SSD und HDD beim Tempo nur Durchschnitt, aber ohne proprietäre Treiber

Western Digital gibt in seinem Datenblatt (PDF) für den SSD-Teil der WD Black² eine maximale Leserate von 350 MByte/s an, beim Schreiben soll sie 140 MByte/s erreichen. Das bestätigte sich im Test auch, und zwar über die ganze Kapazität. Synthetische Testprogramme wie Crystal Diskmark oder IOmeter geben auf einem frisch formatierten SSD-Teil des Laufwerks fürs Lesen anfangs auch Werte über 400 MByte/s an, was beim Kopieren von einer anderen SSD aber nicht erreicht wird.

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Zum HDD-Teil macht der Hersteller gar keine Angaben, dabei muss sich das 7-Millimeter-Laufwerk unter dem SSD-Teil nicht verstecken. Beim Lesen und Schreiben von großen Dateien sind am Anfang der Kapazität knapp 120 MByte/s zu erreichen, in den letzten 100 GByte wie bei Festplatten üblich nur noch unter 60 MByte/s. Notebookfestplatten mit 7.200 U/Min. - die WD Black² arbeitet nur mit 5.200 Umdrehungen pro Minute - kommen allerdings schon auf gut 140 MByte/s, dann fehlt aber der SSD-Teil.

  • Core i7-3770K auf Asus P8Z77-V Pro, Intel-RST-Treiber, Windows 7 64 Bit
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  • Ubuntu, hier in der Desinfect-Distribution, erkennt die von Windows erzeugten Partitionen.
  • Windows erkennt die Black² am USB-Adapter sofort.
  • Die WD-Version von True Image mag keine älteren Versionen.
  • Nur mit WD-Laufwerk startet die WD-Version von True Image.
  • Das Installationsprogramm nach Aktivieren des HDD-Teils.
  • Auch Aida erkennt nur ein Sata-Gerät.
  • Keine proprietären Treiber, sondern die von Windows und Intels RST-Software für den Sata-Controller.
  • WDs Installationsprogramm nach getaner Arbeit.
  • Löscht man die Partitionen, erscheinen die Kapazitäten von HDD und SSD wie ein Laufwerk.
  • Datenträgerverwaltung nach Freischaltung des HDD-Teils: 2 Partitionen auf einem Laufwerk.
  • Auch Intels RST-Tool sieht nur ein Laufwerk.
  • SSD- und HDD-Teil sind in HDtach klar in der Kurve klar sichtbar.
  • WDs Installationsprogramm nach dem Start. (Screenshots: Golem.de)
  • Die WD Black², der SSD-Teil steckt unter den Leiterbahnen oben.
Core i7-3770K auf Asus P8Z77-V Pro, Intel-RST-Treiber, Windows 7 64 Bit

Dieser sorgt vor allem beim Starten von Programmen und dem Booten für mehr Tempo, im direkten Vergleich mit der Intel SSD 520 fuhr unsere geklonte Windows-Installation auf beiden Laufwerken in 25 bis 26 Sekunden hoch. Dass aktuelle SSDs auch Schreibraten von rund 500 MByte/s bieten, merkt man aber beispielsweise beim Konvertieren von großen Raw-Fotos, hier reagiert das System mit der Black² träger, sobald der Cache von Windows voll ist. Die Hauptaufgabe für die meisten SSDs im Notebook, nämlich die Reaktionsgeschwindigkeit von Windows und den Start von Programmen zu verkürzen, erfüllt der SSD-Teil aber gut.

Da SSD und HDD über einen SATA-Multiplexer verbunden sind, der die Geschwindigkeit von 6 GBit/s der einzigen Ports nicht erhöhen kann, sind Tempoeinbußen bei Zugriffen auf beide Teile nicht auszuschließen.

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Wir haben das durch Kopieren in beide Richtungen, also von SSD auf HDD und umgekehrt, auch ausprobiert. Dabei sind beide Teile stets so schnell, wie es ihre Hardware erlaubt. Wird jedoch die SSD mit Diskmark und einer 1-GByte-Datei fortlaufend belastet, lassen sich Daten von der HDD auf einer zusätzlich angeschlossenen SSD nur noch mit 80 MByte/s kopieren. Umgekehrt, mit Last auf der HDD, bleibt die SSD so schnell wie ohne die Zusatzaufgabe. In Umgebungen mit mehreren Laufwerken kann der Multiplexer unter solch extremen Umständen also durchaus bremsen.

Angesichts dieser Leistungen sollte man aber überlegen, ob für die 300 Euro der WD Black² nicht eine schnelle, aber in der Kapazität kleinere SSD die bessere Lösung ist. Laufwerke mit rund 500 GByte gibt es schon unter 300 Euro, und dann ist dieser gesamte Speicher auch noch schneller als der SSD-Teil der WD Black².

Für recht aktuelle Notebooks, die neben einem Laufwerksschacht auch noch einen Slot für mSATA-Module haben, gibt es auch noch die Alternative, neben einer mSATA-SSD eine große Festplatte zu verbauen. Das ergibt dann auch die Vorteile der Black² aus schneller SSD und viel Speicher auf der HDD.

Wenn die WD Black² unter Windows mit dem Programm des Herstellers installiert ist, läuft das Gerät mit den Standardtreibern des Betriebssystems oder denen des SATA-Controllers. In unserem Fall sind das, durch den Intel-Chipsatz bedingt, die Rapid-Storage-Treiber von Intel. Die bringen zwar keinen messbaren Geschwindigkeitsvorteil, aktivieren aber die Stromsparfunktionen von Controller und Laufwerken, was auf sehr sparsamen PCs durchaus ein paar Watt ausmachen kann. Zudem überwachen sie auch den Smart-Status der Geräte und geben bei Bedarf Warnungen aus.

Wir haben die zuvor installierte WD Black² - also mit aktivierter HDD - auch als Zusatzlaufwerk an einer anderen Windows-Installation betrieben, die vorher noch keines der Programme von Western Digital gesehen hatte. Dort wurde sie wie jedes andere neue Laufwerk auch erkannt, beide Partitionen ließen sich mit der bekannten Geschwindigkeit nutzen. Screenshots der Gerätemanager beider Installationen finden sich in der Bildergalerie dieses Artikels.

Ebenso verhielt sich das Laufwerk, als wir von einem USB-Stick das Antiviren- und Datenrettungssystem c't Desinfect auf Basis von Ubuntu-Linux booteten. Diese Distribution kann NTFS-Laufwerke lesen und schreiben und schafft das auch mit der WD Black².

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  • Ubuntu, hier in der Desinfect-Distribution, erkennt die von Windows erzeugten Partitionen.
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  • Das Installationsprogramm nach Aktivieren des HDD-Teils.
  • Auch Aida erkennt nur ein Sata-Gerät.
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  • WDs Installationsprogramm nach getaner Arbeit.
  • Löscht man die Partitionen, erscheinen die Kapazitäten von HDD und SSD wie ein Laufwerk.
  • Datenträgerverwaltung nach Freischaltung des HDD-Teils: 2 Partitionen auf einem Laufwerk.
  • Auch Intels RST-Tool sieht nur ein Laufwerk.
  • SSD- und HDD-Teil sind in HDtach klar in der Kurve klar sichtbar.
  • WDs Installationsprogramm nach dem Start. (Screenshots: Golem.de)
  • Die WD Black², der SSD-Teil steckt unter den Leiterbahnen oben.
Ubuntu, hier in der Desinfect-Distribution, erkennt die von Windows erzeugten Partitionen.

Hüten sollte man sich allerdings davor, die Partitionierung zu ändern, denn auch andere Betriebssysteme als Windows sehen das WD-Laufwerk nur als ein SATA-Gerät mit der gesamten Kapazität aus SSD- und HDD-Teil. Wird beispielsweise beim Wiederherstellen eines Backups die Partitionstabelle geändert und über die Grenze des SSD-Teils hinausgeschrieben, gibt es Fehlermeldungen. Ein Formatieren der bestehenden Partitionen mit einem anderen Dateisystem ist aber möglich, ob sich dann ohne Risiken auch ein Linux auf bestehenden Ext4-Partitionen installieren lässt, haben wir nicht weiter ausprobiert. Um den HDD-Teil nutzbar zu machen, muss die WD Black² nach bisherigem Stand und Angaben von Western Digital gegenüber Golem.de aber erst einmal an einem Windows-System installiert werden.

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schueppi 02. Dez 2013

Ich hab in einem meiner Notebooks eine 20GB Platte drin. (Cacheplatte aus einem HP) - Für...

spyro2000 29. Nov 2013

Eine HDD mit 64 GB Flashpuffer aufwärts hätte ich sofort gekauft aber diesem Teil...

Ach 29. Nov 2013

Ich muss nicht lange nachdenken um mir Szenarien auszudenken, in denen sich eine...

barforbarfoo 28. Nov 2013

Mit LVM wäre das auch unter Linux nutzbar, die Lösung bleibt aber unschön.

tibrob 28. Nov 2013

Oder aktuell bei Amazon eine 960 GB für 379 ¤ .... ist zwar preislich interessant, aber...



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