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Wasserstoff: Lavo entwickelt Wasserstoffspeicher fürs Eigenheim

Das australische Unternehmen Lavo hat ein Speichersystem mit Elektrolyseur und Brennstoffzelle entwickelt, das Strom aus der Solaranlage auf dem Dach speichert.
/ Werner Pluta
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Lavo-Gründer Alan Yu mit Wasserstofftank: Der Speicher soll einen Haushalt zwei Tage lang mit Strom versorgen können. (Bild: Lavo)
Lavo-Gründer Alan Yu mit Wasserstofftank: Der Speicher soll einen Haushalt zwei Tage lang mit Strom versorgen können. Bild: Lavo

Wasserstoff gilt als der Energieträger für die Energiewende: Strom aus erneuerbaren Quellen, der nicht ins Netz gespeist werden kann, soll Elektrolyseure antreiben, die Wasserstoff erzeugen. Das australische Unternehmen Lavo hat einen Wasserstoffspeicher für die heimische Solaranlage entwickelt.

Das Hydrogen Battery System von Lavo(öffnet im neuen Fenster) besteht aus einem Elektrolyseur, einem Wasserstofftank und einer Brennstoffzelle. Wenn der Strom aus der Solaranlage auf dem Dach nicht benötigt wird, wird er in Form von Wasserstoff gespeichert. Der dient dann als Treibstoff für die Brennstoffzelle, wenn die Solaranlage keinen Strom liefert.

Wasserstoff wird in Metallhydrid gespeichert

Die Anlage ist etwa 1,70 m hoch, 1,20 m breit und wiegt über 320 kg. Der Wasserstoff wird bei einem Druck von 35 bar in einem Metallhydrid gespeichert. Dabei werden die Wasserstoffatome in das Metallgitter eingebaut. Vorteil eines solchen Speichersystems ist der geringe Druck.

Das System liefert eine Dauerleistung von 5 kW. Die Speicherkapazität beträgt 40 kWh. Das ist laut Hersteller genug, um zwei durchschnittliche australische Haushalte zwei Tage lang mit Strom zu versorgen.

Wasserstoffspeichersystem – Lavo
Wasserstoffspeichersystem – Lavo (01:45)

Speichersysteme sind sehr wichtig für die Umstellung der Stromversorgung auf erneuerbare Quellen wie Wind oder Sonne – im Großen ebenso wie für die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Eigenheims. Für Großanlagen werden diverse Verfahren getestet, neben Pumpspeicherkraftwerken oder eben der Elektrolyse unter anderem auch große Wärmespeicher.

Die Speicher für zu Hause hingegen sind eher Lithium-Ionen-Akkus. Dazu zählt die Sonnenbatterie(öffnet im neuen Fenster) des deutschen Unternehmens Sonnen, das mit Kapazitäten zwischen 10 und 50 kWh angeboten wird, oder Teslas Hausakku Powerwall(öffnet im neuen Fenster), der 13,5 kWh speichert.

Lavos Wasserstoffspeicher soll laut Hersteller(öffnet im neuen Fenster) Mitte dieses Jahres "installationsbereit" sein. Das System soll im Juni in einer limitierten Auflage von 2.500 Stück auf den Markt kommen. Es wird 34,750 australische Dollar, umgerechnet knapp über 22.000 Euro, kosten. Im kommenden Jahr soll der Preis auf 29.450 australische Dollar, knapp 19.000 Euro, sinken.


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