Waymo: Begeisterung für Technik schlägt die Mehrkosten für Robotaxi
40 Prozent teuer als Lyft und 30 Prozent teurer als Uber – so viel mehr zahlen Kunden im Durchschnitt, wenn sie in Los Angeles statt einer der beiden bekannten Ridesharing-Apps eine Fahrt in einem Waymo-Fahrzeug buchen. Dies ergab eine Studie der Preisvergleichs-App Obi(öffnet im neuen Fenster) .
Obi verglich für diese Studie die Preise von 90.000 angebotenen Fahrten durch Waymo, Lyft und Uber im Zeitraum von März bis April 2025.
Waymo bis zu 11 US-Dollar teurer
Mit durchschnittlich 7,99 US-Dollar pro Kilometer war Lyft im Vergleich der günstigste Anbieter, bei Uber zahlten Kunden im Schnitt 8,36 US-Dollar. Waymos Robotaxis schlugen mit 11,22 US-Dollar zu Buche.
Während der Hauptverkehrszeiten am Abend stieg diese Differenz nochmals deutlich: Für eine vergleichbare Fahrt in einem Robotaxi von Waymo zahlten Kunden 11 US-Dollar mehr als bei der Konkurrenz.
Eine mögliche Begründung für diese Preisdifferenz ist die begrenzte Flotte an Waymo-Fahrzeugen. Werden zu Stoßzeiten mehr Robotaxis gebucht, steigen die Kosten für die verbliebenen Fahrzeuge als Effekt von Angebot und Nachfrage.
Kunden akzeptieren höhere Preise für neue Technologie
Die Studie analysierte auch, woher das große Interesse nach autonomen Fahrten kommen könnte. Dafür führte Obi Umfragen in drei amerikanischen Städten durch, die aktuell von Waymo bedient werden.
Der häufigste Grund für die Fahrt mit einem Robotaxi sei demnach die Freude am Nutzen neuer Technologie, wie 80 Prozent der Befragten angaben. Die größten Bedenken gab es laut dieser Studie im Punkt Sicherheit, das gaben 74 Prozent der Befragten als Sorge an.
Obi selbst scheint von den Ergebnissen der Studie überrascht. "Ich hätte nicht erwartet, dass die Verbraucher bereit sind, bis zu 10 Dollar mehr zu bezahlen. Ich denke, das spricht für ein echtes Gefühl der Begeisterung für Technologie, Neuheiten und eine echte Vorliebe, manchmal ohne Fahrer im Auto zu sitzen," sagte dazu Obi Chief Revenue Officer, Ashwini Anburajan, gegenüber Techcrunch(öffnet im neuen Fenster) .



