Eigentlich gibt es jetzt drei Arten von Apps
Mit WatchOS 2 hat Apple den App-Entwicklern die Möglichkeit gegeben, auf die Hardware zuzugreifen, vor allem auf die Sensorik. Das Mikrofon nutzen oder auch den Schrittzähler - das können App-Entwickler erst mit WatchOS 2.
Damit hat Apple zwar einen großen Schritt in die richtige Richtung getan, doch für den Anwender stellen sich ein paar Probleme: Der Mehrwert der Apps für WatchOS 2 lässt sich nicht immer einfach erkennen. Im Prinzip gibt es derzeit drei App-Arten: Watch-OS-1-Apps, Watch-OS-1-Apps mit Anpassungen an WatchOS 2 und die höchste Qualitätsstufe: native Apps für WatchOS 2.
Wer sich die Changelogs der Apps anschaut, wird sie meist korrekt zuordnen können und weiß dementsprechend, ob sich die Installation lohnt. Denn unsere bisherige Erfahrung ist: Apps der ersten Generation sind teils extrem langsam. Natürlich würden wir als Anwender deshalb sehr gerne mit Sicherheit erfahren, ob eine App nativ ist. Über die Zeit sollte sich dieses Problem allerdings lösen.
So manche Watch-OS-2-App wird nicht beschleunigt
Bisher sind die Ergebnisse nicht immer erfreulich: Die Nahverkehrs-App Citymapper beispielsweise braucht auch mit Watch-OS-2-Anpassung über 6 Sekunden für den Start. Erst gecachet startet die App erträglich in unter zwei Sekunden. Zudem hat die App schon beim Scrollen erhebliche Leistungsprobleme. Wir gehen davon aus, dass Citymapper weiterhin eine Watch-OS-1-App lediglich mit Anpassungen an WatchOS 2 ist, wie etwa die Unterstützung von virtuellen mechanischen Uhrwerk-Komplikationen, die Citymapper nun anbietet.
Sehr viel besser sind von Apple direkt beworbene Apps. Wir haben dafür iTranslate und The Weather Channel ausprobiert. Letztere unterstützt sogar die Time Travel genannte Funktion für den Blick in die Zukunft. Wettervorhersage ist ein essentieller Bestandteil jeder Wetter-App und funktioniert dank des Drehs an der Krone ziemlich gut. Der Nutzer muss sich aber erst einmal daran gewöhnen, dass mit der Krone nicht nur gescrollt wird, sondern auch andere Aktionen möglich sind. The Weather Channel zeigt zudem eindrucksvoll, wie schnell eine Dritthersteller-App trotz recht vieler Funktionen starten kann. Für den Europäer ist die App aber nur bedingt interessant; sie gibt Temperaturen in Grad Fahrenheit an. Probleme macht sie zudem, wenn keine Internetverbindung besteht. Dann gibt es sogar Fehlermeldungen, die sich nicht wegklicken lassen.
Die App iTranslate ist interessant für alle, die viel reisen. Die Entwickler nutzen den Zugriff auf das Mikrofon, den sie mit WatchOS 2 haben. Die App startet sehr schnell und nimmt anschließend Ton auf, der in eine andere Sprache übersetzt werden kann. Deren Aussprache lässt sich außerdem ausgeben. Hier zeigt sich allerdings eine grundsätzliche Schwäche der Apple Watch: Die Datenübertragung für das Ton-Sample dauert lange. Daran ändert auch WatchOS 2 nichts.
Es gibt auch einige Apple-Apps, die noch immer stellenweise lahmen. Das gilt insbesondere für die Karten-App: Mitunter ist der Griff zum Gerät in der Hosentasche schneller als der Versuch, sich Kartenmaterial auf der Smartwatch anzeigen zu lassen. Solche anscheinend rechenintensiven, systemintegralen Funktionen sind es, die die Apple Watch an ihre Grenzen bringen.
Andere Apps, die Zugriff auf die Hardware haben, starten beim ersten Mal trotzdem recht langsam. Die Deutsche-Bahn-App braucht etwa rund 7 Sekunden für den Start. Das ist so langsam wie viele andere Apps auch. Die Zeiten variieren allerdings und hängen ein wenig vom Lastzustand der Uhr ab. Ist eine App zudem erst einmal gestartet, braucht der zweite Start meistens nur noch 1 bis 3 Sekunden. Auch das variiert allerdings.
Die Anzahl der Apps ist noch überschaubar. Die ersten zeigen aber schon, dass sich das Upgrade lohnt, und in den nächsten Wochen und Monaten dürften mehr folgen. Doch um die Vorteile von WatchOS 2 zu nutzen, braucht es nicht unbedingt Zugriff auf die Sensorik. Mit neuen Apps kommen auch meist neue Komplikationen.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed
| WatchOS 2 im Test: Komplizierte Komplikationen und nicht ganz so schnelle Apps | Komplikationen sind kompliziert und die Watch-OS-Installationsmechanismen sowieso |










Das ist ja der Witz an der Sache... die ganzen Uralt-Geräte konnten das. Ich weiß es...
Also wenn sich ein Informatiker mit biologischer Zellchemie auf Nuklearbasis auskennt...
Gran-di-os!
Keine Angst. Es ging mir genauso.