Wayland: Compositors bekommen einheitliche Eingabe-Bibliothek
Es ist bereits seit einiger Zeit absehbar, dass die Referenzimplementierung eines Wayland-Compositors, Weston, von Projekten wie Gnome und KDE nicht verwendet wird, stattdessen werden sie eigene Compositors benutzen. Damit diese eine gemeinsame Basis zum Umgang mit Eingabegeräten nutzen können, hat das Wayland-Team den entsprechenden Weston-Code in die Bibliothek Libinput ausgelagert und nun in einer ersten Version veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) .
Die Bibliothek erkennt Eingabegeräte und kann benutzt werden, um deren Ereignisse zu verarbeiten sowie davon zu abstrahieren, wodurch der Code externer Anwendungen, die auf Libinput zugreifen, gering gehalten werden soll. Das API ist ereignisbasiert und bietet Zugriff auf generische Ereignisse sowie auf gerätespezifische.
Noch versprechen die Entwickler von Libinput keine API- und ABI-Stabilität. Derzeit seien aber keine größeren Veränderungen geplant, so dass die Anpassungen an eigenen Code künftig nicht besonders schwierig werden sollten. Die Bibliothek unterstützt bereits eine Vielzahl von verschiedenen Ereignissen. So gibt es etwa Patches für Multitouch-Touchpads(öffnet im neuen Fenster) , die das Antippen und Scrollen mit mehreren Fingern ebenso ermöglichen wie auch Drag-and-Drop.
Der Code zu Libinput 0.1 steht zum Download(öffnet im neuen Fenster) über Freedesktop.org oder via Git(öffnet im neuen Fenster) bereit. Die Entwicklung geschieht derzeit hauptsächlich durch den Opera-Angestellten Jonas Ådahl sowie den Red-Hat-Mitarbeiter Peter Hutterer.
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