Einrichtung der Waipu-TV-Geräte sehr komfortabel
Beide Waipu-TV-Geräte nutzen Googles Android TV 14 mit einer von Exaring angepassten Oberfläche für das Schauen linearer TV-Sender. Es gibt also nicht den typischen Google-TV-Startbildschirm von anderen Streaminggeräten mit dem Betriebssystem. Als reine Streaminggeräte haben wir aber das für uns Wichtige fast ganz oben: die Reihe der installierten Apps.
Wir können also sehr schnell die gewünschte Streaming-App aufrufen, der Waipu-TV-Startbildschirm ist somit für dieses Szenario so gut wie überflüssig. Ein Vorteil gegenüber allen aktuellen Fire-TV-Geräten: Wir werden nicht immer wieder mit bildschirmfüllender Werbung begrüßt. Stattdessen wird immer der zuletzt gewählte TV-Sender aktiviert, wenn die Geräte gestartet werden. Das lässt sich leider auch nicht abschalten, aber mit einem Tastendruck ist der Spuk vorbei.
Beide Waipu-TV-Produkte lassen sich zwar auch ganz ohne Google-Konto einrichten, dann ist aber kein Zugriff auf den Play Store möglich und es lassen sich dann weniger Streaming-Apps nutzen – eben nur die vorinstallierten. Mit Google-Konto ist der normale Play Store für Android-TV nutzbar. Abgesehen von einem Google-Konto wird auch ein Waipu-TV-Konto benötigt.
Bequeme Anmeldung für Bestandskunden
Keine Sorge: Ein Abo von Waipu TV ist nicht erforderlich, wir haben beide Waipu-TV-Produkte bewusst ganz ohne aktives Abo getestet und das gab keinerlei Probleme. Profile gibt es dann allerdings nicht. Ohne Waipu-TV-Abo stehen sogar recht viele TV-Sender kostenlos zur Verfügung. Wer noch kein Waipu-TV-Konto besitzt, bekommt meist das Perfect-Plus-Abo für einen Monat kostenlos dazu; es kann vor dem zweiten Monat einfach gekündigt werden, um kein Abo bezahlen zu müssen.
Wer in der Vergangenheit Waipu TV ausprobiert hat, kann das entsprechende Konto einfach für die Anmeldung nutzen. Wer damit in der Waipu-TV-App auf dem Smartphone angemeldet ist, kann die Funktion Magic Login verwenden. Dann meldet sich das Waipu-TV-Streaminggerät wie von Geisterhand an. Wir müssen keinen Code oder Ähnliches eingeben – bequemer geht es nicht. Hier könnten sich andere Abodienste ein Beispiel nehmen.
Ansonsten hängt es sehr von den jeweiligen Anbietern ab, wie bequem eine Anmeldung auf Streaminggeräten umgesetzt ist. Bei Netflix scannen wir einen QR-Code, geben einen kurzen Zahlencode ein und sind angemeldet.














Besonders enttäuscht waren wir von Apps wie Disney+ oder Wow, die angeben, man müsse nur einen QR-Code mit der Smartphone-Kamera scannen, um sich anzumelden. Tatsächlich landen wir aber nie in der Smartphone-App, sondern im Browser, wo wir uns dann erst mit unseren Zugangsdaten anmelden müssen – das ist unkomfortabel.
Noch schlechter schneidet Paramount+ ab: Hier wird gar nicht erst versucht, die Anmeldung einfacher zu machen. Wir müssen also alle Zugangsdaten über die Fernbedienung eingeben. Das passt irgendwie dazu, wie schlecht Paramount+ im Vergleich zur Konkurrenz abschneidet . Auch auf den Waipu-TV-Geräten müssen wir bei Paramount+ die Wiedergabetaste immer doppelt betätigen, um einen Stream anhalten oder fortsetzen zu können – dieser Fehler wurde auch nach Monaten nicht behoben.
Wir haben etliche Streaming-Apps auf beiden Waipu-TV-Produkten im Alltag verwendet und in allen Apps können wir schnell und zügig durch die Apps navigieren. Dabei genügt sogar der Speicher von 3 GByte beim Stick, damit wir eine App auch mal verlassen können und sie im Speicher verbleibt, so dass ein zügiger Wechsel zwischen verschiedenen Streaming-Apps möglich ist.
Wenige Unterschiede zwischen Stick und Box
Der größte Nachteil des Waipu TV Stick ist die fehlende Unterstützung für Dolby Vision. Wer diese Bildverbesserung nutzen möchte, muss in jedem Fall zur Box greifen. Ergänzend dazu punktet die Box noch mit einem USB-A-Anschluss, um darüber Zubehör oder Speichermedien anschließen zu können.














Auch wenn die Box etwas mehr Arbeitsspeicher und mehr Flash-Speicher besitzt, macht sich das im Streamingalltag nicht bemerkbar, so dass die Aspekte bei der Kaufentscheidung nur eine untergeordnete Rolle spielen.
Die Box hat sogar auf der Vorderseite einen Ein-Aus-Schalter, allerdings lässt sich das Gerät darüber keineswegs ganz abschalten, sondern nur in einen Standby-Betrieb versetzen. Auch am Stick gibt es keinen Schalter, so dass eine schaltbare Steckdose ratsam ist, falls man nicht möchte, dass die Geräte den ganzen Tag laufen. Das ist bei den Fire-TV-Geräten – und eigentlich allen anderen Streaminggeräten – ebenfalls nötig, weil meist physische Schalter fehlen.