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Watch GT Runner 2 im Test: Läuft Huaweis Sportuhr der Garmin Forerunner davon?

Leicht und ausdauernd: Huawei greift mit der Watch GT Runner 2 Garmin an – mit viel Laufkompetenz, aber kleinen Schwächen im Detail.
/ Peter Steinlechner
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Huawei Watch GT Runner 2 (Bild: Peter Steinlechner / Golem)
Huawei Watch GT Runner 2 Bild: Peter Steinlechner / Golem
Inhalt
  1. Watch GT Runner 2 im Test: Läuft Huaweis Sportuhr der Garmin Forerunner davon?
  2. Huawei Watch GT Runner 2: Verfügbarkeit und Fazit

Mit der im September 2025 veröffentlichten Highend-Sportuhr Watch GT 6 Pro hat Huawei spannende neue Funktionen für Radfahrer gebracht, darunter erstmals eine virtuelle Schätzung der eigenen Leistung und FTP ohne Powermeter.

Nun legt der Hersteller mit der Watch GT Runner 2 ein kleineres und günstigeres Wearable speziell für Läufer vor. Wichtigster Konkurrent ist die Garmin Forerunner 970, die in dieser Klasse als Referenz gilt.

Huawei hat bei seiner neuen Sportuhr angeblich eng mit der Lauflegende Eliud Kipchoge zusammengearbeitet. Es gibt einen speziellen Marathonmodus mit Pace-Analysen und Hinweisen zur Energiezufuhr. Dazu kommen Funktionen wie Running Power und eine algorithmische Laktatschwellen-Schätzung.

Technisch setzt die Watch GT Runner 2 auf eine neue 3D-Floating-Antennenarchitektur, mit der ich meine Position bei GPS-Aktivitäten besonders genau verfolgen können soll.

Das AMOLED-Display ist hell, kontrastreich und auch in strahlender Sonne sehr gut ablesbar. Die Bedienung mit ihrer Kombination aus Touch und Tasten funktioniert zuverlässig.

Das Gehäuse aus Titan ist mit 43,5 Gramm angenehm leicht und etwas kompakter als viele vergleichbare Modelle. Im Vergleich ist die Forerunner 970 deutlich größer, bietet dafür aber mehr Platz für Zusatzfunktionen und Tasten.

Huawei Watch GT Runner 2 und Garmin Forerunner 970
Huawei Watch GT Runner 2 Forerunner 970
Größe 43,5 × 43,5 × 10,7 mm 47 x 47 x 12,9 mm
Gewicht Gehäuse 34,5 Gramm 56 Gramm
Display Größe / Auflösung / maximale Helligkeit 1,32 Zoll AMOLED / 466 × 466 Pixel / bis zu 3.000 Nits 1,4 Zoll / 454 x 454 Pixel
Akkulaufzeit Smartwatch Geste bis zu 14 Tage (Herstellerangabe) bis zu 15 Tage (Herstellerangabe)
Akkulaufzeit Smartwatch Always-on bis zu 6 Tage typische Nutzung (Schätzung) bis zu 8 Tage (Schätzung)
Akkulaufzeit GPS-Aktivitäten bis zu 32 Stunden (Herstellerangabe) bis zu 26 Stunden (Herstellerangabe)
wasserbeständig 5 ATM 5 ATM

Das sogenannte Airdry-Armband der Huawei sitzt auch bei längeren Einheiten sehr komfortabel. Es lässt sich gut auswaschen und trocknet schön schnell. Neben der etwas exzentrischen orange-lila-weißen Version (gefällt mir) gibt es auch eine von hell- nach dunkelblau verlaufende sowie eine vollständig schwarze Version. Alternativ kann man auch andere Standardbänder mit einer Breite von 22 mm befestigen.

Im Alltag und Training überzeugt die GT Runner 2 vor allem mit ihrer übersichtlichen Aufbereitung der Daten. Trainingsaufzeichnungen lassen sich auf der Uhr gut nachvollziehen, dazu kommen ein schlüssiger Trainingsstatus mit Running Ability und Belastungsanalyse sowie ein ordentlich gemachtes Ernährungs- und Food-Logging.

Auch Gesundheitsfunktionen sind reichlich vorhanden, darunter EKG, Analyse der arteriellen Steifigkeit, SpO2-Messung und Auswertungen zum emotionalen Wohlbefinden – das kennen wir aber alles schon von anderen halbwegs neuen Wearables von Huawei. Die Auswertungen erfolgen in der App auf iOS und Android, eine Webseite gibt es nicht.

Ein zentrales Feature der Watch GT Runner 2 ist der Marathonmodus. Die Uhr empfiehlt nicht nur einzelne Trainingsläufe, sondern will mich auch im Wettkampf unterstützen. Während eines Marathons liefert sie kontinuierlich Daten zur aktuellen Pace, zur Laufleistung und zur Belastung und gleicht diese mit den zuvor definierten Zielwerten ab.

Ergänzt wird das durch Hinweise zur Energiezufuhr, etwa wann es sinnvoll ist, Kohlenhydrate oder Flüssigkeit aufzunehmen. Im Zusammenspiel mit der integrierten Laktatschwellen-Schätzung und der Laufleistungsmessung ergibt sich ein Komplettsystem für Trainingssteuerung und Renneinteilung.

Huawei setzt auf datenbasierte Empfehlungen am Handgelenk, ohne zusätzliche Sensoren vorauszusetzen. Das funktioniert beim Ausprobieren überraschend gut und richtet sich nicht nur an Profis, sondern auch an ambitionierte Hobbyläufer wie mich, die ihr Tempo im Wettkampf besser kontrollieren wollen. Bei einem Marathon-Wettkampf konnte ich das allerdings nicht testen.


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