Wanna Cry: Hacker Marcus Hutchins plädiert auf nicht schuldig

"Nicht schuldig" - so sieht der Hacker Marcus Hutchins sich selbst. Er habe nicht an der Entwicklung des Bankentrojaners Kronos mitgewirkt. Bis zur Gerichtsverhandlung darf Hutchins nun das Internet nutzen und in den USA umziehen.

Artikel veröffentlicht am ,
Hutchins mit seinen Anwälten vor Gericht
Hutchins mit seinen Anwälten vor Gericht (Bild: Joshua Lott/Getty Images)

Der Hacker und Sicherheitsforscher Marcus Hutchins hat sich vor Gericht für nicht schuldig erklärt. Ihm wird vorgeworfen, an der Entwicklung und Verbreitung des Bankentrojaners Kronos mitgewirkt zu haben. Hutchins wurde nach dem Besuch der Sicherheitskonferenzen Defcon und Black Hat in den USA verhaftet, kurz bevor er in seine Heimat Großbritannien zurückfliegen wollte.

Hutchins war bereits nach wenigen Tagen gegen eine Kaution über 30.000 US-Dollar freigekommen, die Kautionsauflagen wurden durch das Gericht jetzt weiter gelockert. Zwar bleibt Hutchins Pass weiterhin in Verwahrung, er darf allerdings künftig in Los Angeles wohnen und arbeiten, wie The Register schreibt. Hutchins arbeitete schon zuvor für eine in LA beheimatete Sicherheitsfirma.

Hutchins darf ins Internet

Bis zur weiteren Verhandlung muss der Hacker allerdings eine GPS-Fußfessel tragen, die seinen Standpunkt regelmäßig übermittelt. In vielen Fällen wird mutmaßlich kriminellen Hackern nicht erlaubt, das Internet zu benutzen. Hutchins aber begann bereits am Abend wieder, seinen Twitter-Account zu bespielen.

"Marcus Hutchins ist ein brillanter junger Mann und ein Held", sagte Marcia Hofmann, Hutchins Anwältin von der Anwaltskanzlei Zeitgeist Law in San Francisco. "Er wird sich energisch gegen diese Anschuldigungen verteidigen und wenn die Beweise ans Licht kommen, sind wir sicher, dass er vollständig rehabilitiert wird."

Hutchins war im Rahmen der Wanna-Cry-Epdemie zu einiger Berühmtheit gelangt, weil er die Ausbreitung der Malware unwissentlich stoppte, nachdem er eine sogenannte Killswitch-Domain registrierte.

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