Wallstreetbets: Handel mit Gamestop-Aktien weiter eingeschränkt

Während das Interesse an Gamestop-Aktien weiter hoch ist, machen auch Wall-Street-Investoren massive Gewinne.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Die Aktie des Computerspiele-Händlers Gamespot sorgt weiter für Probleme.
Die Aktie des Computerspiele-Händlers Gamespot sorgt weiter für Probleme. (Bild: REUTERS/Nick Zieminski)

Der wegen seiner Nutzungsbeschränkungen heftig in die Kritik geratene US-Broker Robinhood will nach eigenen Angaben nur noch den Handel von acht statt bislang 50 Aktien regulieren. Nutzer dürfen weiterhin nur eine bestimmte Zahl an Wertpapieren von und Optionen auf Unternehmen wie Gamestop, Blackberry, AMC Entertainment oder Nokia kaufen, wie das Unternehmen am späten Sonntagabend auf seiner Webseite bekanntgab. Teilweise ist nur der Erwerb einer einzelnen Aktie erlaubt. Robinhood begründete seine Entscheidung mit einer "anhaltenden Marktvolatilität" und behielt sich weitere Änderungen vor.

Inhalt:
  1. Wallstreetbets: Handel mit Gamestop-Aktien weiter eingeschränkt
  2. Gamestop-Aktienhandel als Meme

Der vor allem für seinen einfachen und kostenlosen Online-Handel beliebte Anbieter hatte am vergangenen Donnerstag überraschend für mehrere Stunden den Handel mit bestimmten Aktien ausgesetzt. Daraufhin stürzten die Kurse betroffener Unternehmen dramatisch ab. Betroffen waren auch Firmen wie Starbucks, Trivago oder Moderna, die im Gegensatz zu Robinhoods Darstellung keinen besonderen Kursschwankungen unterlagen.

Auch in Deutschland waren Broker wie die Smartphone-Apps Trade Republic oder Trading212 in Bedrängnis geraten, weil sie ihren Nutzern den Zugang zum freien Markt untersagten. So war zeitweise nur der Verkauf bestimmter Wertpapiere, nicht aber der Kauf neuer Anteile gestattet. Schon zuvor hatten die Apps teilweise technische Probleme und die New Yorker Börse hatte den Handel mit den Papieren zwischenzeitlich immer wieder ausgesetzt.

In den USA reagierten viele Anleger auf diesen Schritt nicht nur mit der erwartbaren Kritik, sondern auch mit einer Sammelklage gegen Robinhood. Darüber hinaus kündigten erste Politiker an, die Vorgänge zusammen mit der US-Börsenaufsicht SEC untersuchen zu wollen. Ebenso haben sich bereits die ersten US-Justizbehörden der Vorgänge angenommen.

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Wie bereits berichtet, könnte es aber sein, dass der Online-Broker wegen des massiven Zulaufs auf die App und der vielen Käufe Probleme mit dem verfügbaren Kapital hatte, das die SEC mindestens vorschreibt. Darauf weist erneut der Finanznachrichtendienst CNBC hin. Demnach habe Robinhood seine Sicherheiten um das Zehnfache erhöhen müssen. CNCB bezieht sich dabei direkt auf Robinhood. Die Beschränkungen seien nicht geschehen, "weil wir die Leute davon abhalten wollten, diese Aktien zu kaufen", wie der Anbieter schreibt.

Demonstration für Regulierung von Republikanern

Nach den Kurskapriolen an der New Yorker Börse rund um die Gamestop-Aktie demonstrierten am Sonntag außerdem Dutzende Menschen in der Wall Street für eine stärkere Kontrolle von Banken und Hedgefonds durch die Politik. "Spekulanten knöpfen uns Milliarden ab", sagte Gavin Wax, Chef der Gruppe New York Young Republicans, die den Protest organisiert hatte, in einer Ansprache. "Sie machen, was sie wollen, und müssen keine Konsequenzen fürchten".

Die New York Young Republicans sind eine Nachwuchsorganisation der Republikanischen Partei. Ihre Aktion sollte an die Occupy-Wall-Street-Märsche im Herbst des Jahres 2011 erinnern. Damals zogen Tausende Menschen durch das Finanzviertel im Süden Manhattans und forderten von der US-Regierung eine strengere Aufsicht über die Bankenindustrie.

Dass nun auch Republikaner für eine Regulierung des Finanzmarkts eintreten, ist zwar überraschend, mit Blick auf die aktuellen Vorgänge aber auch nicht neu. So hatte etwa der US-Senator für Texas, Ted Cruz, den Forderungen nach Regulierungen und einer Untersuchung der Abgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez auf Twitter zugestimmt. Ocasio-Cortez bezeichnet sich selbst als Sozialistin, Cruz gilt dagegen als konservativer Hardliner.

Die Abgeordnete für New York sagte daraufhin zu Cruz: "Ich freue mich, mit Republikanern an diesem Thema zu arbeiten, soweit es Gemeinsamkeiten gibt, aber Sie haben mich vor drei Wochen fast umbringen lassen, Sie können jetzt aussetzen". Der Handel mit den Aktien geht derweil trotz allem weiter und hat entsprechend große Auswirkungen auf Verluste aber auch Gewinne an der Wallstreet.

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Gamestop-Aktienhandel als Meme 
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Emulex 03. Feb 2021

Das waren sie schon vor 25 Jahren. Kommt halt drauf an ob das Unternehmen (stark) wächst...

JuBo 02. Feb 2021

Na ja so funktioniert das halt mit Ponzi, wenn das dann in der Bildzeitung steht, sind...

AllDayPiano 02. Feb 2021

Viel lustiger wird es, wenn die Investoren von AMC richtig übel auf die Nase fliegen. Ein...

At-M 01. Feb 2021

Diamondhands lets goo. Finde die gesamte Reddit-Aktion genial, da werden mal langsam die...



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