Wahlen: Chinas Spionageballons über Taiwan erhöhen die Spannungen

Jüngste Vorfälle mit chinesischen Überwachungsballons, die über Taiwan flogen, haben die Spannungen auf der Insel vor einer wichtigen Wahl erhöht.

Artikel veröffentlicht am , Michael Linden
Skyline von Taipeh
Skyline von Taipeh (Bild: Flickr/毛貓大少爺/CC-BY 2.0)

Das taiwanesische Militär hat laut einem Artikel des Wall Street Journals berichtet, seit Ende Dezember 2023 mehrere nicht identifizierte Ballons gesichtet zu haben, die vom chinesischen Festland gekommen und über sensible militärische Einrichtungen Taiwans geflogen seien.

Zuletzt wurden am 3. Januar 2024 vier Ballons gesichtet, die sich nach Angaben des taiwanesischen Verteidigungsministeriums in der Nähe des Luftwaffenstützpunkts Ching-Chuan-Kang in Taichung in einer Höhe von 3.650 Metern über dem Boden befanden.

Die Behörden erklärten, sie beobachteten die Ballons genau und würden je nach Art des Eindringens Maßnahmen ergreifen. Die Vorfälle erinnern an die Ballons, die vor einem Jahr die Vereinigten Staaten überflogen und teilweise abgeschossen wurden.

Peking beansprucht die Souveränität über Taiwan und verstärkte in den vergangenen Jahren seine militärischen Aktivitäten in der Nähe der Insel. Die Kommunistische Partei Chinas betrachtet es als strategische Priorität, Taiwan unter ihre Kontrolle zu bringen. Die jüngsten Ballonüberflüge könnten ein Versuch sein, vor den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Taiwan am 11. Januar 2024 Informationen zu sammeln.

Der Wahlausgang könnte die Beziehungen zwischen beiden Seiten der Taiwanstraße tiefgreifend beeinflussen. Chinesische Beamte und staatliche Medien warnten eindringlich davor, Taiwan könnten schwerwiegende Konsequenzen drohen, wenn die Wähler die pro-chinesischen Kandidaten ablehnten.

Taiwan erlebte auch eine Welle von Desinformationen und Propaganda im Internet, die vermutlich aus chinesischen Quellen stammen und darauf abzielen, den Wahlausgang zu beeinflussen.

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