Waffen gegen iPads: Apples Sicherheitschef wegen Bestechung angeklagt

Für die Erteilung von Schusswaffenlizenzen soll Apples Sicherheitschef einem Sheriff iPads angeboten haben.

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Anklage gegen Apples Sicherheitschef wegen Bestechungsversuch
Anklage gegen Apples Sicherheitschef wegen Bestechungsversuch (Bild: Mladen Antonov/AFP via Getty Images)

Ein kalifornisches Geschworenengericht hat gegen Apples Sicherheitschef Anklage erhoben. Der Vorwurf lautet, dass für die Erteilung von Schusswaffenlizenzen Tablets angeboten wurden, heißt es in einer Mitteilung der zuständigen Bezirksstaatsanwaltschaft. Die Anklage richtet sich gegen Apples Sicherheitschef Thomas Moyer, den Sheriff James Jensen sowie seinen Hilfssheriff Rick Sung, die beide in Santa Clara tätig sind.

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In der Anklage heißt es, Moyer habe versucht, Beamte des Bezirks Santa Clara zu bestechen, um Lizenzen für Schusswaffen zu erhalten. Moyer soll Jensen und Sung 200 iPads im Wert von 70.000 US-Dollar angeboten haben. Dafür sollten die Beamten vier Lizenzen für das verdeckte Tragen von Schusswaffen für vier Apple-Mitarbeiter ausstellen. Solche Lizenzen werden in den USA mit CCW abgekürzt.

Die Anklage wurde nach einer zweijährigen Untersuchung erhoben. "Im Falle von vier CCW-Lizenzen, die Apple-Angestellten vorenthalten wurden, gelang es Undersheriff Sung und Cpt. Jensen, von Thomas Moyer das Versprechen einzufordern, dass Apple iPads an das Sheriff-Büro spenden würde", sagte der zuständige Bezirksstaatsanwalt Jeff Rosen.

Es kam nicht zur Übergabe der iPads

Die iPads wurden laut Rosens Büro nie übergeben, da Sung und Moyer 2019 erfahren hatten, dass die Staatsanwaltschaft eine Durchsuchung des Sheriff-Büros plant, bei der es um CCW-Aufzeichnungen geht. Darauf hin kam es nicht zur Übergabe der Apple-Tablets.

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Moyers Anwalt, Ed Swanson, nimmt seinen Mandanten in Schutz. In einer The Verge vorliegenden Erklärung heißt es, dass Moyer ein "Kollateralschaden" in einem Streit zwischen dem Sheriff von Santa Clara und den Büros der Bezirksstaatsanwaltschaft sei.

"Er hat nichts Falsches getan und hat während seiner gesamten Karriere mit höchster Integrität gehandelt", sagte Swanson. "Wir haben keinen Zweifel, dass er vor Gericht freigesprochen wird." Auch Apple wurde von The Verge um eine Stellungnahme gebeten, hat darauf aber bislang nicht reagiert.

Apples Sicherheitschef sorgte bereits im April 2018 für Aufsehen. Damals ließ er mehrere Apple-Mitarbeiter verhaften, die interne Informationen und Details zu unveröffentlichten Apple-Produkten preisgegeben hatten. Moyer arbeitet nach Informationen von Bloomberg seit etwa 15 Jahren bei Apple und ist seit 2018 der Leiter der Sicherheitsabteilung des Unternehmens.

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