Walmart: Canoo baut panzerartige E-Lieferwagen für Supermärkte

Canoo darf leichte Lkw für Walmart bauen, muss sich aber im Gegenzug verpflichten, Amazon nicht zu beliefern. Die Transporter erinnern an gepanzerte Fahrzeuge.

Artikel veröffentlicht am , Michael Linden
Transporter Canoo MPDV
Transporter Canoo MPDV (Bild: Canoo)

Walmart kauft von Canoo bis zu 10.000 Elektro-Lieferwagen und will sich an dem Start-up beteiligen. Solange der Hersteller an Fahrzeuge an Walmart verkauft, darf dessen Konkurrent Amazon keine Lieferwagen erhalten.

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Das sieht ein Vertrag vor, der zwischen Canoo und Walmart geschlossen wurde. Die Vertragsinhalte wurden durch eine Börsen-Pflichtmitteilung bekannt, weil Canoo in der Zeit auch keine Beteiligung von Amazon akzeptieren darf.

Walmart wird erst einmal 4.500 Elektro-Lieferwagen kaufen, eine Option für weitere 5.500 Stück besteht bereits. Die Produktion soll Ende 2022 beginnen. Über die nächsten zehn Jahre kann Walmart die Option auf mehr als 60 Millionen Canoo-Aktien einlösen, was derzeit mehr als einem Fünftel an der Firma entspricht. Damit wäre Walmart auch Anteilseigner des Unternehmens.

MPDV von Canoo sieht wie ein gepanzertes Fahrzeug aus

Ende 2020 stellte Canoo seinen Lieferwagen Multi-Purpose Delivery Vehicle (MPDV) in zwei Varianten vor. Das MPDV erinnert mit seinen kantigen Formen ein wenig an einen Geldtransporter.

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Der Hersteller bietet zunächst zwei Varianten an, die sich in der Größe unterscheiden. Beide sind nach der US-Klassifizierung Light Trucks mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis 2,7 Tonnen. Eine dritte Variante, ein Medium Truck (bis 6,35 Tonnen), soll folgen.

Canoo wurde 2017 in Kalifornien gegründet. Zu den Initiatoren gehören die ehemaligen BMW-Vorstände Stefan Krause und Ulrich Kranz, der unter anderem den BMW i3 und den BMW i8 mitentwickelt hat, sowie der Designer Richard Kim, der den i3 gezeichnet hat. Nach einem kurzen, unglücklichen Intermezzo bei Faraday Future gründeten sie ihr eigenes Unternehmen.

Amazon setzt auf Rivians E-Transporter

Amazon schloss hingegen im September 2019 mit dem Elektroauto-Start-up Rivian einen Vertrag, bei dem es ebenfalls um Elektrolieferwagen geht. Amazon beteiligte sich Anfang 2019 mit 700 Millionen US-Dollar an Rivian.

Das E-Commerce-Versandhaus werde 100.000 Elektro-Lkw bei Rivian bestellen, sagte Firmenchef Jeff Bezos damals. Die Fahrzeuge sollen exklusiv für Amazon entworfen, gebaut und gewartet werden. Amazon wollte ursprünglich, bereits 2022 10.000 der neuen Elektrofahrzeuge auf die Straße bringen. Das verhinderte die Coronapandemie.

Ende 2021 wurde bekannt, dass Rivian ab 2022 auch von Dritten Bestellungen für seinen elektrischen Lieferwagen annehmen und die Fahrzeuge Anfang 2023 ausliefern will. The Verge berichtete im November 2021, es könne eine simple Erklärung für die augenscheinliche Diskrepanz zwischen Exklusivität und Verkauf an Dritte geben: Die Exklusivvereinbarung zwischen Rivian und Amazon beziehe sich auf Lieferfahrzeuge für die letzte Meile. Auf Rivians Website wird der Transporter jedoch allgemeiner als Nutzfahrzeug bezeichnet. Es könnte also sein, dass Rivian seine Transporter zunächst an Unternehmen verkaufen will, die nicht im Liefergeschäft tätig sind.

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Landvogt 15. Jul 2022 / Themenstart

Das Fahrzeug ist nicht gepanzert. Die kantige Form erinnert lediglich an ein gepanzertes...

Kadjus 15. Jul 2022 / Themenstart

Bei der F1 dienen die "rausstehenden Sachen" aber auch eine Zweck ;) Bei so einem Klotz...

menno 15. Jul 2022 / Themenstart

Das sind sie, die Highperformer uns Spitzenmanager! Wenn Du mit mir spielst...

katze_sonne 14. Jul 2022 / Themenstart

Also Geldtransporter sehen finde ich anders aus. Aber was ich hier sehe, erinnert mich...

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