Rücksicht auf Fische

Da Fische auf dem Weg zu ihren Laichgebieten auch aufwärts durch die Flüsse wandern müssen, gehören Fischtreppen - oft sogar doppelt an den Flanken einer Anlage - zum Standard. Mühelos sollen die Fische wie bei Hindernissen in einem naturbelassenem Flusslauf von einem der in Stufen angelegten Becken einer Fischtreppe zum nächsten springen. Dazu wird die Höhe der Stufen zwischen den Becken an die im Fluss verkommenen Fischarten angepasst. Denn die verschiedenen Arten wie Forelle, Mühlkoppe, Äsche oder Huche können unterschiedlich hoch springen - manche bis zu einem halben Meter.

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Vor dem tödlichem Geschreddertwerden in einer Turbine schützen Fische Rechen aus eng gruppierten Stahlstangen. Das soll beim neuen Schachtkraftwerk in der Loisach besonders gut funktionieren. Grundlage sind ausgiebige Untersuchungen an einem kleinen 35-kW-Prototyp eines Schachtkraftwerks in der TUM-Versuchsanstalt für Wasserbau in Obernach.

So fließt ein Teil des Flusswassers nicht in die Turbine, sondern überströmt die Anlage. Die Wanderwege der Fische flussabwärts bleiben erhalten. Die Gitter über den Schächten verhindern, dass Fische in sie hineingeraten. Gelangen Fische dennoch in die Turbinen, schwimmen sie meist problemlos durch sie hindurch. "Mit innovativen Techniken können Stromerzeugung und Umweltschutz gut miteinander vereint werden", sagt Peter Rutschmann, Professor am TUM-Lehrstuhl Wasserbau und Wasserwirtschaft.

Geschiebe muss passieren können

Neue Wasserkraftwerke sollen aber nicht nur für Fische ungefährlich sein. Auch Sand, Steinchen und Sedimente - im Fachjargon Geschiebe genannt - sollen durch ein Kraftwerk nicht auf der Reise mit dem Flusswasser gestoppt werden. So muss bei jeder Anlage eine Mindestmenge an Wasser ungehindert an der Turbine vorbeifließen können. Das gilt auch für das Loisach-Schachtkraftwerk.

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Mit der Entwicklung einer speziellen Reinigungstechnik für die Rechen sollte das problemlos klappen. "Aber den endgültigen Nachweis für diese Geschiebetauglichkeit müssen wir noch erbringen", sagt Ingenieur Sepp. So werden nicht nur das Fischvorkommen, sondern auch der Materialtransport in der Loisach nach dem Start des Kraftwerksbetrieb weiter genau beobachtet und untersucht.

Selbst wenn die Ergebnisse langjähriger Untersuchungen die Umwelttauglichkeit von Schachtkraftwerken belegen, rechnet TUM-Professor Rutschmann mit Widerstand von Naturschützern.

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 Wenig Interesse in DeutschlandNaturschützer gegen Wasserkraftwerke 
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quasides 07. Sep 2019

die wahrheit ist die: Atomkraft und Radioaktive Strahlung ist ein komplexes Thema. Zu...

mxcd 02. Sep 2019

Das Abfallproblem ist weder gelöst, noch kann es je gelöst werden. Eine konsistente...

AlexX!! 31. Aug 2019

ich darf leider noch keine Links posten.. aber bitte mal bei Stuttgarter Nachrichten...

Gerhard 30. Aug 2019

Die Wasserkraft lieferte im vorigen Jahr 3,2% des Strombedarfs und 0,6% des...

E-Mover 29. Aug 2019

Da die gleiche Diskussion in mehreren Diskussionen geführt wird verweise ich auf den...



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