwei Partitionen aufgeteilt, um Anwendungen und Nutzdaten zu trennen. Die Boot-Partition war 122 GByte groß, wovon Windows und Programme knapp 92 GByte belegten. Bei größeren Installationen gilt es, vor einem Umzug auf das WD-Laufwerk die Partition mit der Datenträgerverwaltung von Windows – zu finden in der Systemsteuerung – auf unter 110 GByte zu verkleinern. Netto bleiben beim SSD-Teil der WD Black² nämlich wie bei allen Laufwerken nur 111 GByte übrig, weil die Laufwerkshersteller mit der Basis 1.000 rechnen (1.000 MByte sind 1 GByte), und Betriebssysteme mit der Basis 1.024, wobei 1.024 MByte 1 GByte ergeben.

Zu Beginn haben wir das WD-Laufwerk über den mitgelieferten USB-Adapter an einen Port des Mainboards angeschlossen. Dabei passiert zunächst in Windows sichtbar nichts, weil ein ladenfrisches Laufwerk keine Partitionen enthält. Die muss man erst in der Datenträgerverwaltung erstellen und mit demselben Dateisystem – unter Windows sinnvollerweise NFTS – formatieren, das auch das bestehende Betriebssystem verwendet.

Das ist mit wenigen Klicks erledigt, dabei fällt auf, dass Windows zunächst nur den SSD-Teil des Laufwerks mit 111 GByte sieht. An den HDD-Teil kommt man auch mit Intels Rapid-Storage-Treibern oder Tools wie Aida nicht heran.

An dieser Stelle kommt zum ersten Mal die Software von Western Digital zum Einsatz, die über den mitgelieferten "Web-Key" heruntergeladen wird. Dieser USB-Stick in einer großzügigen Umrahmung aus Pappe ist kein Massenspeicher, sondern ein USB-Eingabegerät(öffnet im neuen Fenster) . Es verhält sich nach dem Einstecken unter Windows wie eine Tastatur, die automatisch über einen Weiterleitungsdienst eine Webseite von WD aufruft. Wer solchen Lösungen nicht traut, der kann die Seite http://www.wd.com/de/products/products.aspx?id=1190(öffnet im neuen Fenster) auch manuell aufrufen.

Dort gibt es eine Spezialversion von Acronis True Image 16, die als Nächstes benötigt wird. Sie startet aber nur, wenn ein Laufwerk von Western Digital im System erkannt wird. Daher ist es auch wichtig, vorher auf der WD Black² auf dem SSD-Teil eine Partition zu erstellen, sonst findet das Programm das Laufwerk nicht.

Mit True Image kann anschließend die Partition der Windows-Installation auf das WD-Gerät kopiert werden. Da zu diesem Zeitpunkt der HDD-Teil noch nicht aktiv ist, kann das Programm auch nicht über die Grenze des SSD-Teils hinaus schreiben. Wie erwähnt setzt das aber voraus, dass die Startpartition von Windows nicht größer als die 111 GByte des SSD-Teils ist, ein paar freie Gigabyte für den nächsten Start und die Installation anderer Programme wie des nächsten WD-Tools sind zu empfehlen.

Das Klonen des bestehenden Windows auf die WD Black² dauerte für die 92-GByte-Partition auf unserem System samt Neustart knapp 15 Minuten. Der USB-3.0-Adapter macht seine Sache mit einer Schreibrate von über 100 MByte/s also recht gut, auch wenn der SSD-Teil des Laufwerks mit aktuellen Windows-Treibern am SATA-Port rund 140 MByte/s erreicht.

Nach dem Kopieren kann das Quelllaufwerk entfernt und von dem WD-Laufwerk gebootet werden. Windows erkennt wie üblich dabei das neue Laufwerk und fordert zu einem weiteren Neustart auf. Sofern nicht auch noch Hauptspeicher, CPU oder Grafikkarte – eventuell schon viel früher – verändert wurden, ist auch keine neue Aktivierung des Betriebssystems nötig.

Als Letztes ist nun noch die Verwendung des Installationsprogramms für die WD Black² nötig, aktuell trägt es den Dateinamen " WDBlack2_5.1.522.1.exe" . In 20 Sekunden erkennt es den HDD-Teil des Laufwerks und formatiert ihn mit einem neuen Laufwerksbuchstaben mit NTFS. Dies ist auch der einzige zusätzliche Schritt mit dem Gerät im Vergleich zum Umziehen einer Windows-Installation mit Bordmitteln des Betriebssystems und einer Imaging-Software wie der von Acronis. Der gesamte Vorgang hat mit unserem Testsystem nur gut eine halbe Stunde gedauert.

SSD und HDD beim Tempo nur Durchschnitt, aber ohne proprietäre Treiber

Western Digital gibt in seinem Datenblatt ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ) für den SSD-Teil der WD Black² eine maximale Leserate von 350 MByte/s an, beim Schreiben soll sie 140 MByte/s erreichen. Das bestätigte sich im Test auch, und zwar über die ganze Kapazität. Synthetische Testprogramme wie Crystal Diskmark oder IOmeter geben auf einem frisch formatierten SSD-Teil des Laufwerks fürs Lesen anfangs auch Werte über 400 MByte/s an, was beim Kopieren von einer anderen SSD aber nicht erreicht wird.

Zum HDD-Teil macht der Hersteller gar keine Angaben, dabei muss sich das 7-Millimeter-Laufwerk unter dem SSD-Teil nicht verstecken. Beim Lesen und Schreiben von großen Dateien sind am Anfang der Kapazität knapp 120 MByte/s zu erreichen, in den letzten 100 GByte wie bei Festplatten üblich nur noch unter 60 MByte/s. Notebookfestplatten mit 7.200 U/Min. – die WD Black² arbeitet nur mit 5.200 Umdrehungen pro Minute – kommen allerdings schon auf gut 140 MByte/s, dann fehlt aber der SSD-Teil.

Dieser sorgt vor allem beim Starten von Programmen und dem Booten für mehr Tempo, im direkten Vergleich mit der Intel SSD 520 fuhr unsere geklonte Windows-Installation auf beiden Laufwerken in 25 bis 26 Sekunden hoch. Dass aktuelle SSDs auch Schreibraten von rund 500 MByte/s bieten, merkt man aber beispielsweise beim Konvertieren von großen Raw-Fotos, hier reagiert das System mit der Black² träger, sobald der Cache von Windows voll ist. Die Hauptaufgabe für die meisten SSDs im Notebook, nämlich die Reaktionsgeschwindigkeit von Windows und den Start von Programmen zu verkürzen, erfüllt der SSD-Teil aber gut.

Da SSD und HDD über einen SATA-Multiplexer verbunden sind, der die Geschwindigkeit von 6 GBit/s der einzigen Ports nicht erhöhen kann, sind Tempoeinbußen bei Zugriffen auf beide Teile nicht auszuschließen.

Wir haben das durch Kopieren in beide Richtungen, also von SSD auf HDD und umgekehrt, auch ausprobiert. Dabei sind beide Teile stets so schnell, wie es ihre Hardware erlaubt. Wird jedoch die SSD mit Diskmark und einer 1-GByte-Datei fortlaufend belastet, lassen sich Daten von der HDD auf einer zusätzlich angeschlossenen SSD nur noch mit 80 MByte/s kopieren. Umgekehrt, mit Last auf der HDD, bleibt die SSD so schnell wie ohne die Zusatzaufgabe. In Umgebungen mit mehreren Laufwerken kann der Multiplexer unter solch extremen Umständen also durchaus bremsen.

Angesichts dieser Leistungen sollte man aber überlegen, ob für die 300 Euro der WD Black² nicht eine schnelle, aber in der Kapazität kleinere SSD die bessere Lösung ist. Laufwerke mit rund 500 GByte gibt es schon unter 300 Euro, und dann ist dieser gesamte Speicher auch noch schneller als der SSD-Teil der WD Black².

Für recht aktuelle Notebooks, die neben einem Laufwerksschacht auch noch einen Slot für mSATA-Module haben, gibt es auch noch die Alternative, neben einer mSATA-SSD eine große Festplatte zu verbauen. Das ergibt dann auch die Vorteile der Black² aus schneller SSD und viel Speicher auf der HDD.

Wenn die WD Black² unter Windows mit dem Programm des Herstellers installiert ist, läuft das Gerät mit den Standardtreibern des Betriebssystems oder denen des SATA-Controllers. In unserem Fall sind das, durch den Intel-Chipsatz bedingt, die Rapid-Storage-Treiber von Intel. Die bringen zwar keinen messbaren Geschwindigkeitsvorteil, aktivieren aber die Stromsparfunktionen von Controller und Laufwerken, was auf sehr sparsamen PCs durchaus ein paar Watt ausmachen kann. Zudem überwachen sie auch den Smart-Status der Geräte und geben bei Bedarf Warnungen aus.

Wir haben die zuvor installierte WD Black² – also mit aktivierter HDD – auch als Zusatzlaufwerk an einer anderen Windows-Installation betrieben, die vorher noch keines der Programme von Western Digital gesehen hatte. Dort wurde sie wie jedes andere neue Laufwerk auch erkannt, beide Partitionen ließen sich mit der bekannten Geschwindigkeit nutzen. Screenshots der Gerätemanager beider Installationen finden sich in der Bildergalerie dieses Artikels.

Ebenso verhielt sich das Laufwerk, als wir von einem USB-Stick das Antiviren- und Datenrettungssystem c't Desinfect auf Basis von Ubuntu-Linux booteten. Diese Distribution kann NTFS-Laufwerke lesen und schreiben und schafft das auch mit der WD Black².

Hüten sollte man sich allerdings davor, die Partitionierung zu ändern, denn auch andere Betriebssysteme als Windows sehen das WD-Laufwerk nur als ein SATA-Gerät mit der gesamten Kapazität aus SSD- und HDD-Teil. Wird beispielsweise beim Wiederherstellen eines Backups die Partitionstabelle geändert und über die Grenze des SSD-Teils hinausgeschrieben, gibt es Fehlermeldungen. Ein Formatieren der bestehenden Partitionen mit einem anderen Dateisystem ist aber möglich, ob sich dann ohne Risiken auch ein Linux auf bestehenden Ext4-Partitionen installieren lässt, haben wir nicht weiter ausprobiert. Um den HDD-Teil nutzbar zu machen, muss die WD Black² nach bisherigem Stand und Angaben von Western Digital gegenüber Golem.de aber erst einmal an einem Windows-System installiert werden.

Fazit

Mit der Preisempfehlung von 299 Euro, welche die Händler derzeit auch verlangen, wäre die WD Black² noch vor einem Jahr attraktiv gewesen – inzwischen sind die Preise für SSDs und Festplatten aber deutlich gefallen. Wer Platz für zwei Laufwerke hat, auch durch einen mSATA-Slot, bekommt aber nun schon schnellere 120-GByte-SSDs wie Samsungs 840 Evo unter 90 Euro, und eine 1-TByte-Festplatte kostet ab 60 Euro. Die gleiche Kapazität gibt es also für weniger als die Hälfte des Preises, den Western Digital verlangt – oder eine 500-GByte-SSD zum gleichen Preis wie das neue Hybridlaufwerk.

Dennoch ist die Kombination aus ausreichend großer SSD und Festplatte in nur einem 9,5 Millimeter dicken Gehäuse noch immer konkurrenzlos. Für Notebooks oder sehr kompakte HTPCs, die nur einen solchen Einbauschacht bieten, kann die WD Black² ein interessantes, aber teures Upgrade sein. In Desktop-PCs ist eine SSD in Verbindung mit einer 3,5-Zoll-Festplatte wesentlich günstiger.

Das gilt jedoch bisher nur für Windows-Geräte. Linux und Mac OS unterstützt WD vorerst nicht. Zum Einrichten ist eine Windows-Software nötig, danach kommt das Laufwerk aber ohne proprietäre Treiber aus. An die Partitionen, die von dem WD-Tool erzeugt werden, kommt man auch mit einem anderen Betriebssystem und Imaging-Software heran, hüten sollte man sich aber davor, Backups wieder zurückzuspielen und dabei die Partitionierung zu ändern.

Neben dem Preis sollte WD auch die mitgelieferte Software überdenken. Zwar ist nur ein weiterer Schritt nötig, als wenn man ein neues Laufwerk mit den Bordmitteln von Windows nutzbar machen müsste. Aber wenn schon ein Tool gebraucht wird, dann könnte es dem Anwender auch das Hantieren mit der Datenträgerverwaltung ersparen.


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