Waymo Ojai: Waymo bietet erste Fahrten mit speziell angefertigtem Robotaxi an
Waymo hat den Start seines neuen Robotaxi-Modells Ojai in Los Angeles, Phoenix und San Francisco angekündigt. Der Minibus steht zunächst ausgewählten Kunden für kostenlose Fahrten zur Verfügung, bevor die Nutzung des Fahrzeugs ausgeweitet werden soll. Auch Städte wie Denver, Las Vegas und San Diego sollen den Ojai bekommen.
Der Ojai ist speziell für Waymos Robotaxi-Dienst gebaut worden, Hersteller ist das chinesische Unternehmen Zeekr. Bisher hat Waymo hauptsächlich auf umgebaute Autos anderer Hersteller gesetzt, in den letzten Jahren vor allem auf den E-Pace von Jaguar. Der Zeekr ist besser auf die Bedürfnisse von Robotaxi-Nutzern zugeschnitten. Andere Robotaxi-Unternehmen bieten bereits spezielle Fahrzeuge für ihre Dienste an, etwa Zoox.
Der Minibus hat zwei Sitzreihen für Passagiere mit insgesamt sechs Plätzen. Zwar gibt es auch einen Fahrer- und einen Beifahrersitz sowie ein komplettes Armaturenbrett samt Lenkrad. Die vorderen Plätze sollen von Kunden aber offenbar nicht verwendet werden: Es gibt keine Fahrer- oder Beifahrertür. Dass Waymo trotzdem noch ein komplettes Cockpit verbaut hat, dürfte das Rangieren durch Mitarbeiter erleichtern.
Drei Bildschirme und Beschriftung in Braille
Der Ojai hat drei Bildschirme, die Nutzer über die aktuelle Fahrt informieren und auch eine Kontaktmöglichkeit mit einem Waymo-Operator ermöglichen – im Fall eines Problems. Nutzer mit Sehstörungen können einen Bildschirm-Vorlesemodus aktivieren, außerdem sind die verschiedenen Knöpfe im Ojai auch in Braille beschriftet.
Ausgestattet ist der Ojai mit Waymos neuer sechster Technologiegeneration. Bei dieser konnte die Anzahl der Kameras reduziert werden, ohne die Genauigkeit zu verschlechtern. Möglich macht das eine bessere Auflösung. Ergänzt werden die Kamerabilder durch Lidar und Radar.
Das Lidar-Modul der sechsten Generation ist Waymo zufolge kostengünstiger als zuvor und soll den Kamerabildern Entfernungsangaben liefern. Das Radar soll mehr Daten als zuvor erfassen und ebenfalls günstiger sein. Neue Algorithmen sollen vor allem die Leistung bei Regen und Schnee verbessern.
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