War in the North: Vergessenes Herr-der-Ringe-Spiel kehrt überraschend zurück
Ohne vorherige Ankündigung ist The Lord of the Rings: War in the North – Legacy Edition erschienen. Das Action-Rollenspiel von Snowblind Studios stammt ursprünglich aus dem Jahr 2011 und wurde für die Neuauflage technisch überarbeitet. Verantwortlich für die neue Version ist Aspyr(öffnet im neuen Fenster).
Die Legacy Edition ist für Windows-PC, Playstation 5 und Xbox Series X/S erhältlich. Auf dem PC wird sie unter anderem bei Steam, Epic Games Store und Gog angeboten. Der Preis liegt bei knapp 24 Euro. In Europa erscheinen der Titel am 18. August 2026 für Nintendo Switch und Switch 2.
Zu den Neuerungen gehören eine Darstellung mit bis zu 60 fps, eine überarbeitete Benutzeroberfläche und eine verbesserte Zielerfassung im Kampf. Außerdem gibt es nun Autosaves und zusätzliche Speicherplätze.
Die drei spielbaren Charaktere lassen sich direkt wechseln, hinzu kommen Fehlerkorrekturen und auf PS5 sowie den Nintendo-Konsolen Bewegungssteuerung. Die erste Switch erreicht allerdings keine 60 fps und unterstützt keinen lokalen Koop-Modus.
Wenig Begeisterung im Golem-Test
Am grundsätzlichen Spielprinzip ändert sich nichts. War in the North ist ein vergleichsweise düsteres Action-Rollenspiel, das parallel zu den Ereignissen aus Der Herr der Ringe spielt.
Während Frodo und Sam auf dem Weg nach Mordor sind, kämpft eine zweite Gemeinschaft im Norden Mittelerdes gegen Agandaur, einen Schwarzen Numenorer im Dienst von Sauron.

Zur Gruppe gehören der Waldläufer Eradan, die Elbin Andriel und der Zwerg Farin. Spieler können allein mit KI-Begleitern oder gemeinsam im Koop-Modus antreten. Die Reise führt unter anderem nach Bruchtal, in den Düsterwald und zum Einsamen Berg. Auch bekannte Figuren wie Gandalf und Aragorn treten auf.
Besonders gut kam War in the North bei seiner ursprünglichen Veröffentlichung nicht an. Die Durchschnittswertungen lagen je nach Plattform nur bei etwas mehr als 60 von 100 Punkten. Auch Golem zeigte sich im damaligen Test wenig begeistert.
Zwar könne das Spiel mit zwei Mitspielern "eine Zeit lang faszinieren", insgesamt störten aber vor allem die monotonen Kämpfe, die schwache KI und technische Probleme. Für Einzelspieler fiel das Urteil besonders deutlich aus: "Für Solohelden ist das Spiel eine einzige Enttäuschung."
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