Kaufberatung: Macbook Air oder Macbook Pro und wenn ja, welches?

Apple macht es Kunden nicht leicht, das richtige Macbook zu finden. Wir geben Entscheidungshilfe.

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Die aktuellen Macbooks von Apple
Die aktuellen Macbooks von Apple (Bild: Apple/ Montage: Andreas Donath)

Seit Apple die neuen Macbook Pro mit 14 und 16 Zoll und die passenden SoC M1 Pro und den M1 Max vorgestellt hat, gibt es bei einigen Apple-Fans Unsicherheit, welches Notebook das richtige ist.

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Vornweg: Keines dieser Notebooks kann mehr mit Boot Camp einfach mit Windows benutzt werden - ohne eine Virtualisierung und Windows 11 für ARM geht nichts mehr. Auch mit diesem Wissen bleibt die Entscheidung, ob es das Macbook Air, das Macbook Pro mit M1-SoC sein soll oder eines der beiden neuen Macbook Pro.

Was ist das beste Macbook für welchen Zweck?

Wer absolute Ruhe möchte, kann nur das lüfterlose Macbook Air wählen. Das gibt es mit maximal 16 GByte und 2 TByte SSD. Es ist mit dem Apple M1 mit 8-Core CPU, 8-Core GPU und 16-Core Neural Engine ausgerüstet für 1.399 Euro zu haben. Wer ein geringeres Budget hat, kann auch die einfachste Version mit 7-Core GPU kaufen und minimal 1.129 Euro investieren. Das ist das derzeit günstigste Notebook von Apple.

Nicht geeignet ist das Macbook Air, wenn es einen großen Bildschirm braucht - 13 Zoll und 2.560 x 1.600 Pixel machen da nicht glücklich. Ein externes Display mit einer Auflösung von bis zu 6K bei 60 Hz kann angeschlossen werden. Wer mehr will, muss zu einem anderen Modell oder einem Trick greifen. Der Akku reicht laut Apple für zu 15 Stunden drahtloses Surfen, nach Erfahrung von Golem.de liegt die Realität bei etwa 12 Stunden. Und das Gerät ist nicht nur leise, sondern mit 1,29 kg auch leicht.

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Parallel zum Macbook Air wurde 2020 das Macbook Pro 13 Zoll (2.560 x 1.600 Pixel) im alten Intel-Gehäuse mit dem M1 ausgerüstet. Hier ist zwar ein Lüfter verbaut, der allerdings erst sehr spät anspringt und leise arbeitet. Auch hier ist ein 13 Zoll-Display verbaut und als Zweitdisplay die Touch Bar, die es beim Air nicht gibt. Der Akku fällt etwas größer aus - 20 Stunden Laufzeit gibt Apple an. Dafür wiegt das Macbook Pro 13 auch 1,4 kg. Mit 1.449 Euro Einstiegspreis ist es etwas teurer als das Macbook Air.

Deutlich teurer fangen die beiden neuen Macbook Pro mit 14 Zoll (3.024 x 1.964 Pixel) und 16 Zoll (3.456 x 2.234 Pixel) an. Das kleinere Modell ist ab 2.249 Euro zu haben, das 16er kostet mindestens 2.749 Euro. Beide Modelle sind mit hochauflösenden Displays ausgerüstet - erstmals mit MicroLED-Hintergrundbeleuchtung und 120 Hz Bildwiederholfrequenz. Außerdem lassen sich problemlos mehrere Bildschirme ohne Adaptertricks anschließen, ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Eines ist also klar - der Einstieg in die "richtige" Pro-Welt mit den neuen Macbooks ist teuer. Wie schnell die SoC genau sind, wird sich erst in Tests zeigen - grob gesagt ist der M1 Pro doppelt so schnell und der M1 Max drei- bis viermal so schnell wie der M1.

  • Macbook Pro 14 und 16 Zoll (Bild: Apple)
  • Macbook Pro 14 Zoll (Bild: Apple)
  • Macbook Pro 14 Zoll (Bild: Apple)
  • Macbook Pro 16 Zoll (Bild: Apple)
  • Macbook Pro 16 Zoll (Bild: Apple)
  • Macbook Pro 16 Zoll (Bild: Apple)
  • Macbook Pro 16 Zoll (Bild: Apple)
  • Macbook Pro 16 Zoll (Bild: Apple)
  • Macbook Pro 16 Zoll (Bild: Apple)
  • Macbook Pro 16 Zoll (Bild: Apple)
  • Macbook Pro 2021 (Bild: Apple)
  • Macbook Pro mit vielen externen Bildschirmen. (Bild: Apple)
  • Macbook Pro M1 Max (Bild: Apple)
  • Macbook Pro M1 Pro (Bild: Apple)
  • Macbook Pro Magsafe (Bild: Apple)
  • Macbook Pro in der Benutzung Bild: Apple)
  • Macbook Pro mit den neuen Ports (Bild: Apple)
Macbook Pro 14 und 16 Zoll (Bild: Apple)

Bleibt die Frage, was man mit der hohen Leistung der Pro- und Max-SoC machen soll. Zunächst einmal: Wir machen einfachen Videoschnitt, Transcodieren, Photoshop-Arbeiten und sämtliche Schreib- und Tabellenkalkulationen problemlos mit einem M1-Mac, allerdings nur auf einem einzelnen, großen externen Bildschirm. Auch grafikintensive Mac-Spiele wie War Thunder laufen problemlos in hoher Auflösung. Mit Stadia zu spielen ist mit einem M1 kein Problem.

2021 Apple MacBook Pro (14", Apple M1 Pro Chip mit 8-Core CPU und 14-Core GPU, 16 GB RAM, 512 GB SSD) - Silber

Zwei Bildschirme für ein Halleluja

Viele Nutzer möchten gerne auf zwei großen Bildschirmen programmieren oder schreiben, was bedeutet, dass entweder der beschriebene Display-Adapter-Trick vonnöten ist oder der Nutzer zwangsläufig in die MacBook-Pro-Welt eintreten muss. Die preisliche Differenz liegt bei mindestens 850 Euro.

Es gibt aber Anwendungen - und Apple hat schon einige bei der Vorführung präsentiert -, die mehr Rechenleistung erfordern, wenn sie flüssig arbeiten sollen. Das sind umfangreiche Renderings, Motion Tracking, Musik-Composing mit sehr vielen Spuren oder 3D-Audiobearbeitung. Auch sehr große Photoshop-Dateien können flüssiger bearbeitet werden, wenn mehr Hauptspeicher und Grafikleistung vorhanden sind. Wer beruflich derartige Anwendungen einsetzt und Zeit spart, wenn die Berechnungen schneller laufen, für den dürfte sich der Aufpreis schnell amortisieren. Das ist vielleicht auch das Maß, an dem sich die Entscheidung Pro oder Max orientieren sollte. Wer viel gewinnt, wenn aufwendige Rechenaufgaben schneller erledigt sind, wird den Max als SoC präferieren.

Heißt das nun, fast niemand braucht die neuen Macbook Pro?

Angesichts der Tatsache, dass der Lieferzeitpunkt sich für die neuen Macbook Pro schon wenige Minuten nach dem Verkaufsstart von Ende Oktober auf Ende Dezember 2021 verschoben hat, ist klar, dass viele die Geräte wollen.

M1M1 ProM1 Max
Fertigung5 nm TSMC 5 nm TSMC 5 nm TSMC
Transistoren16 Mrd33,7 Mrd57 Mrd
Die-Sizeca 120 mm²ca 250 mm² *ca 430 mm² *
CPU-Kerne4P + 4E 8P + 2E8P + 2E
L1/L2-Cache12MB + 4MB24MB + 4MB24MB + 4MB
SL-Cache16MB24MB48MB
GPU-Kerne8 @ 2,6 Teraflops16 @ 5,2 Teraflops32 @ 10,4 Teraflops
NPU-Kerne16 @ 11 Teraops16 @ 11 Teraops16 @ 11 Teraops
Interface128 Bit256 Bit512 Bit
Bandbreite68 GByte/s200 GByte/s400 GByte/s
SpeicherLPDDR4X-4266LPDDR5-6400LPDDR5-6400
Kapazität16 GByte (2x8)32 GByte (2x16)64 GByte (4x16)
Powerbis zu 20 Wattbis zu 90 Wattbis zu 90 Watt
Spezifikationen des M1 Apple Silicon * basierend auf Apples Die-Shots

Ein paar Dinge dürfen neben dem Preis-Argument nicht in Vergessenheit geraten: Erstens dürfte sich ein erheblicher Nachfragestau gebildet haben, weil viele die Pro-Geräte abwarteten, zweitens scheint bei Apple das Renaissance-Zeitalter begonnen zu haben: Alte Anschlüsse und Funktionen wie ein separater HDMI-Ausgang, Magsafe und große Displays werden wieder angeboten. Der 16er-Bildschirm bietet fast so viel Bildschirmfläche wie das fast vergessene 17-Zoll-Macbook-Pro. Das dürfte viele Interessenten freuen.

Wer billig kauft, kauft zweimal

Eine rein ökonomische Überlegung am Ende darf nicht fehlen. Wer sich jetzt ein gut ausgestattetes Modell kauft, kann sich sicher sein, dass es viele Jahre lang genügend Leistung bringen wird, um zahlreiche Betriebssystem-Generationen nutzbar zu sein.

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Trollversteher 22. Okt 2021 / Themenstart

Au weia "Quersponsoring" *patsch* Wenn jeder Fanboy/Hater so denken würde, dann würde...

Trollversteher 22. Okt 2021 / Themenstart

Was heißt denn "abermals" - welche Versprechen wurden beim ersten M1 denn nicht gehalten?

ad (Golem.de) 21. Okt 2021 / Themenstart

Build to Order - also bei Apple alles, was nicht in der Basiskonfiguration vorhanden ist.

Gryphon 21. Okt 2021 / Themenstart

Ein abgestuftes Produktportfolio hat doch nichts mit "Masse statt Klasse" zu zun! Für...

Gryphon 21. Okt 2021 / Themenstart

Danke für eure Antworten. Nachdem ich mich jetzt ein bisschen eingelesen habe, ist mein...

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