Waymo: Selbstfahrendes Auto der 6. Generation vorgestellt

Waymo stellte am 19. August 2024 auf seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) die 6. Generation seiner selbstfahrenden Autos vor. Bei dieser sollen die Kosten durch die Reduzierung vieler Sensoren deutlich niedriger liegen.
Statt der bisher eingesetzten 29 Kameras, sind nur 13 nötig. Die Anzahl der Laser-Radare wurde von fünf auf vier reduziert. Ohne eine genaue Anzahl werden externe Audioempfänger, sogenannte EARs, als Teil der neuen Sensor-Suite angeführt.
Laut Waymo haben diese Einsparungen keinen Einfluss auf die Sicherheit, da weiterhin bis zu 500 Meter weit reichende, sich überlappende Sichtfelder rund um das Fahrzeug für die Auswertung der Umgebung zur Verfügung stehen. Diese sollen zuverlässig bei Tag und Nacht sowie bei unterschiedlichen Wetterbedingungen funktionieren.
Zukünftige Generationen werden immer schneller entwickelt
Da die Autos über einen langen Zeitraum ohne manuelle Betreuung unterwegs sind, wurden vorbeugende Maßnahmen getroffen, um die Sensoren vor Umwelteinflüssen zu schützen. Auch die Auswirkungen von Winterwetter auf die Fahrzeuge wurden untersucht und die Ergebnisse in die Entwicklung der 6. Generation mit einbezogen.
Ohne weitere Details ist lediglich von Schutzstrategien und erheblichen Reserven die Rede, die eine zuverlässige Leistung auch unter widrigen Bedingungen gewährleisten sollen. In den Tests seien die autonomen Fahrzeuge mit extremer Hitze, Regen, Nebel und Hagel zurechtgekommen.
Während Testfahrten auf "mehreren Tausend Meilen" konnte das System reale Fahrerfahrung sammeln und wurde zusätzlich in Simulationen angelernt. Es greife außerdem auf die Daten der vorherigen Generationen zurück, was dafür gesorgt habe, dass die Trainingsmeilen der Basismodelle reduziert werden konnten.
Jede neue Generation der Selbstfahrtechnik kann laut Waymo durch die Informationen der vorherigen Generationen schneller entwickelt werden. Welchen Eindruck Golem.de von Waymos selbstfahrenden Autos hatte, haben wir in der Reportage unseres Besuchs in San Francisco festgehalten.