Waymo: Versuchter Robotaxi-Diebstahl geht nach hinten los

Fast zwei Stunden hat sich der Tatverdächtige geweigert, aus dem stehenden Waymo-Fahrzeug auszusteigen. Dann wurde er festgenommen.

Artikel veröffentlicht am , Marc Stöckel
Ein Robotaxi von Waymo auf offener Straße
Ein Robotaxi von Waymo auf offener Straße (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)

Am Samstag soll in der US-Stadt Los Angeles ein 34-jähriger Mann festgenommen worden sein, der versucht hat, ein selbstfahrendes Auto von Waymo zu stehlen. Einem Bericht der Los Angeles Times zufolge war der Tatverdächtige am Samstagabend um 22:30 Uhr örtlicher Zeit in das Fahrzeug eingestiegen, nachdem dieses einen Fahrgast abgesetzt hatte.

Das Supportteam von Waymo habe den Mann, den das Unternehmen als "unbefugten Fußgänger" bezeichnet, dazu aufgefordert, das Auto zu verlassen. Die Weiterfahrt des Fahrzeugs wurde dabei offenkundig durch Waymo unterbunden. Das Auto habe sich während des gesamten Vorfalls nicht bewegt, da ein unbefugter Insasse identifiziert worden sei, heißt es.

Der Forderung, das Fahrzeug zu verlassen, sei der ungebetene Gast jedoch nicht nachgekommen, woraufhin Waymo die Polizei kontaktiert habe. Am Sonntag gegen 0:15 Uhr sei der 34-Jährige dann wegen des Verdachts auf schweren Autodiebstahl verhaftet worden. Zu Verletzungen oder Beschädigungen sei es nicht gekommen.

Waymo fährt seit mehr als einem Jahr durch L.A.

Bei Waymo handelt es sich um eine Tochtergesellschaft des Google-Mutterkonzerns Alphabet, die sich auf die Entwicklung autonomer Fahrzeuge spezialisiert hat. In Los Angeles testet das Unternehmen seine selbstfahrenden Autos seit mehr als einem Jahr und darf im Rahmen dieses Testprogramms auch Passagiere befördern.

Auch in San Francisco dürfen die autonomen Fahrzeuge von Waymo seit August 2023 zahlende Fahrgäste transportieren. Im Februar 2024 wurde das Unternehmen dort jedoch zum Ziel von Vandalismus: Eine Menschenmenge hatte die Scheibe eines Waymo-Robotaxis eingeschlagen und das Fahrzeug auf offener Straße unter Einsatz eines Feuerwerkskörpers in Brand gesetzt.

Der Waymo-Konkurrent Cruise stellte Ende 2023 sämtliche Robotaxi-Fahrten ein, nachdem eines seiner Fahrzeuge in einen Unfall mit einer Fußgängerin verwickelt war. Die Frau wurde Anfang Oktober 2023 von einem anderen Fahrzeug angefahren und vor das fahrerlose Robotaxi geschleudert. Letzteres schleifte die Fußgängerin dann mehrere Meter über die Straße, während es automatisch an den Straßenrand fuhr.

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