Autonomes Fahren verliert an Effizienz

Da die Kühlung der Steuergeräte sicherheitskritisch wird, muss sie künftig auch die Anforderungen nach ASIL D erfüllen. Das bedeutet laut Aptiv, dass das Notfallsteuergerät nicht am selben Kühlkreislauf hängen darf. Neben der Wasserkühlung könnte es daher eine zusätzliche Luftkühlung geben, um die Funktion sicherzustellen.

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Der Leistungsbedarf der Steuerelektronik könnte dabei einen erhofften Nebeneffekt des autonomen und vernetzten Fahrens konterkarieren. So wird häufig argumentiert, dass sich durch bessere Vernetzung und Steuerung des Verkehrs eine größere Effizienz erzielen lässt (PDF). Für Denkelmann dürfte es jedoch eine Herausforderung darstellen, ein bis zwei Kilowatt durch effizienteres Fahren und besseres Verkehrsmanagement einzusparen. Das sei "ein signifikantes Problem" und könne die Einführung der Technik verzögern, sagte Denkelmann. Während das Problem beispielsweise bei autonomen Taxidiensten nicht so sehr ins Gewicht falle, könnte das für den normalen Nutzer ein "schwieriges Thema" werden. Allerdings werde die maximale Leistung von 800 Watt nicht in jeder Situation benötigt.

Tesla verfolgt anderes Konzept

Die von Aptiv dargestellten Szenarien unterscheiden sich dabei deutlich von der Systemarchitektur, die der Elektroautobauer Tesla Ende April 2019 vorgestellt hatte. So soll der neue FSD-Chip nur 72 Watt benötigen, wobei FSD für "Full Self Driving" steht. Allerdings muss Tesla nur die Daten von acht Kameras, einem Radar und zwölf Ultraschallkameras verarbeiten und hat das System offenbar nicht für eine Ausfallsicherheit nach ASIL D ausgelegt.

Doch nach der einhelligen Meinung aller Referenten auf der VDI-Tagung in München sind für das Fahren in den Automatisierungsstufen 4 und 5 deutlich mehr Sensoren erforderlich, als derzeit für Assistenzsysteme wie den Spurhalte- und Abstandsassistenten eingesetzt werden. Der Informationsdienst IHS Markit geht dabei von fünf bis zwölf Radarsensoren aus, die benötigt werden. Diese sollen künftig zudem bessere Ergebnisse durch die MIMO-Technik mit vielen Antennen liefern, wie sie beispielsweise schon in WLAN-Routern eingesetzt wird. Zudem sollen die Radare künftig in höheren Frequenzbereichen wie 76 bis 81 Gigahertz und darüber hinaus arbeiten. Die meisten Hersteller dürften außerdem Lidar-Systeme einsetzen, auch wenn diese zurzeit noch nicht tauglich für den Massenmarkt sind.

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Tesla-Chef Elon Musk wettet hingegen darauf, dass die Rechenleistung seines Systems in Verbindung mit einer optimierten Bilderkennung ausreicht, um ein Auto sicher autonom zu steuern. Inwieweit das bei widrigen Wetterbedingungen oder schlechten Sichtverhältnissen auf Basis von Kameradaten möglich ist, wird hingegen von den meisten Entwicklern bezweifelt. Was dazu führen könnte, dass sich das System häufig abschaltet. Das ist laut Denkelmann für die Aptiv-Kunden jedoch keine Option. "Am Ende wollen wir natürlich nicht, dass das Auto ständig auf der Autobahn sagt: Übernimm bitte wieder. Wir müssen das System so auslegen, dass es auch verfügbar ist."

Das System müsse darüber hinaus so ausgelegt werden, dass es kontinuierlich aktualisiert werden könne. Das gelte beispielsweise für neue Verkehrsregeln. Den Autoherstellern wäre es laut Denkelmann sogar am liebsten, wenn sie die Hardware wie bei einem PC-Rechner durch Stecksysteme austauschen könnten. Aptiv würde wiederum begrüßen, wenn es möglich wäre, eine hardware-unabhängige Software zu entwickeln. Dann könnten die Hersteller den Chiphersteller wechseln, wenn die Konkurrenz einen schnelleren Prozessor zur Verfügung stellte. Doch das sei eher noch Zukunftsmusik.

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 Wasserkühlung erforderlich: Leistungshunger von Auto-Rechnern soll stark steigen
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Poison Nuke 09. Jan 2020

nur weil die Sensoren dümmer werden, benötigt man nicht zwangsweise bessere Hardware. Im...

Poison Nuke 09. Jan 2020

Nein wir Menschen schaffen es mit unseren 2 Augen eben NICHT. Es gibt extrem viele...

Poison Nuke 09. Jan 2020

richtig, es wird sogar mit einer deutlichen Steigerung gerechnet, eben weil nun auch...

Poison Nuke 09. Jan 2020

viel entwickelt werden muss bei E-Antrieben nicht mehr. Sie müssen "einfach" nur...

Lebenszeitverme... 14. Mai 2019

Wenn man bedenkt, dass ein Stromer schon merklich weniger weit kommt, wenn man beim...



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