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Meinungen zum Crash am Finanzmarkt und staatlichen Rettungen

➤ Meiner Meinung nach liegt offensichtlich eine starke Konzentration von Kapital im Bereich KI vor. Wir scheinen seit letztem Jahr mit dem Beginn der Kreiselwirtschaft, und den engen Verbindungen der Trump-Regierung zu den jeweiligen Firmen an einem Punkt zu sein, bei dem allen Beteiligten klar ist: Das muss so lange weiterlaufen, wie nur irgendwie möglich – aus politischen Gründen (Trump braucht einen starken Aktienmarkt) sowie aus individuellen, egoistischen Gründen (Huang, Su und wie sie alle heißen, wollen nicht mit dem größten Crash seit Dotcom in Verbindung gebracht werden).

In dem Moment, wo die Durchbrüche fehlen beziehungsweise China mit seinen Open-Weight-Modellen die Lücke zur US-Konkurrenz schließt (gleichwertige Performance, idealerweise günstiger, unabhängig), werden wir einen Crash erleben. Bei dem gehe ich fest davon aus, dass er extreme Verluste an den Börsen auslösen, aber im Idealfall den Wohlstand nicht so extrem verschlechtern wird. Letzteres würde ich damit begründen wollen, dass viele Güter nach wie vor ohnehin nicht von KI im großen Stil profitieren.

Zusammenfassend: Es liegt eine Blase vor, sie wird viel Kapital vernichten, aber im besten Fall nicht unser aller Wohlstandsniveau signifikant verschlechtern.

➤ Da Verlässlichkeit von Services mehr und mehr in den Fokus gerät und Produkthaftung im Softwarebereich in der EU kommt, wird es hoffentlich früher als später passieren, dass die Begeisterung für (generative) AI nachlassen wird. Die Blase wird vermutlich nicht mit einem großen Knall platzen, sodass dann alles vorbei ist.

Es wird in Wellen passieren. Erst wird es kleinere Unternehmen treffen, welche AI nutzen, aber nicht mehr bezahlen können oder den Nutzen infrage stellen. Dann werden nach und nach immer größere Unternehmen folgen, bis Staaten eingreifen, um systemrelevante Unternehmen (Microsoft, AWS, Nvidia, etc.) zu retten. Vermutlich werden viele Anleger viel Geld verlieren.

Verschwinden wird AI wohl nicht mehr. Die Kosten für managed AI (etwa OpenAI, Anthropic) werden steigen/erhöht, bis die realen Kosten gedeckt sind. Viele Kunden/(geschäftliche) Nutzer werden abspringen, da ihnen die Kosten zu hoch sind und es sich für viele Anwendungsfälle nicht mehr rentiert.

"Es werden wohl viele Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren"

Open-Weight-Modelle werden für viele Anwendungsfälle und Anbieter in den Vordergrund rücken, da sich diese kostengünstig(er) nutzen und betreiben lassen (auch wenn sie nicht gleichwertig und latent veraltet sind). Unternehmen werden merken, dass sie ihre Unternehmensinterna an externe Anbieter übertragen haben.

Wenn das Geld bei AI-Anbietern knapp wird, werden sie über ausgelagerte Tochterunternehmen in Konkurrenz zu vielen etablierten Unternehmen treten, indem sie Produkte mit dem gesammelten Know-how nachentwickeln und anbieten. Es werden wohl viele Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren, bis sich alles wieder normalisiert und man merkt, dass die meisten AI-produzierten Produkte nicht notwendig sind und kein echtes Geschäftsmodell dahintersteht.

Oder AI etabliert sich und es gibt kein Platzen der Blase. Nachdem mehr und mehr Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren, gibt es Aufstände bis hin zu regionalen Bürgerkriegen.

➤ Beim Platzen der New Economy war ich noch ein Kind und hab davon absolut gar nichts mitbekommen. Die Parallelen scheinen mir jedoch gravierend. Es wird einige Gewinner geben und viele Verlierer, leider sind mir die momentanen Gewinnerkandidaten alles andere als sympathisch und eher eine Gefahr für die Demokratie. Ich glaube eher, dass es ein mehr oder minder sanfter Übergang wird, an dessen Ende es für alle eher teurer wird und die Produktivität dann einfach irgendwie nachziehen muss, oder man in der Breite lernt, KI wirklich produktiv einzusetzen – ähnlich wie es in den 80ern und 90ern mit dem Computer passiert ist. Der war ja auch lange Zeit nicht in der Produktivität zu erkennen, bis weitere Teile der Wirtschaft digitalisiert waren.

➤ Sollte die KI-Blase platzen, ist eine der Finanzkrise von 2007 ähnliche Situation vorhersagbar. Dass auch die CEOs von Anthropic und OpenAI bereits über einen Einstieg des Staats öffentlich nachdenken, zeigt, dass sie sich selbst schon jetzt aus der Schusslinie bringen wollen. Too big to fail – das hatten wir auch damals.

Neben der fraglichen Ergebnisplanung der großen KI-Anbieter fragt immer noch niemand nach der längst überfälligen Sammelklage wegen Diebstahls beziehungsweise widerrechtlicher Nutzung. Die Trainingsdaten bestehen schließlich hauptsächlich aus im Web gestohlene Daten, die zumindest urheberrechtlich geschützt sind. Beispielsweise wird mit jedem durch KI erzeugten Bild irgendjemandes Original als Grundlage benutzt, eine sicherlich nicht mit der Veröffentlichung eines Bildes durch den Urheber zugestandene Weiterbenutzung/Nutzung.

Gleiches gilt für Texte oder Videos. Die widerrechtliche Nutzung von Texten, Bildern und Videos stellt eine absurde Summe als potenziellen Streitwert dar. So ist das Ende der KI-Blase in zwei bis drei Jahren als sicheres Ereignis anzusehen.

➤ Vermutlich wird der Steuerzahler die Firmen retten, da diese systemrelevant sein wollen ...

➤ Die Börsenkurse der entsprechenden Unternehmen werden crashen. Das werden sowohl die Unternehmen sein, die KI direkt anbieten, als auch die Unternehmen, die diese Firmen mit Chips etc. versorgt haben. Nvidia, Intel und Co. werden sich davon allerdings erholen. Die KI-Firmen an sich werden bis auf wenige Player vom Markt verschwinden. KI ist extrem überbewertet und hat nicht den Nutzen, den sich die meisten davon versprechen. Allerdings wird es wohl noch zwei bis drei Jahre so weitergehen, bevor es bumm macht. Auf lange Sicht wird dann die Hardware auch wieder billiger. Die Rechenleistung wird wahrscheinlich teilweise ins Mining von Kryptos "umgewandelt".

➤ Diese KI-Blase wird und muss eher früher als später platzen: Die irrsinnigen Ausgaben für Hardware und Strom können in den nächsten zwei bis drei Jahren nicht durch Kundenaufträge refinanziert werden. Dislang hat sich noch kein wirklicher Nutzen von KI herauskristallisiert und die KI-Größen suchen verzweifelt nach Verkaufsmöglichkeiten ihrer Produkte.


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