Wasserstoff: Riesen-Elektrolyseanlage in den Niederlanden geplant

Der dänische Konzern Ørsted will Industriebetriebe in den Niederlanden und Belgien mit grünem Wasserstoff versorgen, der Strom kommt aus Offshore-Windkraft.

Artikel veröffentlicht am ,
Mit Offshore-Windkraft will der Konzern Ørsted riesige Mengen Wasserstoff produzieren.
Mit Offshore-Windkraft will der Konzern Ørsted riesige Mengen Wasserstoff produzieren. (Bild: Old Dane, Wikimedia Commons/CC-BY-SA 4.0)

An der Grenze zwischen den Niederlanden und Belgien soll bis 2030 eine Produktionsanlage für Wasserstoff mit einer Kapazität von einem Gigawatt entstehen. Diese Pläne kündigte der dänische Energiekonzern Ørsted an, das Projekt trägt den Namen Seah2land. Genutzt werden soll der Wasserstoff von zahlreichen Industriebetrieben in der Region.

Stellenmarkt
  1. Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in - Automatisierung von Produktionsmaschinen
    Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT, Aachen
  2. IT-Administrator (m/w/d)
    Herbold Meckesheim GmbH, Meckesheim
Detailsuche

Den Strom für die Wasserstoff-Elektrolyse sollen Offshore-Windkraftanlagen in der Nordsee bereitstellen. Ørsted hat damit viel Erfahrung, der Konzern ist einer der größten Betreiber von Offshore-Windkraft.

Die Dimension des Projekts ist gigantisch. Zum Vergleich: Vor einiger Zeit kündigte die Stadt Hamburg den Bau von Elektrolyseuren mit einer Kapazität von 100 Megawatt an, das sollte die weltgrößte Elektrolyseanlage überhaupt werden. Die Pläne von Ørsted sehen die zehnfache Kapazität davon vor.

20 Prozent der fossilen Wasserstoffnutzung soll ersetzt werden

In der Region befinden sich verschiedene Industriebetriebe, die bereits heute Wasserstoff nutzen und der bislang aus fossilen Rohstoffen hergestellt wird. So betreibt der Düngemittelkonzern Yara dort eine Ammoniakproduktion, Dow Chemical ein Chemiewerk und eine Ölraffinerie nutzt Wasserstoff zur Entschwefelung. Ein Stahlwerk von Arcelormittal könnte künftig auf Wasserstoff-Technologie umgestellt werden.

Golem Karrierewelt
  1. Entwicklung mit Unity auf der Microsoft HoloLens 2 Plattform: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    06./07.02.2023, Virtuell
  2. Adobe Premiere Pro Aufbaukurs: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    26./27.01.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Ørsted rechnet damit, mit der Anlage 20 Prozent der bisherigen fossilen Wasserstoffproduktion in der Region durch grünen Wasserstoff zu ersetzen. Langfristig dürfte der Wasserstoffbedarf noch ansteigen.

Wasserstoff für alle: Wie wir der Öl-, Klima- und Kostenfalle entkommen

Bei den Plänen soll ein lokales Wasserstoffnetz entstehen, in das auch weitere Produzenten Wasserstoff einspeisen können. So hat die Ölraffinerie Zeeland Refinery Pläne, 150 Megawatt Elektrolysekapazität zu bauen. Der Thinktank Agora Energiewende hatte vor kurzem lokale Industrie-Wasserstoffnetze als Möglichkeit angeregt, Infrastruktur für die unstrittige Wasserstoff-Nutzung zu bauen. Während es umstritten ist, welche Rolle Wasserstoff künftig in der Mobilität oder beim Heizen spielen soll, ist die industrielle Nutzung weniger kontrovers, da es hier kaum Alternativen gibt.

Ørsted ist ein dänischer Energiekonzern, der bis 2017 Dong Energy hieß. Er gilt als eines der wenigen Beispiele dafür, wie sich ein ehemaliger Öl- und Erdgaskonzern erfolgreich zu einem Betreiber erneuerbarer Energien weiterentwickelt hat. Aus der Förderung fossiler Rohstoffe hat sich Ørsted komplett zurückgezogen, allerdings betreibt der Konzern noch einige Gaskraftwerke. Das Hauptgeschäft sind heute Offshore-Windkraftanlagen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
I am Jesus Christ angespielt
Der Jesus-Simulator lässt uns vom Glauben abfallen

Kein Scherz, keine geplante Gotteslästerung: In I am Jesus Christ treten wir als Heiland an. Golem.de hat den kostenlosen Prolog ausprobiert.
Von Peter Steinlechner

I am Jesus Christ angespielt: Der Jesus-Simulator lässt uns vom Glauben abfallen
Artikel
  1. ChatGPT: Der geniale Bösewicht-Chatbot mit Stackoverflow-Bann
    ChatGPT
    Der geniale Bösewicht-Chatbot mit Stackoverflow-Bann

    ChatGPT scheint zu gut, um wahr zu sein. Der Chatbot wird von Nutzern an die (legalen) Grenzen getrieben.

  2. Bundesarbeitsgericht: Arbeitgeber müssen Arbeitszeiten zwingend erfassen
    Bundesarbeitsgericht
    Arbeitgeber müssen Arbeitszeiten zwingend erfassen

    Das vollständige Urteil des BAG zur Arbeitszeiterfassung liegt nun vor. Diese muss zwingend erfolgen, aber nicht unbedingt elektronisch.

  3. Prozessor-Architektur: Das lange Erbe von Intels 8080
    Prozessor-Architektur
    Das lange Erbe von Intels 8080

    50 Jahre alte Entscheidungen beeinflussen heutige Prozessoren - selbst Apples ARM-Prozessoren können sich dem nicht entziehen.
    Von Johannes Hiltscher

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • NBB: Samsung Odyssey G5 WQHD/165 Hz 203,89€ u. Odyssey G9 49"/DQHD/240Hz 849,90€ • ViewSonic VX3258 WQHD/144 Hz 229,90€ • Elgato Cam Link Pro 146,89€ • Mindstar: Alphacool Eiswolf 2 AiO 360 199€ • Alternate: Tt eSPORTS Ventus X Plus 31,98€ • 4x Philips Hue White Ambiance 49,99€ [Werbung]
    •  /