Wasserstoffwirtschaft: Streetscooter soll mit Brennstoffzelle ausgerüstet werden

Westnetz und Streetscooter haben eine Entwicklungspartnerschaft beschlossen: Deutschlands größter Energieverteilnetzbetreiber werde 300 Elektrofahrzeuge der Deutschen Post kaufen und für die firmeneigenen Bedürfnisse umbauen, teilten die beiden Unternehmen mit(öffnet im neuen Fenster) . Bis 2022 sollen die Streetscooter in modifiziertem Zustand übergeben werden. Sie sollen eine Motorleistung von 70 kW und eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h erreichen. Zudem ist der Einsatz von Brennstoffzellen vorgesehen, um die Reichweite zu erhöhen und die Fahrzeuge an die Anforderungen des Netzbetriebs in ländlichen Regionen anzupassen. Technische Einzelheiten zur Umrüstung auf den Brennstoffzellenbetrieb gibt es noch nicht.
Um elektrische Lkw im Langstreckenbereich ohne viele Ladestopps einsetzen zu können, müssten die Fahrzeuge sehr große Akkus mit sich führen. Dann sänke jedoch die Nutzlast. Kleinere Akkus schränkten indes die Reichweite und damit die Verwendbarkeit ein. Die Lösung sollen Brennstoffzellen und Wasserstofftanks sein, die mitgeführt werden und die Akkus aufladen. An dieser Lösung arbeitet der US-Hersteller Nikola Motors Company seit längerem.

Auch Mercedes will die hohe Reichweite eines Wasserstoffantriebs für Lastwagen nutzen und hat dazu zunächst ein auf dieser Technik basierendes Reisemobil als Konzept vorgestellt . In Zukunft sollen aber auch Sprinter für den gewerblichen Einsatz mit Brennstoffzelle fahren.



