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Wasserkraft:
Strom aus dem Strom

Etwa 7.500 Wasserkraftwerke in Flüssen decken bis zu fünf Prozent der jährlichen Stromerzeugung in Deutschland. Obwohl der saubere Strom aus Laufwasserkraftwerken günstig ist und nahezu immer zur Verfügung steht, stagniert der Ausbau. Doch neue, umwelt- und vor allem fischfreundliche Anlagen könnten der Wasserkraft neue Impulse verleihen.
/ Jan Oliver Löfken
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Schachtkraftwerk an der Loisach: Wasserkraftwerke sind bei Naturschützern umstritten. (Bild: Uli Benz/TUM)
Schachtkraftwerk an der Loisach: Wasserkraftwerke sind bei Naturschützern umstritten. Bild: Uli Benz/TUM

Gut 113 Kilometer schlängelt sich die Loisach aus Tirol in Österreich über die Grenze nach Bayern. 500 Meter fällt der kleine Alpenfluss von der Quelle bis zur Mündung in die Isar bei Wolfratshausen ab. Zukünftig wird die Energie angezapft, die im schnell strömenden Wasser steckt. In wenigen Monaten soll ein neues Wasserkraftwerk bei Großweil im Landkreis Garmisch-Partenkirchen seinen Betrieb aufnehmen.

Ausgestattet mit zwei Turbinen, bietet die 430-Kilowatt-Anlage die Chance, den Strombedarf der 1.500-Einwohner-Gemeinde komplett zu decken, zumindest rein rechnerisch. Der Betreiber, die Wasserkraftwerk Großweil GmbH, kalkuliert mit 2,4 Gigawattstunden pro Jahr. Genug, um 600 Haushalte mit sauberem Wasserstrom zu versorgen. Die Baumaßnahmen kosten 5,4 Millionen Euro, davon kommen 1,9 Millionen Euro als Fördermittel vom Freistaat Bayern.

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