WASM statt ASM.js: Chrome unterstützt Webassembly für erste Tests

Nur zwei Monate nach der Ankündigung können Interessierte nun Webassembly im Chrome-Browser testen. Der neue Bytecode fürs Web kann zudem im Firefox ausprobiert werden und Microsoft arbeitet öffentlich an einer Umsetzung.

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Die Wasm-Demo läuft jetzt auch im Chrome.
Die Wasm-Demo läuft jetzt auch im Chrome. (Bild: Google)

Mit dem Projekt Webassembly (Wasm) wollen die führenden Browserhersteller eine Bytecode-Alternative zu dem bisher genutzten Asm.js erstellen, mit dem sehr komplexe Anwendungen wie Spiele besser als bisher im Web umgesetzt werden können. Nach der Ankündigung Mitte Januar, Wasm in der V8-Engine implementieren zu wollen, kann Wasm nun in den sogenannten Canary-Builds des Chrome-Browsers getestet werden.

Wie üblich wird die neue Funktion zunächst hinter einer Einstellungsoption versteckt, so dass die Verwendung von Wasm explizit aktiviert werden muss. Mit der ebenfalls vorhandenen Unterstützung in Firefox Nightly stehen damit nun zwei zueinander kompatible Implementierungen von Wasm zum Testen in einer Vorabversion eines Browsers bereit. Microsoft arbeitet ebenfalls an der Unterstützung von Wasm. Der Code dazu steht frei auf Github zur Verfügung und wird bereits in internen Builds für Microsoft Edge genutzt.

Standardisierung wird weiter vorangetrieben

Wie von Google angekündigt, nutzt die nun verfügbare Chrome-Implementierung - so gut es eben geht - bereits bestehende Techniken der Javascript-Infrastruktur, insbesondere den Turbofan-Compiler. Mozilla und Microsoft verfolgen strukturell ähnliche Ansätze für Wasm. An der Arbeitsgruppe des World Wide Web Consortium (W3C) für Wasm ist auch Apple beteiligt, allerdings gibt das Unternehmen traditionell eher wenige Informationen preis. Wie aus dem Bugtracker von Webkit hervorgeht, wird aber auch in der von Apple genutzten Web-Engine Wasm umgesetzt.

Um die Arbeit für Entwickler mit Wasm zu vereinfachen, soll als Nächstes die Textrepräsentation standardisiert werden. Damit sollen die Binärobjekte von Wasm in einem einfachen Format analysiert werden können, das an die sonst im Web üblichen Skripte erinnert. Zum Testen der Implementierung steht ein kleines, auf der Unity-Engine basierendes Spiel bereit.

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