Wasserstoff: Thyssen-Krupp will Stahlproduktion klimaneutral machen

Die Stahlindustrie gehört zu den größten Emittenten von Kohlendioxid. Der Konzern Thyssen-Krupp will das ändern, indem er Wasserstoff im Hochofen einsetzt. Ein Pilotprojekt ist in Duisburg gestartet.

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Im Thyssen-Krupp-Stahlwerk in Duisburg sollen die Blasformen schrittweise auf Wasserstoff umgestellt werden.
Im Thyssen-Krupp-Stahlwerk in Duisburg sollen die Blasformen schrittweise auf Wasserstoff umgestellt werden. (Bild: Thyssen-Krupp)

Wasserstoff statt Kohlenstaub: Der Stahlproduzent Thyssen-Krupp testet in seinem Werk in Duisburg die Stahlherstellung ohne Kohlendioxid-Emissionen. Dort wird Wasserstoff eingesetzt. Der soll langfristig Kohle ersetzen.

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Bei einem konventionellen Hochofenprozess werden für die Herstellung von einer Tonne Roheisen rund 300 Kilogramm Koks und 200 Kilogramm Kohlenstaub benötigt. Der Kohlenstaub wird als zusätzliches Reduktionsmittel über 28 sogenannte Blasformen eingeblasen. In Zukunft soll stattdessen Wasserstoff genutzt werden. Vorteil ist, dass beim Einsatz von Wasserstoff als Abgas harmloser Wasserdampf entsteht. Wird hingegen Kohle eingeblasen, wird Kohlendioxid freigesetzt.

Das testet Thyssen-Krupp am Hochofen 9 in Duisburg: Dort wird zunächst an einer Blasform Wasserstoff eingeblasen. Schrittweise sollen zunächst die übrigen 27 Blasformen dieses Hochofens umgestellt werden. Danach sollen ab dem Jahr 2022 die übrigen drei Hochöfen folgen. Den Wasserstoff liefert der Industriegaskonzern Air Liquide.

"Wir leisten hier Pionierarbeit. Die Nutzung von Wasserstoff ist der entscheidende Hebel für eine klimaneutrale Stahlproduktion", sagte Thyssen-Krupp-Chef Premal Desai beim Start des Projekts. Es ist laut dem Stahlhersteller ein Baustein der eigenen Klimastrategie. Bis 2030 will er die Emissionen aus Produktion und Prozessen sowie die Emissionen aus dem Bezug von Energie um 30 Prozent reduzieren. Ziel ist es, bis 2050 klimaneutral zu werden.

Voestalpine nimmt Wasserstoff-Elektrolyse-Anlage in Betrieb

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Ein weiteres Projekt zur Reduzierung von Kohlendioxid-Emissionen in der Stahlproduktion hat Voestalpine gestartet: Der österreichische Technologie- und Industriegüterkonzern hat eine Anlage in Betrieb genommen, die Wasser per Elektrolyse in Wasserstoff und Sauerstoff spaltet. Es ist die derzeit größte Anlage dieser Art weltweit. Der dazu benötigte Strom kommt aus erneuerbaren Quellen. Den Wasserstoff will das Linzer Unternehmen in der Stahlproduktion einsetzen und so die Kohlendioxid-Emissionen bis Mitte der 2030er Jahre um ein Drittel senken.

Die Stahlindustrie, die Energiewirtschaft und die Chemieindustrie sind die Branchen mit den höchsten Emissionen an Kohlendioxid. Durch den Einsatz von Wasserstoff sollen die Missionen des Gases verringert werden. Das kann jedoch nur gelingen, wenn der Strom wie im Fall von Voestalpine mit Strom aus erneuerbaren Quellen wie etwa Wind gewonnen wird.

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Eheran 18. Nov 2019

Und [6] ist: Endenergiebezogene Analyse Diesel versus Elektromobilität von Springer...

Faraaday 13. Nov 2019

Ja, Einen CO2 Zoll, beim Export bekommt man die CO2 Steuer wieder. Und schwupps kein...

Kaiser Ming 13. Nov 2019

:)

nam_tien 12. Nov 2019

Hamburgs Hochöfen benutzen seit Jahrzehnten die Direktreduktion aber bloß mit Wasserstoff...



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