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Wladimir Putin bestreitet staatlich verordnetes Hacken.
Wladimir Putin bestreitet staatlich verordnetes Hacken. (Bild: John Moore/Getty Images)

Wahlmanipulationen: Putin bestreitet Hackerangriffe auf staatlicher Ebene

Wladimir Putin bestreitet staatlich verordnetes Hacken.
Wladimir Putin bestreitet staatlich verordnetes Hacken. (Bild: John Moore/Getty Images)

Gezielte Hackerangriffe durch russische Geheimdienste oder andere Behörden sollen nach Angaben des russischen Präsidenten Putin nicht stattgefunden haben. Er schloss aber nicht aus, dass es solche Angriffe aus Russland von Personen mit "patriotischem Gemüt" gegeben habe.

Der russische Präsident Wladimir Putin bestreitet Hackerangriffe durch staatliche Institutionen, um die Wahlen in den USA zu manipulieren. Es soll auch keine Cyberangriffe vor der Bundestagswahl kommenden September in Deutschland geben. "Auf staatlicher Ebene machen wir so etwas nicht", sagte Putin vor Journalisten in St. Petersburg. Er könne aber nicht ausschließen, dass unabhängige Hacker aus Russland mit patriotischer Gesinnung Angriffe ausgeführt haben oder noch ausführen werden.

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"Hacker sind unabhängige Menschen, die wie Künstler morgens gut gelaunt aufwachen und einfach anfangen zu malen", sagte Putin weiter. Wenn sie patriotisch gestimmt seien, leisteten sie ihren - aus ihrer Sicht legitimen - Beitrag, um gegen die zu kämpfen, die Schlechtes über Russland verbreiten. Er könne sich auch vorstellen, dass jemand absichtlich eine Angriffskette aufbaue, die nach Russland führe. Mit moderner Technik sei das durchaus möglich.

Hacken im Bett

Es ist bereits das zweite Mal innerhalb weniger Tage, dass Putin Hackerangriffe aus Russland nicht per se bestreitet. Putin zitierte bereits Anfang der Woche in einem Interview mit der französischen Zeitung Le Figaro US-Präsident Donald Trump. Trump habe recht mit seiner Aussage, die US-Wahl im November 2016 sei nicht durch Russland manipuliert worden. Solche Angriffe hätten auch von jemandem ausgeführt worden sein können, der einfach nur in seinem Bett liege. "In einer virtuellen Welt ist alles möglich", sagte Putin. Russland habe solche Aktivitäten nicht nötig. Kurz vor der Stichwahl zum französischen Präsidenten waren Dutzende, teils gefälschte Dokumente aus dem Umfeld von Emmanuel Macron veröffentlicht worden.

Trump hatte bereits vor der Wahl in einer Debatte mit der demokratischen Kandidatin Hillary Clinton eine russische Beteiligung an dem E-Mail-Hack auf das Democratic National Committee in Zweifel gezogen. Es könne auch einfach jemand gewesen sei, der 400 Pfund wiege und in seinem Bett liege. Nach der Wahl hatten US-Geheimdienste jedoch den russischen Präsidenten Wladimir Putin persönlich für eine Kampagne zur Beeinflussung der US-Präsidentschaftswahlen 2016 verantwortlich gemacht.

Gut organisierte Angriffe

Die russische Kampagne habe verdeckte Geheimdienstoperationen mit offenen Bemühungen von Regierungsstellen, staatlich finanzierten Medien, externen Vermittlern und bezahlten Social-Media-Nutzern oder "Trollen" verbunden. Die US-Geheimdienste gingen "mit hoher Wahrscheinlichkeit" davon aus, dass sich der russische Geheimdienst GRU der Person des angeblichen Hackers Guccifer 2.0 und der Website DCLeaks.com bedient habe, um gehacktes Material zu veröffentlichen. Auch Wikileaks sei mit Material versorgt worden. Guccifer 2.0, der sich als rumänischer Hacker bezeichnet haben soll, habe widersprüchliche Statements abgegeben und falsche Behauptungen bezüglich seiner wahrscheinlich russischen Identität gemacht.

Indes wollen die Forscher des kanadischen Citizen Lab bei einem gezielten Phishing-Angriff auf den russlandkritischen Journalisten David Satter ebenfalls eine Verbindung zum russischen Militär-Geheimdienst GRU ausgemacht haben. Die Angreifer hätten dazu einen Linkverkürzer eingesetzt, um den Verweis zu einer perfekt gefälschten Google-Seite zum Zurücksetzen des Passworts zu verschleiern. Nachdem sich die Angreifer Zugang zu Satters Konto verschafft hatten, veröffentlichten sie dort gefundene Dokumente und fügten gezielt gefälschte Informationen hinzu, um den zuvor aus Russland ausgewiesenen Journalisten zu diskreditieren. Mit ähnlichen gefälschten Dokumenten wurden auch die geleakten Informationen aus Macrons Wahlkampfteam versehen.


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mnementh 04. Jun 2017

Klar. Es ist digital leicht etwas zu fälschen. Und unter den geleakten Dokumenten des...

perseus 02. Jun 2017

Was wäre wenn Putin nur ein amerikanischer Doppelagent wäre, dessen letzter Auftrag von...



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