Wasserstoff: Kawasaki stellt ersten Wasserstofftanker fertig

Japan will in den kommenden Jahrzehnten große Mengen Wasserstoff aus Australien importieren, der per Schiff transportiert werden soll.

Artikel veröffentlicht am ,
Wasserstofftanker Suiso Frontier
Wasserstofftanker Suiso Frontier (Bild: Yuka Obayashi/Reuters)

Ein Tanker für das Wasserstoffzeitalter: Der japanische Schwerindustriekonzern Kawasaki Heavy Industries hat einen Wasserstofftanker fertiggestellt. Es ist das erste Schiff dieser Art.

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Das Schiff mit dem Namen Suiso Frontier ist 116 Meter lang. Es soll 75 Tonnen flüssigen Wasserstoff transportieren, der auf eine Temperatur von minus 253 Grad Celsius heruntergekühlt wird, wie die japanische Tageszeitung Asahi Shimbun berichtet.

Beim Bau konnte Heavy Industries auf Erfahrungen mit dem Bau von Tankern zurückgreifen, die verflüssigtes Erdgas (Liquid Natural Gas, LNG) transportieren. Auch mit Wasserstoff hat der Konzern Erfahrung: Er hat bereits Tanks für die Lagerung von flüssigem Wasserstoff entwickelt, der als Raketentreibstoff eingesetzt wird.

Wasserstoff von Australien nach Japan

Die Suiso Frontier soll Wasserstoff von Australien nach Japan transportieren. Die erste Fahrt ist für das Frühjahr 2022 geplant. Die Anlagen, um den flüssigen Wasserstoff aus dem Tanker zu entladen, sowie Tanks, um ihn zu lagern, hat Kawasaki bereits im Hafen von Kobe errichtet.

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Japan baut seit einigen Jahren seine Wirtschaft zur Wasserstoffwirtschaft um. Allerdings kann das Land zu Anfang nicht genug Wasserstoff gewinnen, weil die Kapazität für die Stromerzeugung nicht ausreicht.

Die Wasserstoffgewinnung soll deshalb nach Australien ausgelagert werden. Die Energie dafür soll aus Braunkohle kommen. Das freiwerdende Kohlendioxid soll dabei abgeschieden und gespeichert werden (Carbon Capture and Storage, CCS). Langfristig soll grüner Wasserstoff verwendet werden, also solcher, der mit Strom aus erneuerbaren Quellen gewonnen wurde.

Laut der japanischen Regierung wird das Land im Jahr 2050 rund 20 Millionen Tonnen Wasserstoff einführen. Das entspricht der 5.000-fachen Menge, die Japan im vergangenen Jahr importiert hat. Um diese Mengen transportieren zu können, plant Kawasaki Heavy Industries den Bau von 80 Tankern, die zusammen eine Kapazität von 9 Millionen Tonnen Flüssigwasserstoff haben sollen.

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Standard 31. Mai 2021

Es sollte wohl angemerkt werden, daß es auch noch andere Akkutechnologien gibt und vor...

Dwalinn 31. Mai 2021

Der unterschied ist das du für wasserstoff 3-4 mal mehr Energie benötigst um die gleiche...

fanreisender 29. Mai 2021

Die Japaner haben ja einen lustigen Mix von gleich vier Schriftsystemen. Für die...

senf.dazu 29. Mai 2021

Über die Zahlen bin ich auch erst gestolpert. Wenn man aber mal den Link im Artikel...



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