• IT-Karriere:
  • Services:

Wahlkampf: Google schränkt gezielte Wahlwerbung stark ein

Politische Anzeigen sollen bei Google künftig nicht mehr maßgeschneidert für bestimmte Wählergruppen geschaltet werden können. Das erhöht den Druck auf Facebook-Chef Mark Zuckerberg, ebenfalls Wahlwerbung einzuschränken.

Artikel veröffentlicht am ,
Google will gezielte Wahlwerbung stark einschränken.
Google will gezielte Wahlwerbung stark einschränken. (Bild: Dave Paresh/Reuters)

Nach dem Kurznachrichtendienst Twitter schränkt nun auch der Suchmaschinenkonzern Google die Möglichkeiten für politische Werbung auf seinen Plattformen ein. Während Twitter alle politischen Werbeanzeigen stoppt, will Google lediglich verhindern, dass Parteien oder andere Organisationen bestimmte Wählergruppen gezielt nach politischen Präferenzen oder anderen Kriterien ansprechen. Ziel der Maßnahme sei es, die Sichtbarkeit der einzelnen Anzeigen zu erhöhen, heißt es in einem Blogbeitrag von Vizepräsident Scott Spencer vom 20. November 2019.

Stellenmarkt
  1. Porsche Deutschland GmbH, Bietigheim-Bissingen
  2. REALIZER GmbH, Bielefeld

Schon jetzt verzichte Google bei politischen Anzeigen auf "granulares Mikrotargeting", schreibt Spencer. Künftig soll es aber nur noch möglich sein, die Zielgruppe nach Alter, Geschlecht und Wohnort zu differenzieren. Kontextbezogene Werbung nach allgemeinen Stichwörtern wie "Wirtschaft" bleibt ebenfalls erlaubt. Unzulässig seien hingegen manipulierte Inhalte wie bei sogenannten Deep Fakes oder Anzeigen, "die nachweislich falsche Behauptungen aufstellen, die die Teilnahme an oder das Vertrauen in eine Wahl oder einen demokratischen Prozess erheblich untergraben könnten". Da niemand vernünftigerweise über jede politische Behauptung, Gegenbehauptung oder Unterstellung urteilen könne, gehe man davon aus, dass die Zahl der unzulässigen Anzeigen sehr gering sein werde.

Die neuen Regelungen sollen innerhalb einer Woche erstmals in Großbritannien angewandt werden, um noch vor der Unterhauswahl am 12. Dezember 2019 greifen zu können. In der EU sollen die Änderungen bis Ende des Jahres umgesetzt werden, im Rest der Welt bis zum 6. Januar 2020.

Nach Angaben des Wirtschaftsdienstes Bloomberg soll es künftig auch nicht mehr möglich sein, politische Anzeigen gezielt an solche Nutzer zu schicken, deren Telefonnummern oder E-Mail-Adressen in den Kontaktlisten der Vermarkter enthalten sind (Customer Match).

Die Entscheidungen von Google und Twitter erhöhen den Druck auf das soziale Netzwerk Facebook, ebenfalls die Schaltung politischer Anzeigen einzuschränken. Zuletzt hatte Facebook-Chef Mark Zuckerberg im US-Kongress sehr ausweichend auf die Frage geantwortet, ob sein Unternehmen politische Anzeigen mit offensichtlich falschen Aussagen zulassen werde. Zuckerberg hatte darauf verwiesen, dass Facebook gegründet worden sei, um Menschen eine Stimme zu geben und daher für eine freie Meinungsäußerung eintrete. In den vergangenen Wochen unterzeichneten Hunderte Facebook-Mitarbeiter einen Brief, um Zuckerberg in dieser Frage umzustimmen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-70%) 5,99€
  2. 52,99€
  3. 11,99€
  4. 4,99€

Folgen Sie uns
       


Blackmagic Pocket Cinema Camera 6k im Test

Die neue Pocket Cinema Camera 6k von Blackmagicdesign hat nur wenig mit DSLR-Kameras gemein. Die Kamera liefert Highend-Qualität, erfordert aber entsprechendes Profiwissen - und wir vermissen einige Funktionen.

Blackmagic Pocket Cinema Camera 6k im Test Video aufrufen
Netzwerke: Warum 5G nicht das bessere Wi-Fi ist
Netzwerke
Warum 5G nicht das bessere Wi-Fi ist

5G ist mit großen Marketing-Versprechungen verbunden. Doch tatsächlich wird hier mit immensem technischem und finanziellem Aufwand überwiegend das umgesetzt, was Wi-Fi bereits kann - ohne dessen Probleme zu lösen.
Eine Analyse von Elektra Wagenrad

  1. Rechenzentren 5G lässt Energiebedarf stark ansteigen
  2. Hamburg Telekom startet 5G in weiterer Großstadt
  3. Campusnetze Bisher nur sechs Anträge auf firmeneigenes 5G-Netz

Minikonsolen im Video-Vergleichstest: Die sieben sinnlosen Zwerge
Minikonsolen im Video-Vergleichstest
Die sieben sinnlosen Zwerge

Golem retro_ Eigentlich sollten wir die kleinen Retrokonsolen mögen. Aber bei mittelmäßiger Emulation, schlechter Steuerung und Verarbeitung wollten wir beim Testen mitunter über die sieben Berge flüchten.
Ein Test von Martin Wolf


    Quantencomputer: Intel entwickelt coolen Chip für heiße Quantenbits
    Quantencomputer
    Intel entwickelt coolen Chip für heiße Quantenbits

    Gebaut für eine Kühlung mit flüssigem Helium ist Horse Ridge wohl der coolste Chip, den Intel zur Zeit in Entwicklung hat. Er soll einen Quantencomputer steuern, dessen Qubits mit ungewöhnlich hohen Temperaturen zurechtkommen.
    Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

    1. AWS re:Invent Amazon Web Services bietet Quanten-Cloud-Dienst an
    2. Quantencomputer 10.000 Jahre bei Google sind 2,5 Tage bei IBM
    3. Google Ein Quantencomputer zeigt, was derzeit geht und was nicht

      •  /