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Warnung an Aktionäre: Meta trickst bei Finanzierung von Rechenzentren

Laut Jahresabschluss ist Meta weder an den Kosten noch an Gewinnen des Hyperion-Projekts zum Bau neuer KI- Rechenzentren beteiligt.
/ Mike Faust
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Ernst & Young stuft das Hyperion-Projekt von Meta als kritischen Prüfungspunkt ein. (Bild: Reuters)
Ernst & Young stuft das Hyperion-Projekt von Meta als kritischen Prüfungspunkt ein. Bild: Reuters

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young hat den Jahresabschluss 2025 von Meta mit einem Warnhinweis für Aktionäre versehen. Wie das Wall Street Journal (WSJ) berichtete(öffnet im neuen Fenster) , hat die Kanzlei Bedenken dazu, wie Meta das 27,3 Milliarden US-Dollar teure Rechenzentrumsprojekt Hyperion aus der Bilanz heraushalte.

Hyperion wurde von Meta im Oktober 2025 in ein Joint Venture mit Blue Owl Capital ausgegliedert. Meta ist mit 20 Prozent an dem Joint Venture beteiligt, Blue Owl Capital mit 80 Prozent. In der Jahresbilanz gab Meta an, nicht Hauptbegünstigter dieser Kooperation zu sein und daher Vermögenswerte sowie Verbindlichkeiten in diesem Zusammenhang nicht ausweisen zu müssen.

Die Angabe, keine Kontrolle über das Joint Venture zu haben, rief laut dem WSJ nicht nur Kritik von Ernst & Young hervoe, sondern auch von Investoren und Politikern. Als Hyperscaler verfügt Meta über Erfahrung im Betrieb von Rechenzentren, während Blue Owl ein Finanzinstitut ist und der Erfolg des Joint Ventures letztlich von Metas Entscheidungen abhängt.

Mit Zweckgesellschaften vor hohen Krediten schützen

Ernst & Young bestätigte zwar letztendlich die Bilanzierungsmethode von Meta, stufte das Joint Venture aber als kritischen Prüfungspunkt ein. Im Dezember 2025 wurde bekannt, dass neben Meta auch xAI, Oracle und Coreweave komplexe Finanzierungsvereinbarungen anwenden , um sich vor hohen Krediten zu schützen.

Finanzinstitute wie Blue Owl Capital, Blackrock und Pimco oder auch Banken wie JPMorgan stellen das Kapital über Zweckgesellschaften bereit, wodurch die Kredite nicht in den Bilanzen der Technologieunternehmen auftauchen.

Neben den Kosten für die Rechenzentren stellt sich die Frage, wer die Kosten für den Ausbau der Stromnetze (g+) trägt, und wie sich der enorme Wasserverbrauch reduzieren (g+) lässt.


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