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Wahlkampf USA: Iran soll Trump-Kampagne gehackt haben

Über ein AOL-Nutzerkonto wurden nach einem Hack mehrere Dokumente der Trump -Kampagne an eine Zeitschrift geschickt.
/ Peter Steinlechner
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Trump/Vance-Plakat bei einer Parteitagung der Republikaner am 9. August 2024 (Bild: Michael Ciaglo/Getty Images)
Trump/Vance-Plakat bei einer Parteitagung der Republikaner am 9. August 2024 Bild: Michael Ciaglo/Getty Images

Möglicherweise haben iranische Hacker versucht, Einfluss auf den Wahlkampf in den USA zu nehmen. Das Magazin Politico(öffnet im neuen Fenster) berichtet, ab dem 22. Juli 2024 mehrfach Mails von einer Person mit dem Pseudonym Robert erhalten zu haben. Die Mails wurden über ein Nutzerkonto von America Online (AOL) verschickt, also dem vor allem in den 1990er Jahren beliebten Onlinedienst.

In den Mails seien interne Dokumente des Wahlkampfteams von Donald Trump enthalten gewesen, heißt es in dem Bericht. In den Unterlagen sei es insbesondere um den Vize-Kandidaten J. D. Vance und um dessen mögliche Schwachstellen gegangen.

Offenbar hatte sich das Team von Trump vorab mit möglichen Angriffspunkten bei Vance beschäftigt – ein übliches Vorgehen, nicht nur in den USA.

Nach Angaben von Politico handelte es sich um eine Sammlung von Informationen, die im Grunde allesamt öffentlich zugänglich gewesen seien, teils mit Hinweise auf ein besonderes Angriffspotenzial. Neben Vance sei es auch um den Senator Marco Rubio gegangen, der eine Zeitlang ebenfalls als Vize-Kandidat im Gespräch war, hieß es weiter.

Microsoft: Iran will den US-Wahlkampf beeinflussen

Politico berichtet, das Wahlkampfteam von Trump habe den Verdacht, dass der Iran hinter dem Hack stecke. Grund für diese Vermutung sei ein gerade erst von Microsoft veröffentlichter Bericht(öffnet im neuen Fenster) , wonach mehrere Gruppen aus dem Land versuchen, Einfluss auf die im November 2024 anstehenden Wahlen zu nehmen und die Wahl von Donald Trump zu verhindern.

In dem Bericht wird auch ein Phishingversuch bei einem wichtigen Teammitglied von einer der Präsidentschaftskampagnen erwähnt. Ob es sich dabei um einen der Mitarbeiter von Trump handelt, ist allerdings unklar.

Der ehemalige US-Präsident kommentierte den Angriff auf seinem eigenen Netzwerk Truth Social. Er schrieb, dass lediglich eine von mehrere Webseiten gehackt worden sei und dass die veröffentlichten Informationen bereits bekannt gewesen seien.


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