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Waymo-Projekt: Fahrerlose Taxis könnten schon in diesem Herbst starten

Alphabet-Chef Larry Page hat es angeblich eilig mit dem praktischen Einsatz autonomer Taxis. Trotz einiger Probleme soll ein Test von Firmentochter Waymo in Arizona kurz bevorstehen.
/ Friedhelm Greis
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Selbstfahrender Chrysler Pacifica mit Sensoren auf dem Dach (Bild: FCA)
Selbstfahrender Chrysler Pacifica mit Sensoren auf dem Dach Bild: FCA

Die Alphabet-Firmentochter Waymo will angeblich in den kommenden Monaten selbstfahrende Taxis ohne menschlichen Fahrer auf die Straße bringen. Wie das US-Medium The Information berichtet (Paywall(öffnet im neuen Fenster)), sollen die Autos zunächst in einem Vorort von Phoenix im Bundesstaat Arizona eingesetzt werden. Google hatte im April 2016 mit den Tests in Phoenix begonnen. Seit Anfang 2017 ist die inzwischen ausgegliederte Firmentochter Waymo mit umgebauten Fiat-Chrysler-Minivans in dem Wüstenstaat unterwegs.

Ars Technica berichtet(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf The Information, dass Alphabet-Chef Larry Page Druck auf Waymo ausgeübt haben soll, die selbstfahrenden Autos zur Marktreife zu bringen. Der Start im vergangenen Jahr sei verzögert worden, weil es nicht gelungen sei, sich mit dem Autohersteller Ford auf die Produktion von Testwagen zu einigen. Stattdessen hatte Google im Mai 2016 mit Fiat Chrysler den Bau von 100 autonomen Autos auf Basis des Minivans Pacifica vereinbart.

Notfallsteuerung durch Kontrollzentrum

Das Gebiet im Phoenix-Vorort Chandler sei für selbstfahrende Autos besonders gut geeignet: das Wetter warm und trocken, die Straßen breit und gut unterhalten, zudem gebe es wenig Fußgänger. Die gesetzlichen Hürden seien in Arizona ebenfalls niedrig. Demnach ist der Einsatz von selbstfahrenden Autos sogar ohne Testfahrer erlaubt, wenn die Fahrzeuge von den Ferne aus gesteuert werden können.

Diesen Ansatz will dem Bericht zufolge auch Waymo verfolgen. So habe das Unternehmen ein Kontrollzentrum aufgebaut, mit dem sich die autonomen Autos in Echtzeit verbinden können. Dort sollen menschliche Operateure aushelfen, wenn die Autos mit einer Situation überfordert seien und nicht von sich aus die Fahrt fortsetzen könnten.

Probleme beim Linksabbiegen

Doch das funktioniere bisweilen nicht wie gewünscht. So hätten die Testfahrer manchmal das Steuer übernehmen müssen, weil die Operateure im Kontrollcenter zu lange gebraucht hätten, um auf den Hilferuf des Autos zu reagieren. Um solche Probleme künftig zu vermeiden, müsse Waymo zahlreiche Operateure einstellen und ausbilden, hieß es weiter.

Darüber hinaus hätten die Autos weiterhin Probleme beim Linksabbiegen. Vor allem, wenn es dafür keine eigene Ampelschaltung gebe. Auch mit Sackgassen seien die Autos überfordert. Eine Herausforderung stellten zudem große Parkplätze bei Einkaufszentren dar, da diese privaten Gelände nicht in 3D kartiert seien.

Zu wenig Testautos

Ein weiteres Problem: Von den 100 Testautos sollen wegen verschiedener technischer Probleme nur 50 im Einsatz sein. Eine Lieferung von 500 weiteren Minivans verzögere sich wegen einer Rückrufaktion für alle Pacificas.

Laut Ars Technica ist es daher unklar, ob Waymo tatsächlich schon in diesem Jahr mit den fahrerlosen Autos startet oder ob sich der Testbetrieb bis ins kommende Jahr verzögert. Aber selbst dann dürfte Waymo der Konkurrenz noch um einiges voraus sein.


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