Wall Street Market: Betreiber von illegalem Darknet-Marktplatz festgenommen

Auf dem Wall Street Market konnten Kunden Drogen, Daten und Malware im Darknet kaufen. Die Polizei hat nun die Betreiber festgenommen und die Infrastruktur beschlagnahmt. Das gilt auch für Bitcoin und Monero im sechsstelligen Wertebereich und 550.000 Euro Bargeld.

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Auf dem Wall Street Market ist das Geschäft vorbei.
Auf dem Wall Street Market ist das Geschäft vorbei. (Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de/CC0 1.0)

Ermittler des Bundeskriminalamts haben drei Betreiber des Darknet-Marktplatzes Wall Street Market festgenommen. Die Tatverdächtigen sind 31, 29 und 22 Jahre alt und stammen alle aus Deutschland. Die Polizei hat laut eigenen Angaben die Wohnungen der drei Personen durchsucht, die Serverinfrastruktur des Webauftrittes sichergestellt und den Dienst außer Betrieb genommen.

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Über den Wall Street Market konnten Nutzer aus vielen Ländern illegale Güter erwerben - darunter Drogen, ausgespähte Daten und Malware. 5.400 Verkäufer waren auf der Plattform angemeldet, während 1.150.000 Millionen Kundenkonten registriert waren. Als Bezahlmedium dienten die Kryptowährungen Bitcoin und Monero, deren Transaktionen in den meisten Fällen anonymisiert getätigt werden. Von Transaktionen erhielten die Tatverdächtigen laut der Polizei etwa zwei bis sechs Prozent Provision. Der Wall Street Market war Teil des Darknets und konnte mit dem Tor-Browser erreicht werden.

Verdächtige wollten mit dem Geld der Kunden verschwinden

Den Festnahmen gingen recht umfangreiche Ermittlungen voraus, an denen auch US-Behörden und die EU-Organisation Europol mitgearbeitet haben. Die Täter waren durch einen Exit-Scam aufgefallen, als sie das auf dem Marktplatz hinterlegte Geld ihrer Kunden an sich selbst transferierten. Bei den Festgenommenen fand die Polizei 550.000 Euro in bar, diverse teure Fahrzeuge sowie Kryptowallets, auf denen Bitcoin- und Monero-Währung im unbekannten sechstelligen Wert abgelegt war.

US-Behörden konnten im gleichen Zusammenhang zwei große Anbieter von Drogen innerhalb ihrer Landesgrenzen festnehmen. Es ist wahrscheinlich, dass viele weitere Untersuchungen folgen werden, nachdem die Polizei die Quelle sichergestellt hat.

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LarusNagel 06. Mai 2019

War es schwierig/aufwendig an ein Kundenkonto zu kommen? Falls nein, ist es als Kunde...

bulli007 05. Mai 2019

oder Sitzen die meisten Marktplace Betreiber im Darknet in Deutschland?

slacki 05. Mai 2019

Bei Heise steht 1.15 Millionen, hier 1.15 Billionen. Glaube kaum, dass es ein Darknet...

Eheran 05. Mai 2019

Es handelt sich eindeutig um eine Pseudonymisierung: Anonymisierung und Pseudonymisierung



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