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Wasserstoff-Flugpionier: Universal Hydrogen ist ein Jahr nach dem Erstflug pleite

Das Unternehmen Universal Hydrogen, das wasserstoffbetriebene Flugzeuge bauen wollte, ist gescheitert. Die Investorengelder reichten nicht.
/ Andreas Donath
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Dash-8-300 hebt ab. (Bild: Universal Hydrogen)
Dash-8-300 hebt ab. Bild: Universal Hydrogen

Das US-Unternehmen Universal Hydrogen ist laut einem Bericht der Seattle Times(öffnet im neuen Fenster) insolvent. Die 100 Millionen US-Dollar an Investorengeldern seien aufgebraucht, hieß es. 2023 hatte das Unternehmen mit dem Testflug eines Flugzeugs mit Wasserstoffantrieb am Moses Lake Schlagzeilen gemacht.

Universal Hydrogen setzte auf große Brennstoffzellen , Akkus und Elektromotoren und wollte so den Brennstoff Kerosin ersetzen. Das Unternehmen entwickelte und testete im Wesentlichen ein Triebwerk für ein Flugzeug, das in wenigen Jahren serienreif sein sollte.

Eine Brennstoffzelle versorgt dabei den Motor mit Strom. Betrieben wurde die Zelle mit flüssigem Wasserstoff, der weniger Volumen benötigt als gasförmiger Wasserstoff. Dafür hätte eine eigene Infrastruktur entwickelt werden müssen.

Das Magazin Fast Company zeichnete Universal Hydrogen noch als " innovativstes Unternehmen des Jahres 2024 " aus. Doch die finanziellen Hürden waren zu groß: Laut Seattle Times gab CEO Mark Cousin bekannt, das Unternehmen werde den Betrieb einstellen, da es nicht gelungen sei, zusätzliche Investorengelder zu beschaffen.

Dem Bericht zufolge trug auch die wirtschaftliche Lage mit hohen Zinssätzen und Rezessionsängsten zum Niedergang von Universal Hydrogen bei. Hinzu kam die Unsicherheit vor den US-Wahlen.

Entwicklung von Wasserstoffflugzeugen geht weiter

Das US-Unternehmen Zero Avia ist damit nun einer der Hauptakteure im wasserstoffgestützten Flugverkehr. Das Start-up aus San Francisco setzt auf kryokomprimierten Wasserstoff (CcH2), eine Mischform der kryogenen und der Druckspeicherung. Gespeichert wird der Wasserstoff als überkritisches Fluid bei weniger Druck und höheren Temperaturen. Er benötigt einen Druck von 300 bar und eine Temperatur von 38 Kelvin (minus 235 Grad Celsius).


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