• IT-Karriere:
  • Services:

Waltham: Wayland bekommt ein bisschen Netzwerktransparenz

Das Linux-Consulting-Unternehmen Collabora arbeitet daran, Teile des Wayland-Protokolls über das Netzwerk verfügbar zu machen. Die Arbeiten sind aber zunächst auf die Verwendung im Auto beschränkt.

Artikel veröffentlicht am ,
Die IVI-Shell des Automotive Grade Linux nutzt Wayland, vielleicht bald auch Waltham.
Die IVI-Shell des Automotive Grade Linux nutzt Wayland, vielleicht bald auch Waltham. (Bild: Automotive Grade Linux/CC-BY 4.0)

Bereits im April dieses Jahres hat der langjährige Wayland-Entwickler Pekka Paalanen einen Plan vorgestellt, wie einzelne Oberflächen bei der Verwendung von Wayland über das Netzwerk übertragen werden könnten. Mit Waltham steht die dafür besonders wichtige Interprozesskommunikation (IPC) bereit. Paalanen schreibt, Waltham sei aber nicht das Wundermittel, das Wayland plötzlich netzwerktransparent mache.

Stellenmarkt
  1. Schwarz Dienstleistung KG, Raum Neckarsulm
  2. AKKA, Braunschweig

Vielmehr sei Waltham nur ein Detail einer größeren Software-Sammlung, die es langfristig ermöglichen soll, Wayland-Anwendungen über das Netzwerk zu verwenden. Dabei solle eine Protokollfamilie entstehen, welche die Teile von Wayland, die eben nicht kompatibel für die Verwendung in einer Netzwerk-Umgebung sind, durch etwas anderes austausche. Anders als das veraltete X11-Fenstersystem ist der designierte Nachfolger Wayland von Beginn für einen lokalen Einsatz konzipiert worden. Dass deshalb im Vergleich zu X11 die Netzwerktransparenz fehlt, war einer der vielfach vorgetragenen Kritikpunkte an Wayland.

Zunächst auf einfache Szenarien beschränkt

Waltham entsteht bei der auf die Linux-Entwicklung spezialisierten Unternehmensberatung Collabora im Auftrag von ADIT, einem Joint-Venture der Automobilsparte von Bosch und dem Zulieferer Denso. So bezieht sich der von Paalanen dargestellte Plan zunächst auf die Shell für das In-Vehicle-Infotainment (IVI). Deren Protokollumfang sei zudem deutlich geringer, als dies etwa beim Desktop-Einsatz von Wayland der Fall ist. Die Nutzung von Waltham auf dem Desktop hält Paalanen deshalb zwar für theoretisch machbar, wohl aber nur mit einigem Mehraufwand.

Die Notwendigkeit von Waltham und der Netzwerkkommunikation für Wayland wird mit dem wohl typischen IT-Aufbau in Autos in den kommenden Jahren begründet. So sei es wahrscheinlich, dass künftig mehrere Betriebssystem-Instanzen entweder virtualisiert oder auf physisch verschiedenen Boards genutzt werden. Dabei kann es notwendig werden, die Oberfläche einer Anwendung von einer Instanz auf eine andere zu übertragen.

Waltham ist in seiner Konzeption sehr stark an Wayland angelehnt, unterscheidet sich in einigen wichtigen Details aber von diesem. So werden TCP-Sockets zur Kommunikation genutzt. Darüber hinaus kann Waltham aber keine File-Descriptor senden und implementiert keine Ereignisschleife (Event Loop).

Die Entwicklung von Waltham geschieht derzeit auf Github und der Code steht wie Wayland unter MIT-Lizenz. Wie viele andere Projekte auch, darunter Wayland und dessen Referenzimplementierung Weston, ist Waltham nach einer Stadt im US-Bundesstaat Massachusetts benannt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. 860 Evo 500 GB SSD für 74,99€, Portable T5 500 GB SSD 94,99€, Evo Select microSDXC 128...
  2. täglich neue Deals bei Alternate.de

1ras 01. Nov 2016

-------------------------------------------------------------------------------- Wir...

EQuatschBob 31. Okt 2016

Netzwerktransparenz verliert auch an Bedeutung, weil immer mehr Admin-Tools web-basiert...


Folgen Sie uns
       


Alienware Concept Ufo - Hands on (CES 2020)

Das Handheld-Konzept von Dell ähnelt dem der Switch, das Alienware Concept Ufo eignet sich aber eher für ernsthafte Gamer.

Alienware Concept Ufo - Hands on (CES 2020) Video aufrufen
Akkutechnik: In Zukunft kommen Akkus mit weniger seltenen Rohstoffen aus
Akkutechnik
In Zukunft kommen Akkus mit weniger seltenen Rohstoffen aus

In unserer Artikelserie zu Akku-FAQs geht es diesmal um bessere Akkus, um mehr Akkus und um Akkus ohne seltene Rohstoffe. Den Wunderakku, der alles kann, den gibt es leider nicht. Mit Energiespeichern ohne Akku beschäftigen wir uns später in Teil 2 dieses Artikels.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Elektroautos BASF baut Kathodenfabrik in Brandenburg
  2. Joint Venture Panasonic und Toyota bauen prismatische Zellen für E-Autos
  3. Elektromobilität EU-Kommission genehmigt europäisches Batterieprojekt

Leistungsschutzrecht: Drei Wörter sollen ...
Leistungsschutzrecht
Drei Wörter sollen ...

Der Vorschlag der Bundesregierung für das neue Leistungsschutzrecht stößt auf Widerstand bei den Verlegerverbänden. Überschriften mit mehr als drei Wörtern und Vorschaubilder sollen lizenzpfichtig sein. Dabei wenden die Verlage einen sehr auffälligen Argumentationstrick an.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Leistungsschutzrecht Memes sollen nur noch 128 mal 128 Pixel groß sein
  2. Leistungsschutzrecht Französische Verlage reichen Beschwerde gegen Google ein
  3. Leistungsschutzrecht Französische Medien beschweren sich über Google

Verkehr: Das Kaltstart-Dilemma der Autos mit Hybridantrieb
Verkehr
Das Kaltstart-Dilemma der Autos mit Hybridantrieb

Bei Hybridautos und Plugin-Hybriden kommt es häufiger zu Kaltstarts als bei normalen Verbrennungsmotoren - wenn der Verbrennungsmotor ausgeht und der Elektromotor das Auto durch die Stadt schiebt. Wie schnell lässt sich der Katalysator vorwärmen, damit er Abgase dennoch gut reinigen kann?
Von Rainer Klose

  1. Elektromobilität Umweltbonus gilt auch für Jahreswagen
  2. Renault City K-ZE Dacia plant City-Elektroauto
  3. Elektroautos EU-Kommission billigt höheren Umweltbonus

    •  /