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Wallstreetbets: Trade Republic entschuldigt sich für Probleme mit Gamestop

Auch der Online-Broker Trade Republic hatte den Handel mit Gamestop -Aktien eingeschränkt. Grund seien technische Probleme.
/ Sebastian Grüner
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Die Turbulenzen der Gamestop-Aktien haben die Trading-Apps überfordert. (Bild: Dado Ruvic/Illustration/Reuters)
Die Turbulenzen der Gamestop-Aktien haben die Trading-Apps überfordert. Bild: Dado Ruvic/Illustration/Reuters

Der deutsche Online-Broker und Anbieter einer leicht zu bedienenden Trading-App, Trade Republic, bittet seine Kunden in einer E-Mail wegen der vielen Probleme im Zusammenhang mit der Gamestop-Aktie um Entschuldigung. Das berichtet das Magazin T3N(öffnet im neuen Fenster) . Bereits zuvor hatte sich der Anbieter bei seinen Kunden für vorübergehende Handelseinschränkungen entschuldigt, wie E-Mails belegen, die auf Reddit veröffentlicht wurden(öffnet im neuen Fenster) . Trade Republic erklärt nun darüber hinaus, wie es zu den Handelseinschränkungen kam.

Demnach hatte Trade Republic ebenso wie seine US-Konkurrenz schlicht mit zahlreichen technischen Problemen zu kämpfen, die durch das massiv angestiegene Handelsvolumen über die App verursacht worden seien. So seien über die App mehr als doppelt so viele Transaktionen abgewickelt worden wie vor dem Hype um die Gamestop-Aktie. Dabei habe es sich um "mehrere Tausend Order pro Minute" gehandelt, was wiederum den genutzten Handelspartner Lang & Schwarz überfordert habe. Auch die Tagesschau bestätigt diese Darstellung(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf das Team von Trade Republic.

Die Systeme des Online-Brokers seien dabei so stark überlastet gewesen, dass man sich entschieden habe, den Handel mit Gamestop-Aktien einzuschränken, um die Stabilität nicht weiter zu gefährden. Das Team habe daraufhin außerdem den Handelspartner gewechselt. Doch auch dieser habe das massive Handelsvolumen nicht verarbeiten können und sei überlastet gewesen.

Untersuchungen des Gamestop-Hypes

Die in den USA beliebte Trading-App Robinhood steht angesichts des jüngsten Spekulationsbooms unter erhöhtem Druck, Sicherheiten für das massiv angestiegene Handelsvolumen zu besorgen, das über die App abgewickelt wird. Die zuletzt neu eingeworbenen Mittel belaufen sich inzwischen auf 3,4 Milliarden Dollar. Ähnliche Forderungen zur Einlage von Sicherheiten oder damit verbundene Probleme habe es bei Trade Republic aber nicht gegeben.

Nach Vertretern aus der US-Politik und der US-Justiz äußerte sich mit Neel Kashkari am 1. Februar 2021 erstmals auch ein ranghoher Vertreter der US-Notenbank Fed zu den Börsenturbulenzen. Inzwischen untersuchen viele verschiedene offizielle Stellen die Vorgänge rund um den Handel mit Gamestop-Aktien. Ausgelöst wurde der Hype darum vor allem durch das Reddit-Forum Wallstreetbets .


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