Abo
  • Services:

Wahlcomputer: Wahlergebnisse in Venezuela offenbar manipuliert

IT-Experten warnen seit vielen Jahren vor den Gefahren von Wahlcomputern. Nach der umstrittenen Abstimmung über eine verfassungsgebende Versammlung in Venezuela wirft der Hersteller der Geräte Präsident Maduro vor, die Ergebnisse manipuliert zu haben - allerdings ganz manuell.

Artikel veröffentlicht am ,
Nicolas Maduro bei einer Rede vor den Vereinten Nationen.
Nicolas Maduro bei einer Rede vor den Vereinten Nationen. (Bild: John Moore/Getty Images)

Der Hersteller von Wahlcomputern Smartmatic hat der venezolanischen Regierung unter Präsident Nicolas Maduro vorgeworfen, die Ergebnisse der Abstimmung falsch dargestellt zu haben. Man könne sich daher, anders als bei vorangegangenen Wahlen, nicht hinter die veröffentlichten Ergebnisse der Abstimmung stellen.

Stellenmarkt
  1. ARI Fleet Germany GmbH, Stuttgart, Eschborn
  2. Hannover Rück SE, Hannover

Das von der Regierung veröffentlichte Ergebnis der Abstimmung weise rund eine Million mehr Stimmen aus, als tatsächlich abgegeben wurden, schreibt das Unternehmen. Eine Manipulation der Geräte selbst schließt das Unternehmen allerdings aus. Laut Smartmatic würden die Geräte Manipulationsversuche automatisch erkennen und melden. Die eingebauten Sicherheitssysteme seien "unmöglich" zu überwinden. Ob diese Behauptung des Herstellers zutrifft, ist nur schwer zu überprüfen, aber zweifelhaft. Auf der Sicherheitskonferenz Def Con jedenfalls gelang es Hackern teils ohne Vorwissen, Wahlcomputer verschiedener Hersteller ohne viel Aufwand zu übernehmen. Auch vor der US-Wahl im vergangenen Jahr wurden bereits Schwachstellen demonstriert.

Schwachstelle Wahlkommission

Den größten Schwachpunkt der aktuellen Abstimmung sieht das Unternehmen deswegen im politischen Prozess. Die Stimmen seien nicht durch eine Manipulation der Computer selbst hinzuaddiert worden, sondern nach der Übergabe des elektronischen Wahlbescheids in der Wahlkommission. Weil die Abstimmung von der Opposition boykottiert wurde, seien auch keine Mitglieder der Oppositionspartein zugegen gewesen.

Aufgrund des Abgleichs der eigenen Daten mit dem veröffentlichten Ergebnis könne man "ohne jeden Zweifel" sagen, dass das Ergebnis der Abstimmung manipuliert worden sei. "Ähnliche Manipulationen werden in vielen manuell durchgeführten Wahlen vorgenommen, aber weil es dort keine elektronischen Sicherheitsmechanismen und Audits gibt, werden diese nicht bemerkt", schreibt das Unternehmen. Präsident Maduro bestreitet die Vorwürfe, die Staatsanwaltschaft hat allerdings Ermittlungen wegen Wahlbetrugs eingeleitet.

Venezuela befindet sich seit mehreren Jahren in einer Wirtschaftskrise, Nahrungsmittel sind knapp und die Inflation ist hoch. Einige Bürger versuchen, die misslichen Umstände durch Bitcoin-Mining zu verbessern - und sollen dabei sogar die Stabilität des Stromnetzes gefährden.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 24,99€
  2. (u. a. Diablo 3 Ultimate Evil Edition, Gear Club Unlimited, HP-Notebooks)
  3. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  4. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie

Yian 07. Aug 2017

Meine Güte, ich als westlicher Vorbild-Demokrat gebe mir soviel Mühe, die öffentliche...

Trockenobst 04. Aug 2017

Das ist ja der Punkt. Maduro will einfach nicht zugeben, dass der "politisch Linke...

Trockenobst 04. Aug 2017

Man sollte dies vielleicht Höher hängen: warum sollten bei knappen Wahlen nicht auch...

Trockenobst 04. Aug 2017

Wieso. Ich kann ein System z.B. kryptografisch absichern. Dann schreibe ich durch einen...

cry88 04. Aug 2017

Nun, das ist nen Wahlcomputer. Technisch gesehen lässt sich das schon absichern, wenn...


Folgen Sie uns
       


Blackberry Key 2 - Hands on

Das Key2 ist das Nachfolgemodell des Keyone. Das Grundprinzip ist gleich. Im unteren Gehäuseteil gibt es eine fest verbaute Hardware-Tastatur. Darüber befindet sich ein Display im 3:2-Format. Das Schreiben auf der Tastatur ist angenehm. Im Juli 2018 kommt das Key2 zum Preis von 650 Euro auf den Markt.

Blackberry Key 2 - Hands on Video aufrufen
In eigener Sache: Freie Schreiber/-innen für Jobthemen gesucht
In eigener Sache
Freie Schreiber/-innen für Jobthemen gesucht

IT-Profis sind auf dem Arbeitsmarkt enorm gefragt, und die Branche hat viele Eigenheiten. Du kennst dich damit aus und willst unseren Lesern darüber berichten? Dann schreib für unser Karriere-Ressort!

  1. Leserumfrage Wie sollen wir Golem.de erweitern?
  2. Stellenanzeige Golem.de sucht Redakteur/-in für IT-Sicherheit
  3. Leserumfrage Wie gefällt Ihnen Golem.de?

K-Byte: Byton fährt ein irres Tempo
K-Byte
Byton fährt ein irres Tempo

Das Startup Byton zeigt zur Eröffnung der Elektronikmesse CES Asia in Shanghai das Modell K-Byte. Die elektrische Limousine basiert auf der Plattform des SUV, der vor fünf Monaten auf der CES in Las Vegas vorgestellt wurde. Unter deutscher Führung nimmt der Elektroautohersteller in China mächtig Fahrt auf.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. KYMCO Elektroroller mit Tauschakku-Infrastruktur
  2. Elektromobilität Niu stellt zwei neue Elektromotorroller vor
  3. 22Motor Flow Elektroroller soll vor Schlaglöchern warnen

Deutsche Siri auf dem Homepod im Test: Amazon und Google können sich entspannt zurücklehnen
Deutsche Siri auf dem Homepod im Test
Amazon und Google können sich entspannt zurücklehnen

In diesem Monat kommt der dritte digitale Assistent auf einem smarten Lautsprecher nach Deutschland: Siri. Wir haben uns angehört, was die deutsche Version auf dem Homepod leistet.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Patentantrag von Apple Neues Verfahren könnte Siri schlauer machen
  2. Siri vs. Google Assistant Apple schnappt sich Googles KI-Chefentwickler
  3. Digitaler Assistent Apple will Siri verbessern

    •  /