Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Wallet: Ausweis auf dem Smartphone ab 2. Januar 2027 verfügbar

Der Zeitrahmen war bekannt. Jetzt hat Digitalminister Karsten Wildberger ein konkretes Datum, wann der Perso auf das Smartphone kommt.
/ Peter Steinlechner , dpa
14 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Bild: Carsten Koall/Getty Images

Ab dem 2. Januar 2027 sollen Bürger den Personalausweis zu Hause lassen und sich mit dem Smartphone ausweisen können. "Wir haben uns jetzt selber mal das Datum gesetzt: 2. Januar 27" , sagte Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) in der ZDF-Talkshow Markus Lanz.

In der "digitalen Brieftasche" (gemeint ist die Wallet) sollen nach Angaben von Wildberger zunächst der Personalausweis, der Führerschein, der Fahrzeugschein und Versicherungskarten enthalten sein.

Immer mehr Funktionen kommen dazu

Dann würde es, wie bei Software üblich, sogenannte Releases geben, so dass jedes Quartal neue Dokumente dazukämen. Das werde eine sehr sichere Brieftasche, die auf dem Handy immer dabei sei und alle nötigen Sicherheitsstandards erfülle. Dokumente, die später ergänzt werden könnten, seien etwa die Gesundheitskarte, Zeugnisse oder der Impfpass.

Mit der Wallet könnten verschiedene Dinge des täglichen Lebens erledigt werden, erläuterte Wildberger und nannte etwa Kontoeröffnungen bei Banken. "Wenn ich im Supermarkt einkaufe und kaufe Alkohol, kann ich beim Bezahlen direkt nachweisen, dass ich volljährig bin" , fügte er hinzu.

Bisher war kein konkretes Startdatum genannt worden. Es hieß nur, Ende 2026 oder Anfang 2027 werde die Wallet starten. Das Vorhaben geht auf eine EU-Verordnung zurück, die alle Mitgliedsstaaten verpflichtet, bis 2027 zumindest eine staatliche Ausweis-Anwendung bereitzustellen.

Die Nutzung bleibt freiwillig. In EU-Ländern wie Estland ist ein digitaler Personalausweis bereits Standard. Kritiker warnen vor Gefahren und möglicher staatlicher Repression (g+)

Merz lobt Digitalminister

Wildberger ist Deutschlands erster Bundesdigitalminister. Er ist auch zuständig für Staatsmodernisierung und Bürokratieabbau. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte den Manager aus der Wirtschaft in sein Kabinett geholt. Beim Tag der Metall- und Elektro-Industrie lobte er ihn vor wenigen Tagen ausdrücklich: "Karsten Wildberger ist mit dem, was er in diesem Ministerium tut, einer der Leistungsträger unseres Kabinetts. Er macht einen fantastischen Job" , sagte Merz.


Relevante Themen