Warntag: BBK prüft Einführung des Cell Broadcast neben Warn-Apps

Nach dem völlig verpatzten Warntag prüft das zuständige Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe die Nutzung eines Cell Broadcast. Das fordern viele Experten.

Artikel veröffentlicht am ,
In vielen Teilen Deutschlands wurden Bürger am Warntag 2020 nicht benachrichtigt.
In vielen Teilen Deutschlands wurden Bürger am Warntag 2020 nicht benachrichtigt. (Bild: Pixabay)

Im Nachgang des komplett verpatzten bundesweiten Warntags im vergangenen September prüft das zuständige Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) die Einführung und Nutzung des sogenannten Cell Broadcasts zusätzlich zu den bisher genutzten Apps wie Nina oder Katwarn. Das schreibt die Behörde auf Twitter als Antwort auf eine Frage zur Einführung der Technik. Beim Cell Broadcast werden entsprechende Warnungen als Nachrichten an alle Geräte in einer Mobilfunkzelle gesendet.

Stellenmarkt
  1. Bachelor of Engineering (B.Eng.) / Bachelor of Science (B.Sc.) / Diplom-Ingenieur/in (FH/BA) ... (m/w/d)
    Regierungspräsidium Stuttgart, Stuttgart
  2. Consultant (m/w/d) digitales Veranstaltungsmanagement
    Fresenius Digital Technology, Bad Homburg
Detailsuche

Der erste bundesdeutsche Warntag nach der Wiedervereinigung war in vielen Gegenden Deutschlands eine eher ruhige Angelegenheit. Als Grund dafür werden aber nicht die fehlenden Sirenen in vielen Landesteilen angegeben, sondern dass das als Alternative dazu gedachte Warnsystem auf Basis von Mitteilungen per App nur sehr schlecht funktioniert hat.

So kam eine Vielzahl der Warnungen gar nicht oder nur extrem verzögert an. Der Chef des BBK, Christoph Unger, musste deshalb seinen Posten räumen.

In anderen Ländern wie den Niederlanden oder den USA setzen die Behörden statt auf Apps auf den Cell Broadcast. Dazu schreibt das BBK: "Wir prüfen momentan mit allen beteiligten Stellen, ob die Einführung von Cell Broadcast als an Mowas angeschlossenes System sinnvoll ist und wie sie durchgeführt werden könnte". Mowas steht für "Modulares Warnsystem" und beschreibt die Warninfrastruktur des Bundes. In Deutschland wird die Cell-Broadcast-Technik bisher aber nicht verwendet.

Unzählige Deals und Schnäppchen am Cyber Monday
Golem Karrierewelt
  1. Entwicklung mit Unity auf der Microsoft HoloLens 2 Plattform: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    07./08.06.2022, Virtuell
  2. Microsoft Azure Administration: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    22./23.08.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Als Reaktion auf den verpatzten Warntag sprachen sich zahlreiche Experten in einem Gastbeitrag der AG Kritis klar für die Nutzung des Cell Broadcasts aus. Dort heißt es: "Es funktioniert technisch in vielen anderen Ländern der Welt einwandfrei, die EU hat entsprechende Weichen mit einer Verordnung gestellt. Gerade dann, wenn die Mobilfunknetze völlig überlastet sind und Daten an Apps wie Nina nicht mehr durchkommen, funktionieren Cell Broadcasts aufgrund der sehr geringen Datenlast noch am wahrscheinlichsten."

Als wichtigstes Argument wird angeführt, dass die Warn-Apps eigens heruntergeladen werde müssen und das Netz überlasten könnten. Da der Cell Broadcast jedoch von "ziemlich allen Mobiltelefonen unterstützt" werde, ließe sich damit ohne weiteres Zutun wohl ein sehr großer Teil der Bevölkerung erreichen, erklärt die AG Kritis.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Hyde Mr 29. Nov 2020

CB ist dafür gemacht und gehört dafür eingesetzt. Für diese Aufgaben muss ein effizientes...

Hyde Mr 29. Nov 2020

Ihr Beitrag ist trolling und sonst nichts.

Lightkey 29. Nov 2020

Oh, danke für die Erläuterung. Ich war schon etwas erstaunt, was denn an Citizen Band...

schnedan 27. Nov 2020

wie oft habe ich das schon in meinem Arbeitsleben gesehen das Abteilung B nicht das nimmt...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
City M 2.0
Strøm baut minimalistisches Pendler-E-Bike

Das Strøm City M 2.0 ist ein E-Bike, das wegen seiner schlichten Linienführung auffällt und über Indiegogo für 1.095 Euro angeboten wird.

City M 2.0: Strøm baut minimalistisches Pendler-E-Bike
Artikel
  1. Cambridge Analytica: US-Staatsanwalt klagt gegen Mark Zuckerberg
    Cambridge Analytica
    US-Staatsanwalt klagt gegen Mark Zuckerberg

    Für die US-Staatsanwaltschaft ist klar, dass Mark Zuckerberg für den Datenschutzskandal bei Facebook rund um Cambridge Analytica verantwortlich ist.

  2. Satellitenkommunikation: Bundeswehr soll Starlink testen
    Satellitenkommunikation
    Bundeswehr soll Starlink testen

    Das deutsche Heer soll Produkte für private Satellitenkommunikation testen. Das Verteidigungsministerium nennt in diesem Zusammenhang Starlink von SpaceX.
    Eine Exklusivmeldung von Lennart Mühlenmeier

  3. Macht mich einfach wahnsinnig: Kelber beklagt digitale Inkompetenz von VW
    "Macht mich einfach wahnsinnig"
    Kelber beklagt digitale Inkompetenz von VW

    Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber hat vor einem Jahr ein Elektroauto bei VW bestellt. Und seitdem nichts mehr davon gehört.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • LG OLED TV 77" 56% günstiger: 1.099€ • Cyber Week: Alle Deals freigeschaltet • Xbox Series X bestellbar • Samsung schenkt 19% MwSt. • MindStar (u. a. AMD Ryzen 9 5950X 488€) • Bis zu 35% auf MSI • Alternate (u. a. AKRacing Core EX SE Gaming-Stuhl 169€) [Werbung]
    •  /