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Waffendruck: 3D-Druck ist nicht so anonym wie angenommen

Die forensische Software Printracker erlaubt es, von 3D-gedruckten Gegenständen präzise Rückschlüsse auf den verwendeten Drucker zu ziehen. Sogar einzelne Geräte können identifiziert werden, haben Forscher belegt.

Artikel veröffentlicht am , Michael Linden
3D-Drucker lassen sich präzise zurückverfolgen.
3D-Drucker lassen sich präzise zurückverfolgen. (Bild: Universität in Buffalo)

Eine Studie der Universität in Buffalo beschreibt, dass es mit relativ einfachen Mitteln möglich ist festzustellen, dass ein Werkstück von einem bestimmten 3D-Drucker gefertigt wurde. Möglich machen das kleinste Ungenauigkeiten. Diese entstehen nach Angaben der Forscher sogar zwischen den Geräten einer einzelnen Serie, sind aber so charakteristisch, dass sie einem Fingerabdruck gleichen.

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Inspiriert wurde die Forschung durch die Behauptung, dass 3D-gedruckte Waffenteile von den Behörden nicht rückverfolgt werden könnten. Das Forschungsteam entwickelte daraufhin den Printracker, um die forensische Arbeit zu erleichtern. Die Software wird mit 2D-Scans von den Oberflächen des gedruckten Gegenstands gefüttert. Die Technik könnte letztendlich Strafverfolgungs- und Geheimdiensten helfen, die Herkunft von 3D-gedruckten Waffen, gefälschten Produkten und anderen Waren zu verfolgen. Das ist natürlich sinnvoll, wenn auch der Drucker gefunden wird, mit dem die Gegenstände gefertigt wurden.

Die Studie wurde in Toronto auf der Konferenz der Association for Computing Machinery on Computer and Communications Security vorgestellt, die vom 15. bis 19. Oktober stattfand.

Wie ein Tintenstrahldrucker bewegen sich 3D-Drucker hin und her, während sie ein Objekt erzeugen, wobei die Düsen ein Filament wie beispielsweise Kunststoff ausstoßen. Der Aufbau erfolgt schichtweise, bis das dreidimensionale Objekt fertig ist. Jede Schicht des 3D-Druckobjekts enthält sogenannte Füllmuster. Diese Muster sollen einheitlich sein, um das gewünschte Erscheinungsbild zu gewährleisten. Doch jeder Drucker, jedes Filament, die Düsengröße und andere Faktoren verursachen kleine Unregelmäßigkeiten in den Mustern. Wie ein Fingerabdruck sind diese Muster einzigartig und werden von ein und demselben Drucker wiederholt erzeugt.

Nachdem die Forscher testweise eine Datenbank von Produktionsergebnissen erstellt hatten, die von 14 Druckern erzeugt wurden, konnten sie in 99,8 Prozent der Fälle korrekte Rückschlüsse auf die einzelnen Geräte ziehen. 10 Monate später wurde die Testreihe wiederholt. So sollte geprüft werden, ob Abnutzung und natürliche Alterung die Ergebnisse verfälschen. Printracker konnte die Objekte wiederum ihrem Herkunftsgerät zuordnen. Auch bei stark beschädigten Drucken erzielten die Forscher noch eine Genauigkeit von 92 Prozent.

Die wissenschaftliche Arbeit "Printracker: Fingerprinting 3D Printers using Commodity Scanners" liegt online ( PDF) vor.



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jkwak 22. Okt 2018 / Themenstart

Ich würde jetzt nicht unbedingt auf einem 3D Drucker rum kauen, gerade die Metallteile...

mfeldt 22. Okt 2018 / Themenstart

Seit eh und je können Maschinen identifiziert werden, wenn man entsprechende forensische...

Flexor 22. Okt 2018 / Themenstart

Man kann sich auch selber welche Bauen, auf YT gibt es genügend Anleitungen. Wer sowas...

bennob87 22. Okt 2018 / Themenstart

In wie weit wollen die anhand eines Drucks rückschließen können dass es von Drucker XY...

MarioWario 21. Okt 2018 / Themenstart

Wenn's nach Letalität geht, dann reicht ein Brotmesser vom Flohmarkt in ein Handtuch...

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