Watson: IBMs Ratekönig zieht in die Cloud

Der kognitive Supercomputer Watson, der auch Menschen im Quiz besiegen kann, soll bald für zahlreiche Anwendungen verfügbar gemacht werden. Dazu arbeitet IBM an einer eigenen Cloud-Lösung, die auch für andere Firmen geöffnet werden soll.

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Der erste Watson von 2011
Der erste Watson von 2011 (Bild: IBM)

IBM will seine Watson-Technik als Cloud-Lösung anbieten. Das sagte der Technikchef von Watson, Rob High, der PC World. Watson sorgte Anfang 2011 für Schlagzeilen, weil er dank spezieller Software mit kognitiver Entscheidungsfindung der erste Computer war, der Menschen im Ratespiel Jeopardy besiegen konnte.

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Dazu war noch ein einzelner Rechner mit 2.900 Kernen mit 15 Terabyte RAM entworfen worden, inzwischen hat IBM das System modularisiert. Die kleinste Watson-Einheit besteht nur noch aus 16 Kernen mit 256 GByte RAM. Diese Bausteine lassen sich aber kombinieren, um größere Computer zu erhalten.

Nach ersten Erfolgen in der Medizintechnik will IBM nun die Rechenzeit auf solchen Watson-Systemen vermieten. Die Programme dafür sollen Drittfirmen erstellen und so komplette Cloud-Lösungen anbieten. Dafür will IBM ein Watson-API bereitstellen, und auch einen Onlineshop für Watson-Programme. Das Ziel ist aber nicht nur, wie beispielsweise Amazon oder Microsoft es tun, Rechenzeit in der Cloud anzubieten.

Vielmehr sollen die Watson-Lösungen auf die Fähigkeiten des Systems zugeschnitten sein, das Zusammenhänge erkennen und Schlussfolgerungen ziehen kann. Eine Anwendung sieht Rob High von IBM in einfachen Kundengesprächen mit der Maschine. Bereits Mitte 2012 hatte IBM angekündigt, Watson solle sich per Cloud auch über Smartphones abfragen lassen, nun sollen das offenbar Drittfirmen übernehmen.

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IBM meint es mit der Entwicklung eines Ökosystems rund um Watson durchaus ernst. Laut der New York Times hat das Unternehmen in den vergangenen beiden Jahren für die Weiterentwicklung von Watson rund 2 Milliarden US-Dollar ausgegeben, unter anderem für den Kauf des Cloud-Unternehmens Softlayer.

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