Wayland: Asahi-Linux warnt vor Nutzung von X11
Der Hauptentwickler des Asahi-Linux-Projekts, Hector Martin, bittet die Nutzer des Projekts auf Mastodon eindrücklich darum(öffnet im neuen Fenster) , auf die Verwendung des X.org-X-Servers zu verzichten. Bereits im Herbst 2020 bezeichnete der Linux-Grafikentwickler Daniel Vetter den X.org-X-Server als "Abandonware" , da dieser nicht mehr gepflegt werde. Dieses Argument wiederholt nun auch Martin.
Der Entwickler schreibt über den Server: "Er wird so gut wie gar nicht gewartet, ist in grundlegender Hinsicht fehlerhaft, was nicht behoben werden kann, ist für moderne Anzeigegeräte ungeeignet, und wir haben absolut nicht die Bandbreite, um Zeit darauf zu verwenden." Mit möglichen Inkompatibilitäten müsse man leben, es sei Zeit voranzugehen, so Martin.
Ziel des Asahi-Linux-Projekts sei eine hochwertige Unterstützung von Linux-Desktops auf Geräten mit Apple-Silicon, "aber wir müssen unsere Kämpfe sehr sorgfältig auswählen, denn wir können nicht im Alleingang alle Probleme im gesamten Linux-Desktop-Ökosystem beheben." Zwar gebe es Dinge, die unter X11 auf anderen Plattformen oder in anderen Distros besser liefen, dies liege wohl aber nur an daran, dass diese Jahre damit verbracht hätte, Bugs auszubügeln, so Martin. Für eine neue Plattform sei die Unterstützung des X.org-X-Servers aber schlicht "sinnlos" .
Der einzige Grund, warum Asahi Linux bisher auf X11 setze, liege daran, dass die Alternative Wayland mit einem Software-Rendering langsamer sei. Mit den Linux-GPU-Treibern des Projekts ändere sich das aber, und das Projekt werde bald in einem Update auf die neuen GPU-Treiber und das moderne Display-Protokoll Wayland wechseln. Für X-Anwendungen ohne Wayland-Support gibt es weiterhin XWayland.
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