• IT-Karriere:
  • Services:

Wasserverbrauch: Musk verteidigt Gigafactory als umweltfreundlich

Nach Kritik aus der Bevölkerung hat sich Tesla-Chef Elon Musk persönlich in die Debatte um die geplante Gigafactory für Elektroautos in Brandenburg eingeschaltet. Auch die Landesregierung sieht die Gerüchteküche brodeln.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Auf dem Gelände für die geplante Gigafactory wird derzeit nach Weltkriegsmunition gesucht.
Auf dem Gelände für die geplante Gigafactory wird derzeit nach Weltkriegsmunition gesucht. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Tesla-Chef Elon Musk will beim Bau der geplanten Elektroautofabrik im brandenburgischen Grünheide auf die Bedenken der Bevölkerung eingehen. "Es klingt so, als müssten wir ein paar Dinge klären! Tesla wird nicht täglich so viel Wasser verbrauchen", twitterte Musk als Antwort auf einen Bericht, wonach die neue Gigafactory 4 (GF4) pro Stunde 372 Kubikmeter Wasser benötige. "Dies ist möglicherweise ein seltener Spitzenverbrauch, aber kein tägliches Ereignis", fügte Musk hinzu. Mit Blick auf die geplante Rodung von bis zu 153 Hektar Kiefernwald schrieb er: "Dies ist auch kein natürlicher Wald - er wurde für die Papierproduktion gepflanzt und nur ein kleiner Teil wird für die GF4 verwendet". Die Fabrik werde "absolut unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeit und Umweltaspekten entworfen".

Inhalt:
  1. Wasserverbrauch: Musk verteidigt Gigafactory als umweltfreundlich
  2. Tesla muss Gefahren für Umwelt ausschließen

Der geplante Bau der Elektroautofabrik wird in Grünheide kontrovers diskutiert. Viele Bewohner fürchten, dass Tesla für die Wasserversorgung eigene Brunnen bohren könnte und dadurch der Grundwasserspiegel weiter sinkt. Auch der zuständige Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE) hatte erklärt (PDF): "Gegenwärtig kann weder die Trinkwasserversorgung noch die Schmutzwasserentsorgung in dem von Tesla gewünschten Zeitrahmen gewährleistet werden."

Gigafactory als "Baumplantage"

Diese Bedenken will die Landesregierung aber inzwischen ausgeräumt haben. Zudem soll Tesla in der vergangenen Woche angekündigt haben, die Menge auf 238 Kubikmeter zu senken. Laut Umweltverträglichkeitsprüfung (PDF, S. 29) geht Tesla von einem Wasserbedarf in Höhe von 372 Kubikmetern pro Stunde aus. Davon sollen 107 Kubikmeter über den Kühlturm verdampfen und 252 Kubikmeter als Abwasser entsorgt werden.

Dem zu rodenden Kiefernwald wird allerdings auch in der Bevölkerung nur eine geringe ökologische Bedeutung beigemessen. Die etwa 60 Jahre alte Monokultur gilt als "erntereif". Musk versicherte in einem weiteren Tweet, für jede gefällte Kiefer drei neue Bäume zu pflanzen. Eher ironisch dürfte hingegen ein weiterer Tweet zu verstehen sein. Auf den Kommentar eines Nutzers, wonach es sich bei der Gigafactory eigentlich um eine Baumplantage handele, antwortete Musk: "Genau!".

Ausgleichsmaßnahmen für Baumfällungen

Stellenmarkt
  1. ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung a. G, Oberursel
  2. VSE Verteilnetz GmbH, Saarbrücken

Problematisch ist jedoch, dass die Rodungsarbeiten vor Beginn der Brutperiode am 1. März abgeschlossen werden müssen. Daher war es Biologen nicht möglich, in den vergangenen Wintermonaten den tatsächlichen Bestand an Nistvögeln oder Fledermäusen zu kartieren. Auf einer Informationsveranstaltung in Grünheide versicherten Vertreter des Beratungsunternehmens Arcadis, das im Auftrag Teslas die Sprechstunde eingerichtet hat, die Ausgleichsmaßnahmen gingen von einem theoretischen Maximalbestand an Nistplätzen aus, der anhand von Spalten und Höhlen in den Bäumen ermittelt worden sei. Daher sollten 800 Ersatznistkästen in Wäldern der Umgebung aufgehängt werden.

Darüber hinaus hat die Flächenagentur Brandenburg bereits 142 Hektar an Ausgleichsflächen für die zu rodenden Kiefern ausgewiesen. Entsprechende Karten lagen in der Bürgersprechstunde zur Ansicht aus. Bevor der Wald gerodet wird, müssen jedoch noch Weltkriegsbomben beseitigt werden. Bislang wurden nach Angaben des Brandenburger Innenministeriums rund 85 Kilo Kampfmittel dort gefunden. Am Sonntag sollten sieben Bomben gesprengt werden. Dazu sollte auch die unmittelbar am Waldgelände gelegene Autobahn 10 gesperrt werden.

Des weiteren versprach der Tesla-Chef, dass die "Giga Berlin" Fahrzeuge für nachhaltige Energie auch mit nachhaltiger Energie produzieren werde. Daher seien die Auswirkungen auf die Umwelt "extrem positiv". Dass Musk die Brandenburger Fabrik nun ausdrücklich "Giga Berlin" nennt, dürfte bei der dortigen Landesregierung hingegen nicht so gut ankommen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Tesla muss Gefahren für Umwelt ausschließen 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Mobile-Angebote
  1. 274,49€ (mit Rabattcode "PFIFFIGER" - Bestpreis!)
  2. Apple iPad Air 10,9 Zoll Wi-Fi 64GB für 632,60€, Apple iPad Air 10,9 Zoll Cellular 64GB für 769...
  3. 689€ (mit Rabattcode "PRIMA10" - Bestpreis!)

Fernando-05 16. Feb 2020

Ich wette dass die Luft rund um die Fabrik 100-mal besser ist, als in jedem Dorf im...

Dwalinn 28. Jan 2020

Oh ja eine Autofabrik wie unglaublich innovativ

David64Bit 27. Jan 2020

Nicht nur das - VW, BMW, Audi und Mercedes (auch Opel und Ford) haben umfangreiche...

taschenorakel 27. Jan 2020

Nur dass dieser Protest wohl vor allem von AfD und dem rechtsextremistischen Bündnis...

Automagisch 27. Jan 2020

wieso würdest du nicht viel erwarten? www teslarati com/tesla-resumes-gigafactory-1...


Folgen Sie uns
       


ANC-Kopfhörer im Vergleich

Wir haben Sonys neuen WH-1000XM4 bei der ANC-Leistung gegen Sonys alten WH-1000XM3 und Boses Noise Cancelling Headphones 700 antreten lassen.

ANC-Kopfhörer im Vergleich Video aufrufen
Mobilfunk: UMTS-Versteigerungstaktik wird mit Nobelpreis ausgezeichnet
Mobilfunk
UMTS-Versteigerungstaktik wird mit Nobelpreis ausgezeichnet

Sie haben Deutschland zum Mobilfunk-Entwicklungsland gemacht und wurden heute mit dem Nobelpreis ausgezeichnet: die Auktionstheorien von Paul R. Milgrom und Robert B. Wilson.
Ein IMHO von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Coronakrise Deutsche Urlaubsregionen verzeichnen starke Mobilfunknutzung
  2. LTE Telekom benennt weitere Gewinner von "Wir jagen Funklöcher"
  3. Mobilfunk Rufnummernportierung darf maximal 7 Euro kosten

Differential Privacy: Es bleibt undurchsichtig
Differential Privacy
Es bleibt undurchsichtig

Mit Differential Privacy soll die Privatsphäre von Menschen geschützt werden, obwohl jede Menge persönlicher Daten verarbeitet werden. Häufig sagen Unternehmen aber nicht, wie genau sie das machen.
Von Anna Biselli

  1. Strafverfolgung Google rückt IP-Adressen von Suchanfragen heraus
  2. Datenschutz Millionenbußgeld gegen H&M wegen Ausspähung in Callcenter
  3. Personenkennziffer Bundestagsgutachten zweifelt an Verfassungsmäßigkeit

Apple: iPhone 12 bekommt Magnetrücken und kleinen Bruder
Apple
iPhone 12 bekommt Magnetrücken und kleinen Bruder

Das iPhone 12 ist mit einem 6,1-Zoll- und das iPhone 12 Mini mit einem 5,4-Zoll-Display ausgerüstet. Ladegerät und Kopfhörer fallen aus Gründen des Umweltschutzes weg.

  1. Apple iPhone 12 Pro und iPhone 12 Pro Max werden größer
  2. Apple iPhone 12 verspätet sich
  3. Back Tap iOS 14 erkennt Trommeln auf der iPhone-Rückseite

    •  /