Warcraft & Co: Blizzard und das diabolische Missverständnis

Ist Blizzard gefangen zwischen Fan-Wünschen und Entwickler-Wollen? Zeit für eine Ent-Täuschung - und einen Ausblick!

Eine Analyse von veröffentlicht am
Fan bei der Premiere des Warcraft-Films (2016)
Fan bei der Premiere des Warcraft-Films (2016) (Bild: Frazer Harrison/Getty Images)

Der 2. November 2018 war kein schöner Tag in der 30-jährigen Geschichte von Blizzard, aber ein wichtiger. An diesem Tag stellte das Entwicklerstudio im Rahmen seiner Hausmesse Diablo Immortal vor, ein Free-to-Play-Mobile-Game.

Inhalt:
  1. Warcraft & Co: Blizzard und das diabolische Missverständnis
  2. Diablo 3 und andere Fehler von Blizzard
  3. Warcraft Mobile und andere neue Blizzard-Projekte

Statt Begeisterung gab es jedoch Buhrufe. Die Spielemacher auf der Bühne waren von der Situation überrascht und überfordert.

Man muss sich das mal klarmachen: Eines der jahrelang beliebtesten Entwicklerstudios wird im Rahmen seiner eigenen Veranstaltung von seinen treusten Fans bei der Präsentation eines grundsätzlich kostenlosen Ablegers einer der beliebtesten Serien beschimpft statt gefeiert.

Und noch schlimmer: Jeder mittelmäßig informierte Gamer hätte genau diese Reaktion des Publikums voraussagen können. Auch ich hätte entsprechende Wetten in beliebiger Höhe angeboten - weil klar war, dass die Fans auf Diablo 4 und nicht auf einen Ableger für Handys gewartet hatten. Nur Blizzard selbst hatte nicht mit den negativen Reaktionen gerechnet. Hat das legendäre Entwicklerstudio das Gespür für seine Kunden verloren?

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Es fällt erstaunlich leicht, noch mehr solcher Momente in der Geschichte des Unternehmens zu finden. Etwa das anfangs zu bunte Diablo 3, für das es nach der Ankündigung 2008 vor allem Kritik aus der Community hagelte.

Oder der lange Streit zwischen Fans von World of Warcraft und dem Entwicklerstudio um die Vanilla-Version des MMORPGs ab etwa 2015. Auch dabei ging es im Grunde um die Ansprüche von Hardcorespielern und dem Versuch von Blizzard, selbst Casual-Gamern schnelle Erfolgserlebnisse in den Weiten von Azeroth zu ermöglichen.

Diesen Konflikt beobachte ich schon seit vielen Jahren. Ein großer Teil der Community hätte gerne, dass Blizzard düstere Hardcorespiele macht. Fans wünschen sich bluttriefende Abenteuer mit Orks und Drachen in Warcraft. Stattdessen bringt Blizzard das lustige Sammelkartenspielchen Hearthstone heraus. Fans fantasieren von einem Shooter rund um Baal und Mephisto. Tatsächlich gibt's das kunterbunte Overwatch.

Es wäre spannend zu wissen, wie weit sich Blizzard über diesen immer wieder spürbaren Gegensatz im Klaren ist. Mein Eindruck: nicht sehr. Zumindest hat dieses Gefühl eine Online-Pressekonferenz hinterlassen, die Ende Februar 2021 im Rahmen der Blizzcon 2021 stattfand (Golem.de hat daran teilgenommen).

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Diablo 3 und andere Fehler von Blizzard 
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rldml2 29. Mär 2021

Das mag sein, aber dann bleibt die Frage: Warum machen die dann noch eine eigene...

Jetset 24. Mär 2021

Ich muss ehrlich sagen das ich Blizzards Aktivitäten gar nicht mehr wirklich...

Hotohori 23. Mär 2021

Naja, The Witcher 3 lebt vor allem durch seine tollen Charaktere, die Spielwelt und...

Hotohori 22. Mär 2021

Damit hast du natürlich absolut recht. Aber es einfach nur auf das eigene Alter zu...

Dakkaron 22. Mär 2021

Schön geschrieben, stimmt völlig. Kann mich noch gut erinnern, wie ich in WoW das erste...



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