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Wärmepumpen und Co.: Jeder dritte Haushalt nutzt Energiewendetechnologie

Mehr Haushalte als im Vorjahr nutzen Technologien wie PV-Anlagen oder Wärmepumpen . Viele Wohneigentümer geben an, sich entsprechende Investitionen nicht leisten zu können.
/ Tobias Költzsch
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Eine Solaranlage auf einem Dach (Bild: Pixabay)
Eine Solaranlage auf einem Dach Bild: Pixabay / Pixabay-Lizenz

32 Prozent der Haushalte in Deutschland nutzen mindestens eine Energiewendetechnologie. Das hat eine repräsentative Umfrage der KfW(öffnet im neuen Fenster) unter 4.000 Haushalten in Deutschland ergeben. Im Vorjahr waren es noch 29 Prozent der Haushalte. In absoluten Zahlen ist die Anzahl der an der Energiewende teilnehmenden Haushalte um 1,2 Millionen auf rund 13 Millionen gestiegen.

In der Befragung zeigt sich ein Gefälle zwischen einkommensstärkeren und einkommensschwächeren Haushalten. 42 Prozent der einkommensstärkeren Haushalte verwenden mindestens eine Energiewendetechnologie, bei den einkommensschwächeren sind es 25 Prozent, wobei dieser Anteil langsam steigt.

Die am häufigsten verwendete Technologie sind Photovoltaikanlagen mit einem Anteil von zwölf Prozent (Vorjahr neun Prozent), gefolgt von Wärmepumpen und Solarthermieanlagen mit jeweils zehn Prozent (Vorjahr neun bzw. zehn Prozent). Sechs Prozent der Haushalte nutzen ein Elektroauto, im Vorjahr waren es noch fünf Prozent.

Viele können sich Investitionen nicht leisten

Wirtschaftliche Gründe spielen bei der Frage nach Hindernissen für die Anschaffung von Energiewendetechnologien die größte Rolle: 41 Prozent der Immobilieneigentümer geben an, sich entsprechende Investitionen nicht leisten zu können. 39 Prozent sind der Meinung, dass sich die Investitionen nicht lohnen würden. 27 Prozent geben hingegen an, dass sie keine Handwerker für die Maßnahmen gefunden hätten.

Neun von zehn Haushalten unterstützen der Umfrage zufolge die Energiewende. Ein Grund dafür könnte auch der zu spürende Kostendruck durch Heiz- und Stromkosten sein: 60 Prozent geben an, dass sie einen großen oder sehr großen Kostendruck verspüren. Im Vorjahr waren es noch 50 Prozent. Haushalte, die mit Gas oder Öl heizen, liegen jedoch über dem Durchschnitt. Diese Haushalte berichten auch häufiger von Anpassungsmaßnahmen, um die gestiegenen Kosten auszugleichen - etwa weniger zu heizen oder weniger Warmwasser zu verbrauchen.

Die KfW hat die Ergebnisse der Umfrage in einem umfangreichen Bericht(öffnet im neuen Fenster) dargelegt.


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