Viele nützliche Kleinigkeiten - aber auch weiterhin Bugs
WatchOS 2 bietet neben den beiden großen Neuerungen Komplikationen und native Apps auch einige Dinge, die klein, aber fein sind. Wer will, kann jetzt etwa die Anzeigedauer des Bildschirms nach einem Tapser auf 75 Sekunden erhöhen. Dazu passend gibt es neue animierte Uhrenansichten. Die kurzen Videos von Städten im Uhrenhintergrund sind aber nur eine Spielerei.
Wesentlich interessanter ist der Nachttischmodus. Wird die Uhr geladen auf die Seite gelegt, gibt es eine neue Uhrenansicht im Querformat mit der direkten Anzeige der Weckzeit. Die Knöpfe der Uhr werden zudem umdefiniert. Der eine aktiviert den Schlummermodus, der andere bestätigt den Weckalarm. Leider bleibt das Display nicht dauerhaft an, sondern schaltet sich ab. Die klassische Nachttischuhr kann man mit der Apple Watch also nicht entsorgen. Das Display reaktiviert sich aber wieder, und zwar wenige Minuten vor dem Alarm. Wir haben allerdings die Angewohnheit, genau in dieser Phase des Schlafs definitiv nicht in Richtung Uhr zu schauen. Es ist aber auch möglich, das Uhrendisplay im komatösen Halbschlaf zu reaktiviern: Zumeist genügt es, einmal auf den Nachttisch zu hauen, damit die Uhr registriert, dass der leicht wache Nutzer vielleicht einen Blick auf die Uhrzeit werfen will. Ein präzises Treffen der Uhr ist nicht nötig.
Ebenfalls interessant ist die Time-Travel-Funktion, die in Apps auf dem Ziffernblatt über die Komplikationen funktioniert. Ein Dreh an der Krone stellt die Zeit virtuell vor. Komplikationen, die damit umgehen können, schalten dann in die Zukunft. Apples Kalender-Komplikation zeigt so die passenden Termine zur virtuellen Uhrzeit. The Weather Channel wechselt in einen Wettervorhersagemodus.
Für den Fall eines Diebstahls ist die Funktion interessant, die Uhr mit der Apple ID zu verknüpfen. So kann ein Finder mit dem Gerät nichts anfangen.
Leider nicht fehlerfrei
Aber auch mit WatchOS 2 sehen wir noch immer einige Fehler im Betriebssystem. Mitunter werden die App-Icons nicht synchronisiert. Apps lassen sich dann nicht erkennen. Das Koppeln von iOS-Apps mit ihrem Watch-OS-Pendant ist zudem nicht immer zuverlässig, was aber offensichtlich an den App-Entwicklern liegt. Möglicherweise sind die Schnittstellen für Apple aber auch das Problem. Etwas seltsam ist ein Fehler bei den Uhrenansichten bei der Nutzung eigener Fotos: In der Voransicht ist das Foto noch sichtbar. Wählen wir die Uhrenansicht dann jedoch aus, bleibt der Bildschirm bis auf die Uhrzeit und das Datum schwarz.
Zuweilen kommen auch kleine Leistungshänger vor. Selbst beim Wechsel von Uhrenansichten gibt es kurze Aussetzer. Dann lässt sich weder scrollen noch zwischen den Ansichten wechseln. Meist bleibt das nur im Bereich von einer Sekunde, nervt aber doch in der Regelmäßigkeit.
Probleme hatten wir zudem mit der allgemeinen Stabilität bei der Nutzung vieler Apps. Dabei ist nicht die totale Anzahl der Apps gemeint, sondern die konstante Nutzung jener Apps im Wechsel zueinander. Zwar stürzt die Uhr nicht ganz ab, allerdings kam es durch das ständige Wechseln zwischen Apps irgendwann dazu, dass alle neuen App-Startversuche zu einem Absturz der App führten - meist direkt beim Start, selten mitten in der Nutzung. Als Problemlösung kann es helfen, eine App drei- bis viermal zu starten, irgendwann gelingt der Startvorgang dann. Komplett lösen lässt sich das Problem mit dem Neustart der Uhr. Hier muss Apple nacharbeiten. Nach ein paar Tagen der Nutzung die Uhr neu starten zu müssen, zeugt nicht von hoher Softwarequalität.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed
| Komplikationen sind kompliziert und die Watch-OS-Installationsmechanismen sowieso | Fazit und Verfügbarkeit von WatchOS 2 |










Das ist ja der Witz an der Sache... die ganzen Uralt-Geräte konnten das. Ich weiß es...
Also wenn sich ein Informatiker mit biologischer Zellchemie auf Nuklearbasis auskennt...
Gran-di-os!
Keine Angst. Es ging mir genauso.