Wallstreetbets: Gamestop wollte keine neuen Aktien ausgeben

Bei den massiven Kursgewinnen hätte Gamestop neue Aktien ausgegeben können, um Millionen US-Dollar einzusammeln, nahm davon aber Abstand.

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Gamestop hätte neue Aktien zu Geld machen können, sah davon aber ab.
Gamestop hätte neue Aktien zu Geld machen können, sah davon aber ab. (Bild: REUTERS/Dado Ruvic/Illustration)

Auf der Höhe des Aktienhypes des Unternehmens Gamestop vor wenigen Wochen hat sich der Computerspiele-Händler dagegen entschieden, eigene neue Aktien auszugeben. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf mit der Situation Vertraute. Demnach hat sich Gamestop gegen diese Schritt entschieden, der hundert Millionen US-Dollar oder auch mehr hätte einbringen können, da dem eventuell Auflagen der Kontrollbehörden entgegengestanden hätten.

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Ausgelöst wurde der Hype und damit der massive Kursgewinn durch eine koordinierte Aktion von Mitgliedern des Reddit-Forum Wallstreetbets. Erklärtes Ziel der zahlreichen Käufe aus der Community heraus war es, Hedgefonds in die Pleite zu treiben, die mit Leerverkäufen auf fallende Kurse von Gamestop spekuliert haben.

Das trieb den Kurs auf fast 500 US-Dollar, sorgte aber auch für reichlich Probleme wie den zwischenzeitlich ausgesetzten Handel der Aktien in Trading-Apps. Der gesamte Vorgang rund um den Hype beschäftigt inzwischen die US-Politik und auch die US-Justiz.

Durch die Ausgabe neuer Aktien hätte Gamestop eine sehr große Menge Geld einsammeln können, um damit wiederum seine Schulden abzubezahlen und in seine Digitalisierungsstrategie zu investieren. Trotz des Drucks vieler Investoren sei aber genau das nicht geschehen, heißt es in dem Bericht.

Gamestop ließ Vorsicht walten

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Das erscheint zunächst überraschend, da Gamestop bereits im Dezember 2020 die Möglichkeit zur Ausgabe neuer Aktien im Wert von rund 100 Millionen US-Dollar wie vorgesehen der US-Börsenaufsicht SEC gemeldet hat. Diese Ausgabe der Aktien ist aber erst nach der Veröffentlichung aktueller Finanzzahlen erlaubt, was wohl letztlich für den Verzicht ausschlaggebend war.

Die Möglichkeit, einfach vorläufige Zahlen zu veröffentlichen, um die Aktien doch noch verkaufen zu können, sei Gamestop schlicht zu riskant gewesen, heißt es in dem Bericht. Die SEC hätte den Fall sehr wahrscheinlich untersucht, da es den Anschein erweckt hätte, Gamestop wolle möglicherweise zum Nachteil von Anlegern direkt von großen Kursschwankungen profitieren.

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